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Letzte Änderung: 15.12.2018
Gewöhnliche Schlehe (Prúnus spinósa)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Schlehdorn, Schwarzdorn, Ackerpflaume, Eisbeere, Heckendorn
Gattung: Prúnus
Familie: Rosáceae (Rosengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Gewöhnliche Schlehe ist in weiten Teilen Europas, in Nordafrika sowie in Gebieten von Vorderasien bis zum Kaukasus beheimatet. Sie wächst an Weg- und Waldrändern, in Hecken oder an felsigen Hängen und bevorzugt nährstoffreiche, eher kalkhaltige, steinige Böden an sonnigen Standorten.

Erscheinung:
Die Schlehe wächst als Strauch oder als kleiner Baum und erscheint stark verästelt. Die flachen Wurzeln sind weitreichend und treiben Schösslinge, wodurch sich häufig dichte Hecken bilden. Die Rinde ist sehr dunkel bis schwärzlich. Die Zweige bilden zahlreiche Kurztriebe, die häufig mit Dornen enden. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt und am Rand fein gesägt. Junge Blätter sind zunächst flaumig behaart, verlieren die Behaarung jedoch später und weisen eine mittelgrüne Färbung auf.

Blüte:
Die zahlreichen weißen Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb. Sie sind starr abstehend und wachsen an den Kurztrieben. Sie stehen einzeln oder zu zweit dicht beieinander und sondern einen leichten Mandelduft ab. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Bienen oder Schmetterlinge, bei denen sie aufgrund ihres reichlichen Nektarangebotes sehr beliebt sind.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich bläulich schwarze, kugelige Steinfrüchte. Das Fruchtfleisch ist grün und eng mit dem kugeligen bis linsenförmigen Steinkern verwachsen. Die Früchte bleiben den Winter über am Strauch. Die Ausbreitung der Samen erfolgt über Tiere, die die Früchte verzehren. Schlehenhecken sind für viele Vogelarten ein idealer Lebensraum.
Vegetativ kann die Schlehe über Stecklinge vermehrt werden, die möglichst zwischen November und Februar von einjährigen Zweigen geschnitten werden sollten. Auch Zweige, die an der Mutterpflanze belassen werden, können zum Boden gebogen werden, damit sie Wurzeln bilden.

Verwendung der Pflanze

Die Früchte schmecken sehr herb und bitter. Erst durch Frosteinwirkung wird der Geschmack ein wenig milder. Die Steine sind jedoch giftig und dürfen nicht gegessen werden. Unreife Früchte können ähnlich wie Oliven eingelegt werden. Aus reifen Früchten lässt sich Fruchtsaft, Likör, Obstwein oder Marmelade herstellen.
Das Holz der Schlehe ist sehr hart und wird z.B. zum Schnitzen oder zur Herstellung von Spazierstöcken verwendet.

Typ der Pflanze:Strauch
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 300 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide
 Vogel-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Mäßig feucht
 Basisch, Nährreich

Aussaat:Nov - Mär
Blüte:Mär - Apr
Blütenstand:Einzelblüte
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Viel / Mäßig
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Nov
Fruchtform:Schließfrucht: Steinfrucht

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Gesägt
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Herz-Schwäche, Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Stuhl-Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Nieren-Beschwerden, Nierensteine, Blasen-Beschwerden, Haut-Ausschlag, Husten, Fieber, Atemwegs-Beschwerden, Infekt, Verschlackung, Entzündung, Stoffwechsel-Störung, Wasseransammlung

Die Blüten, die Wurzelrinde und die Früchte besitzen Heilwirkungen. Aus den Blüten kann ein Tee zubereitet werden, der den Stoffwechsel unterstützt und Blut reinigend wirkt. Desweiteren hilft er bei Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen (Durchfall, Blähungen, Verstopfung) sowie bei Blasen- und Nierenbeschwerden. Er wirkt zudem Harn treibend, Fieber senkend, Schweiß treibend, Schleim lösend und schwach abführend. Äußerlich angewendet hilft ein Aufguss bei Hautproblemen (z.B. Hautausschlägen).
Die getrockneten Früchte können als solche gegessen oder zu Saft verarbeitet werden. Sie wirken zusammenziehend, Magen stärkend und regen den Appetit an. Außerdem helfen sie bei Nierengrieß oder Blasensteinen. Das Kauen der getrockneten Früchte hilft zudem bei Zahnfleisch- oder Mundschleimhautentzündungen.
Eine Abkochung der Wurzelrinde wirkt Fieber senkend.
Schlehenelixier kann als Stärkungsmittel nach Infektionskrankheiten verwendet werden.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Gerbstoffe


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
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