Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 24.11.2022
Mauer-Maskenbiene (Hylaeus hyalinatus)  
Weitere Bezeichnungen: Garten-Maskenbiene, Lamellen-Maskenbiene
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Colletidae
Gattung: Maskenbienen (Hylaeus)
Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Vorkommen: Häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Colletidae

Colletidae ist eine sehr ursprüngliche Familie der Wildbienen. Sie gehören zu den Solitärbienen. Einige Arten dieser Familie besitzen keine äußeren Pollensammeleinrichtungen. Sie sammeln den Pollen im Kropf und werden daher als Kropfsammler oder gelegentlich auch als Kropfbienen bezeichnet. Die Weibchen der anderen Arten dieser Familie sammeln den Pollen an den Hinterbeinen. Kennzeichnend für diese Familie ist die kurze, breite Zunge, die am Vorderende verbreitert und zweispaltig ist. Ein weiteres besonderes Merkmal dieser Bienenfamilie ist, dass die Bienen ihre Brutzellen pergamentartig auskleiden.

Maskenbienen (Hylaeus)

Maskenbienen gibt es weltweit, in Australien mit der höchsten Artenzahl. Ihren Gattungsnamen verdanken diese Wildbienen den weißen oder gelben Gesichtsflecken, die vor allem bei den männlichen Individuen deutlich zu erkennen sind. Ansonsten sind Maskenbienen nahezu komplett schwarz gefärbt und weisen, wenn überhaupt, nur eine sehr kurze und lockere Behaarung auf. Daher lassen sich die einzelnen Arten nur sehr schwer voneinander unterscheiden.
Ihre Nester legen Maskenbienen in vorhandenen Hohlräumen, in markhaltigen Pflanzenstängeln oder in Schilfgallen von Fliegen an. Der Pollen für den Nahrungsbrei der Larven wird verschluckt und im Kropf transportiert, da Maskenbienen keine äußeren Pollentransportorgane besitzen. Die Überwinterung erfolgt als Larve. Im folgenden Frühjahr verpuppen sie sich ohne Kokon.

Mauer-Maskenbiene (Hylaeus hyalinatus)

Die Mauer-Maskenbiene ist in Europa, in Nordafrika sowie in Teilen Asiens (z.B. Kaukasusgebiet, Kleinasien) beheimatet und lebt an Waldrändern, in Sand-, Kies- und Lehmgruben, auf Streuobstwiesen, auf Ruderalflächen oder auf Rasenflächen.
Ihr Nest legt sie in Hohlräumen z.B. in Wänden, in Mauerritzen oder in Mörtelfugen, in verlassenen Nestern anderer Wildbienenarten oder in Pflanzenstängeln an.
Die Flugzeit beginnt im Mai und endet im September (ein bis zwei Generationen).
Bezug zu folgenden Pflanzen

Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Merkmale

Die Mauer-Maskenbiene erreicht eine maximale Körperlänge von 6-7 mm. Der Körper ist überwiegend schwarz gefärbt. Das erste Tergit des Hinterleibs ist mit einer auffälligen weißen Haarbinde versehen. Das Gesicht ist durch weiß-gelbliche Flecken gekennzeichnet (Männchen: Clypeus, Stirnschildchen und Nebengesicht, Weibchen: Nebengesicht).
Max. Größe (♀): 7 mm
Max. Größe (♂): 7 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Solitär lebend, Bivoltin (zwei Generationen pro Jahr)
Nistplatz: In vertikalen Steilwänden (z.B. Lößwand) nistend, In markhaltigen Stängeln nistend, In (vorhandenen) Hohlräumen nistend
Die Mauer-Maskenbiene lebt polylektisch und ist nicht auf bestimmte Pflanzenarten beschränkt.
Flugzeit: Mai - Sep

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