Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 04.10.2021
Acker-Winde (Convólvulus arvénsis)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Feldwinde
Gattung: Convólvulus
Familie: Convolvuláceae (Windengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Sehr häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Acker-Winde ist in weiten Teilen Europas, im Mittelmeerraum sowie im westlichen Asien beheimatet. Sie wächst auf Feldern, auf Wiesen, auf Ruderalflächen sowie an Wegrändern und bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, humose, nährstoffreiche, basische Lehmböden in möglichst sonniger Lage. Sie zählt zu den Pionierpflanzen.

Erscheinung:
Die sich linkswindende Kletterpflanze wächst niederliegend oder kletternd, sofern sie Rankhilfen findet. Sie besitzt ein verzweigtes Wurzelsystem, aus dem sich weitläufig Sprosse bilden können, und eine bis zu 2 Meter tief reichende Pfahlwurzel. Ihr runder, längs geriefter Stängel ist teils rötlich überlaufen. Die wechselständig angeordneten, lang gestielten Laubblätter sind von dreieckiger Grundform und spießförmig. Der Blattrand ist glatt.

Blüte:
Die trichterförmigen, duftenden Blüten erscheinen einzeln entlang des Stängels aus den Blattachseln. Ihre fünf miteinander verwachsenen Kronblätter sind weißlich-rosa und nur etwa halb so groß wie die Kronblätter der Zaunwinde. Der fünfteilige Kelch ist teils schwach behaart. Die miteinander verwachsenen Kelchblätter sind am äußeren Rand abgerundet. Die Blüten öffnen sich nur für einen Tag. Bei schlechtem Wetter bleiben sie geschlossen. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten wie z.B. Wildbienen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Kapselfrüchte, die bis zu fünf braune Samen enthalten. Vegetativ vermehrt sich die Pflanze durch Ausläufer und Wurzelsprosse.


Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Kletterpflanze, Kriechpflanze
Wuchshöhe:max. 80 cm
Eigenschaften:Tiefwurzler
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht
 Basisch, Nährreich, Humos

Blüte:Jun - Sep
Blütengröße (BxHxT):ca. 2 x 2 x 1.5 cm
Blütenstand:Einzelblüte
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Mäßig / Mäßig
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
Fruchtform:Öffnungsfrucht: Kapselfrucht

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Stuhl-Verstopfung, Blähungen, Fieber

Die Wurzel der Pflanze wirkt abführend, Harn treibend und Fieber senkend.
Aus den Blättern und Blüten kann ein Tee zubereitet werden, der ebenfalls abführend wirkt, jedoch in abgeschwächter Intensität und zudem bei Blähungen hilft.
Die Acker-Winde enthält psychoaktive Alkaloide sowie Glycoside und ist schwach giftig. Sie sollte daher mit Vorsicht verwendet werden.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Wurzel, Blätter, Blüten

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Familie: Convolvuláceae (Windengewächse)

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 3
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 15
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 5
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Schmetterlinge

Ackerwinden-Bunteulchen
(Emmelia trabealis)
Ackerwinden-Bunteulchen, Emmelia trabealisAckerwinden-Bunteulchen
(Emmelia trabealis)
Dunkle Knötericheule
(Dypterygia scabriuscula)
Dunkle Knötericheule, Dypterygia scabriusculaDunkle Knötericheule
(Dypterygia scabriuscula)

© Patrick Clement, Wikimedia Commons
Windenschwärmer
(Agrius convolvuli)
Windenschwärmer, Agrius convolvuliWindenschwärmer
(Agrius convolvuli)

© Patrik Tschudin, Wikimedia Commons

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Dunkelgrüne Schmalbiene
(Lasioglossum morio)
Dunkelgrüne Schmalbiene, Lasioglossum morioDunkelgrüne Schmalbiene
(Lasioglossum morio)

© gailhampshire from Cradley, Malvern, U.K.
Feldweg-Schmalbiene
(Lasioglossum malachurum)
Feldweg-Schmalbiene, Lasioglossum malachurumFeldweg-Schmalbiene
(Lasioglossum malachurum)

© Gideon Pisanty, Wikimedia Commons
Flachzahn-Spiralhornbiene
(Systropha planidens)
Flachzahn-Spiralhornbiene, Systropha planidensFlachzahn-Spiralhornbiene
(Systropha planidens)

© Wofl, Wikimedia Commons
Gelbbindige Furchenbiene
(Halictus scabiosae)
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(Halictus scabiosae)
Gewöhnliche Goldfurchenbiene
(Halictus tumulorum)
Gewöhnliche Goldfurchenbiene, Halictus tumulorumGewöhnliche Goldfurchenbiene
(Halictus tumulorum)

© Aiwok, Wikimedia Commons
Goldglänzende Furchenbiene
(Halictus subauratus)
Goldglänzende Furchenbiene, Halictus subauratusGoldglänzende Furchenbiene
(Halictus subauratus)
Vierbindige Furchenbiene
(Halictus quadricinctus)
Vierbindige Furchenbiene, Halictus quadricinctusVierbindige Furchenbiene
(Halictus quadricinctus)

© Gideon Pisanty (Gidip), Wikimedia Commons
Weißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)
Weißbinden-Schmalbiene, Lasioglossum leucozoniumWeißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)

© USGS Native Bee Inventory and Monitoring Laboratory, Wikimedia Commons
Zottige Schmalbiene
(Lasioglossum villosulum)
Zottige Schmalbiene, Lasioglossum villosulumZottige Schmalbiene
(Lasioglossum villosulum)

© James Lindsey, Wikimedia Commons
Grashummel
(Bombus ruderarius)
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© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
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(Xylocopa violacea)
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Mauer-Maskenbiene
(Hylaeus hyalinatus)
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(Hylaeus hyalinatus)

© André van Dam, über Waarneming.nl, Wikimedia Commons
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© Dick Belgers, Wikimedia Commons
Gemeine Sandbiene
(Andrena flavipes)
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(Andrena bicolor)
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© Ramona Körner

Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen

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Zweiband-Wespenschwebfliege
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© Richard Bartz, Wikimedia Commons