Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 31.05.2020
Weiße Bindensandbiene (Andrena gravida)  
Weitere Bezeichnungen: Dicke Sandbiene, Schwere Sandbiene
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Andrenidae
Gattung: Sandbienen (Andrena)
Heimat: Europa, Asien
Vorkommen: Sehr häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Andrenidae

Andrenidae sind eine Bienenfamilie, deren Arten klein oder mittelgroß sind und zumeist solitär leben. Sie zählen zu den Bienen, die den an Blüten gesammelten, verklumpten Pollen an den Hinterbeinen transportieren (Beinsammler). Ihre Nester legen sie in der Regel im Boden an.

Sandbienen (Andrena)

Die Gattung Andrena umfasst über 1000 Arten, in Deutschland sind mehr als 100 Arten bekannt. Im Aussehen ähneln viele Sandbienenarten der Honigbiene. Sie zählen zu den Bienenarten, die Blütenpollen mit einer Haarbürste an ihren Beinen (Hinterschiene) einsammeln. Auffallend bei den Weibchen dieser Gattung ist eine samtartig behaarte flache Grube im Gesicht neben den Augen. Außerdem besitzen sie ein dichtes Haarbüschel am Schenkelring. Der Körper ist häufig durch eine dunkle, bei manchen Arten metallisch glänzende Grundfarbe gekennzeichnet.
Männliche Sandbienen schlüpfen etwas zeitiger im Frühjahr und versuchen möglichst schnell, Weibchen zu begatten. Nach der Paarung graben Weibchen bis zu 60 cm tiefe Gänge in den Boden oder nutzen bereits vorhandene Gänge. Das herausgetragene Erdreich wird in Form von kleinen Klümpchen neben den Eingängen angehäuft. Die Nester besitzen in der Regel zahlreiche Seitengänge, die in Brutzellen enden. Diese werden mit einem Nahrungsgemisch aus Pollen und Nektar befüllt sowie einem darauf abgelegtem Ei. Nach der Verpuppung schlüpfen die Imagines (geschlechtsreife Insekten) im Spätsommer, verbleiben jedoch den Winter über bis zum Frühjahr in den Brutzellen.

Weiße Bindensandbiene (Andrena gravida)

Die Weiße Bindensandbiene ist in Mittel- und Südeuropa in Höhen von bis zu 1100 Metern sowie in Teilen Russlands beheimatet. Sie lebt auf Wiesen, an Feld- und Waldrändern, in Weinbergen, auf Ruderalflächen oder in Parkanlagen.
Ihr Nest legt die Weiße Bindensandbiene an vegetationsarmen bzw. teils bewachsenen, ebenen Bodenstellen oder Böschungen an. Dort gräbt sie Hohlräume und lebt zumeist in kleinen Kolonien mit Artgenossen zusammen.
Die Flugzeit reicht von Ende März bis Ende Mai.
Bezug zu folgenden Pflanzen
Ähnliche Insektenarten / Bezug zu anderen Insektenarten

Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Merkmale

Weibchen erreichen eine Größe zwischen 12 und 14 mm, Männchen werden zwischen 10 und 13 mm groß. Die Grundfärbung des Körpers ist schwarz. Der Thorax ist rötlich-braun behaart. Die Behaarung im Gesicht auf dem Kopfschild sowie auf den Thoraxseiten ist weißlich-grau. Die Querbinden des Abdomens sind abstehend hell behaart, relativ breit und deutlich abgegrenzt.
Max. Größe (♀): 14 mm
Max. Größe (♂): 13 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Solitär lebend
Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In geneigtem Erdboden (z.B. in Böschungen) nistend
Die Weiße Bindensandbiene lebt polylektisch und hat keine Vorliebe für bestimmte Pflanzenfamilien.
Flugzeit: Mär - Mai

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