Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 20.04.2024
Roter Hartriegel (Córnus sanguínea)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Blutroter Hartriegel, Rotes Beinholz, Arlitzbaum
Gattung: Córnus
Familie: Cornáceae (Hartriegelgewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Rote Hartriegel ist von Europa bis Mittelasien beheimatet. Er wächst in Hecken, in lichten Wäldern oder an Waldrändern und bevorzugt trockene bis frische, mäßig nährstoffreiche, tiefgründige, sandig- bis lehmig-humose Böden. Der Strauch gehört zu den Pionierpflanzen. Er kann ein Alter von 30 bis 40 Jahren erreichen.

Erscheinung:
Der Rote Hartriegel ist ein Strauch, der in südlichen Gegenden auch baumförmig wachsen und Wuchshöhen von bis zu 6 Metern erreichen kann. Die Rinde einjähriger Zweige ist rot bis braunrot gefärbt und kurzbehaart. Die Rinde älterer Zweige hingegen ist olivbraun und kahl. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet und deutlich gestielt. Der Blattrand ist ganzrandig. Die Zweige und Blätter färben sich im Herbst und Winter dunkelrot.

Blüte:
Die weißen Blüten erscheinen in schirmrispigen Blütenständen. Die vier Kelchblätter sind kurz und verwachsen. Die vier Kronblätter sind länglich schmal und an der Unterseite behaart. Die Blüten verbreiten einen unangenehmen Geruch. Die Bestäubung erfolgt vorrangig durch Insekten wie z.B. Fliegen, Wildbienen oder Käfer.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich weiß punktierte, schwarzblaue Steinfrüchte. Sie enthalten einen kugeligen, glatten, zweisamigen Steinkern. Die Früchte sind bei Vögeln wie z.B. Amseln, Rotkehlchen oder Blaumeisen beliebt. Sie tragen durch den Verzehr auch zur Ausbreitung der Samen bei. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Wurzelausläufer oder durch herabgesenkte Zweige, die leicht Wurzeln bilden.

Verwendung der Pflanze

Die Früchte sind roh nicht genießbar. Sie sind jedoch reich an Vitaminen und können zur Herstellung von Fruchtsäften und Marmelade verwendet werden.
Aus den Zweigen können Körbe geflochten werden. Das Holz ist sehr fest und zäh und kann zum Drechseln benutzt werden.

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    Ecosia-Bildersuche

    Typ der Pflanze:Strauch
    Wuchsform:Aufrecht
    Wuchshöhe:max. 5 m
    Eigenschaften:Pionierpflanze
     Bienen-/Hummel-Weide
     Vogel-Weide
     Insb. Honigbienen-Weide

    Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
    Boden:Mäßig feucht
     Nährreich, Humos

    Blüte: Mai - Jun
    Blütenstand:Dolden-Rispe
    Blütenform:4 Kronblätter
    Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
    Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
    Fruchttyp:Schließfrucht: Steinfrucht

    Blattform:Eiförmig, Elliptisch
    Blattrand:Glatt, Ganzrandig
    Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


    Nutzen für folgende Insektenarten

    Anzahl Schmetterlinge: 6
    Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 7
    Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
    Anzahl Käfer: 1
    Anzahl Schnabelkerfe: 0
    Anzahl Heuschrecken: 0

    Hautflügler, z.B. Wildbienen

    Bärtige Sandbiene
    (Andrena barbilabris)
    Bärtige Sandbiene, Andrena barbilabrisBärtige Sandbiene
    (Andrena barbilabris)

    © James Lindsey at Ecology of Commanster, Wikimedia Commons
    Flaum-Sandbiene
    (Andrena nitida)
    Flaum-Sandbiene, Andrena nitidaFlaum-Sandbiene
    (Andrena nitida)

    © Aiwok, Wikimedia Commons
    Goldbeinige Sandbiene
    (Andrena chrysosceles)
    Goldbeinige Sandbiene, Andrena chrysoscelesGoldbeinige Sandbiene
    (Andrena chrysosceles)

    © Dick Belgers, Wikimedia Commons
    Rote Ehrenpreis-Sandbiene
    (Andrena labiata)
    Rote Ehrenpreis-Sandbiene, Andrena labiataRote Ehrenpreis-Sandbiene
    (Andrena labiata)

    © Dick Belgers, Wikimedia Commons
    Rotfransen-Erdbiene
    (Andrena haemorrhoa)
    Rotfransen-Erdbiene, Andrena haemorrhoaRotfransen-Erdbiene
    (Andrena haemorrhoa)
    Schottische Erdbiene
    (Andrena scotica)
    Schottische Erdbiene, Andrena scoticaSchottische Erdbiene
    (Andrena scotica)

    © gailhampshire, Wikimedia Commons
    Vierbindige Furchenbiene
    (Halictus quadricinctus)
    Vierbindige Furchenbiene, Halictus quadricinctusVierbindige Furchenbiene
    (Halictus quadricinctus)

    © Gideon Pisanty (Gidip), Wikimedia Commons

    Schmetterlinge

    Baum-Weißling
    (Aporia crataegi)
    Baum-Weißling, Aporia crataegiBaum-Weißling
    (Aporia crataegi)

    © Kurt Kulac, Wikimedia Commons
    Brauner Bär
    (Arctia caja)
    Brauner Bär, Arctia cajaBrauner Bär
    (Arctia caja)

    © jp HAmon, Wikimedia Commons
    Distelfalter
    (Vanessa cardui)
    Distelfalter, Vanessa carduiDistelfalter
    (Vanessa cardui)
    Faulbaum-Bläuling
    (Celastrina argiolus)
    Faulbaum-Bläuling, Celastrina argiolusFaulbaum-Bläuling
    (Celastrina argiolus)

    © Andreas Eichler, Wikimedia Commons
    Grüner Zipfelfalter
    (Callophrys rubi)
    Grüner Zipfelfalter, Callophrys rubiGrüner Zipfelfalter
    (Callophrys rubi)

    © Harald Süpfle, Wikimedia Commons
    Schlehenspanner
    (Angerona prunaria)
    Schlehenspanner, Angerona prunariaSchlehenspanner
    (Angerona prunaria)

    © Patrick Clement, Wikimedia Commons

    Käfer