Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 24.01.2021
Schottische Erdbiene (Andrena scotica)  
Weitere Bezeichnungen: Gesellige Sandbiene
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Andrenidae
Gattung: Sandbienen (Andrena)
Heimat: Europa, Asien
Vorkommen: Mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Andrenidae

Andrenidae sind eine Bienenfamilie, deren Arten klein oder mittelgroß sind und zumeist solitär leben. Sie zählen zu den Bienen, die den an Blüten gesammelten, verklumpten Pollen an den Hinterbeinen transportieren (Beinsammler). Ihre Nester legen sie in der Regel im Boden an.

Sandbienen (Andrena)

Die Gattung Andrena umfasst über 1000 Arten, in Deutschland sind mehr als 100 Arten bekannt. Im Aussehen ähneln viele Sandbienenarten der Honigbiene. Sie zählen zu den Bienenarten, die Blütenpollen mit einer Haarbürste an ihren Beinen (Hinterschiene) einsammeln. Auffallend bei den Weibchen dieser Gattung ist eine samtartig behaarte flache Grube im Gesicht neben den Augen. Außerdem besitzen sie ein dichtes Haarbüschel am Schenkelring. Der Körper ist häufig durch eine dunkle, bei manchen Arten metallisch glänzende Grundfarbe gekennzeichnet.
Männliche Sandbienen schlüpfen etwas zeitiger im Frühjahr und versuchen möglichst schnell, Weibchen zu begatten. Nach der Paarung graben Weibchen bis zu 60 cm tiefe Gänge in den Boden oder nutzen bereits vorhandene Gänge. Das herausgetragene Erdreich wird in Form von kleinen Klümpchen neben den Eingängen angehäuft. Die Nester besitzen in der Regel zahlreiche Seitengänge, die in Brutzellen enden. Diese werden mit einem Nahrungsgemisch aus Pollen und Nektar befüllt sowie einem darauf abgelegtem Ei. Nach der Verpuppung schlüpfen die Imagines (geschlechtsreife Insekten) im Spätsommer, verbleiben jedoch den Winter über bis zum Frühjahr in den Brutzellen.

Schottische Erdbiene (Andrena scotica)

Die Schottische Erdbiene ist in Europa sowie im westlichen Asien (z.B. Kaukasusgebiet, Iran) beheimatet und lebt auf trockenen Mager- und Fettwiesen, auf Dämmen, an Waldrändern, in Sand- und Kiesgruben sowie in Gärten und Parkanlagen.
Ihr Nest legt sie in selbst gegrabenen Hohlräumen in ebenem Boden an. Sie nistet kommunal. Mehrere Weibchen benutzen einen gemeinsamen Nesteingang, legen im Nest allerdings ihre eigenen Brutzellen an und pflegen sie.
Die Flugzeit reicht von April bis Juni.
Bezug zu folgenden Pflanzen
Ähnliche Insektenarten / Bezug zu anderen Insektenarten

Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Merkmale

Die Schottische Erdbiene erreicht eine maximale Körperlänge von 11-13 mm (Männchen) bzw. 12-14 mm (Weibchen). Im Aussehen ähnelt sie der Honigbiene (Apis mellifera). Ihr Körper ist dunkelbraun gefärbt. Der Thorax ist dunkelbraun behaart. Die Tergitendränder des Hinterleibs sind hellbraun behaart, mit Ausnahme der mittleren, schwarz behaarten Tergite. Die Sammelbürste der Weibchen ist auf der Außenseite bräunlich, auf der Innenseite hell gefärbt.
Max. Größe (♀): 14 mm
Max. Größe (♂): 13 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Primitiv-Eusozial lebend
Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend
Die Schottische Erdbiene lebt polylektisch und ist nicht auf bestimmte Pflanzenarten eingeschränkt.
Flugzeit: Apr - Jun

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