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Letzte Änderung: 01.01.2022
Goldglänzende Furchenbiene (Halictus subauratus)  
Weitere Bezeichnungen: Dichtpunktierte Goldfurchenbiene
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)
Gattung: Furchenbienen (Halictus)
Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Vorkommen: Mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)

Halictidae ist eine Bienen-Familie, die weltweit mit über 4400 Arten vertreten ist. In den gemäßigten Zonen sind ihre Individuen häufig anzutreffen. Zu ihren Kennzeichen gehört, dass sie kurze Zungen und charakteristische Mundwerkzeuge besitzen. Teilweise werden sie auch als Schweißbienen bezeichnet, da einige kleinere Arten durch Schweiß angelockt werden.

Furchenbienen (Halictus)

In Europa gibt es etwa 85 Arten dieser Bienengattung. Furchenbienen legen ihre Nester zumeist in ebenem Boden an, manche Arten benutzen auch Böschungen oder in seltenen Fällen Steilwände. Die Nistgänge mit Tiefen von bis zu 60 cm werden selbst gegraben und enden in ovalen Zellen. Die Brutzellen werden mit einem wasserabweisenden Sekret ausgekleidet. Außerdem werden neben den Zellen Hohlräume geschaffen, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.
Die im Sommer erscheinenden Weibchen überwintern und legen im folgenden Jahr das Nest an. Alte Weibchen und Männchen sterben im Herbst. Die Paarung erfolgt im Sommer.
Furchenbienen sind überwiegend klein, schlank und durch eine bräunliche bis schwarze Grundfärbung gekennzeichnet. Erkennungsmerkmale der Gattung sind:
  • Alle Weibchen dieser Gattung besitzen eine charakteristische kahle Längsfurche in der Behaarung des letzten Hinterleibssegments.
  • Die Tergite des Hinterleibs sind im Unterschied zu den Schmalbienen (Lasioglossum) am Ende mit hellen Haarbinden versehen. Bei den Schmalbienen befinden sich die Haarbinden an der Basis der Tergite.
  • Die Vorderflügel besitzen eine auffällig gebogene Basalader sowie drei Cubitalzellen (die dritte deutlich kleiner als die erste und größer als die zweite).
  • Männchen besitzen einen langgestreckten und schmalen Körper sowie verhältnismäßig lange Fühler. Ihr Kopfschild (Clypeus) ist in der Regel durch einen hellen Bereich gekennzeichnet.

Goldglänzende Furchenbiene (Halictus subauratus)

Die Goldglänzende Furchenbiene ist in Europa, in Nordafrika sowie in Teilen Asiens beheimatet und lebt auf Magerrasen, auf Dämmen, in Sand- und Kiesgruben sowie auf Ruderalflächen. Ihr Nest legt sie an vegetationsarmen Stellen in ebenem oder leicht geneigtem Boden an, teils auch in Steilwänden. Sie lebt primitiv-eusozial.
Weibchen, die überwintert haben, erscheinen ab April und erzeugen eine erste Brut, die aus Arbeiterinnen besteht. Geschlechtsreife Individuen erscheinen ab Juli. Die Flugzeit endet im September.
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Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Merkmale

Die Goldglänzende Furchenbiene erreicht eine maximale Körperlänge von 7-8 mm. Ihr Kopf und Thorax sind grünlich-golden metallisch schimmernd und gelblich rot behaart. Das Mesonotum ist fein und dicht punktiert. Die Tergite sind häufig gelblich-gold oder auch grünlich schimmernd und zeichnen sich durch cremefarbene Endbinden aus. Der Clypeus ist vorstehend und bei den Männchen gelblich gezeichnet.
Max. Größe (♀): 8 mm
Max. Größe (♂): 8 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Solitär lebend, Primitiv-Eusozial lebend
Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In geneigtem Erdboden (z.B. in Böschungen) nistend, In vertikalen Steilwänden (z.B. Lößwand) nistend
Die Goldglänzende Furchenbiene lebt polylektisch und ist nicht auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert.
Flugzeit: Apr - Sep

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