Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 20.05.2024
Sand-Thymian (Thýmus serpýllum)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Feld-Thymian, Quendel, Feldkümmel
Gattung: Thýmus
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Selten


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Sand-Thymian ist in Mittel-, Ost- und Nordeuropa beheimatet und wächst auf Trockenrasen, in Wäldern oder auf Dünen. Die Pflanze bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, durchlässige, kalkarme, sandig-steinige Böden in warmer und sonniger Lage.

Erscheinung:
Die sich teppichartig ausbreitende Pflanze bildet flaumig behaarte Stängel. Die Laubblätter sind länglich schmal bis elliptisch geformt, ganzrandig und kurz gestielt oder am Stängel sitzend. Die Pflanze verströmt einen würzigen Geruch.

Blüte:
Die Lippenblüten erscheinen in quirligen Blütenständen. Sie sind rosa bis violett gefärbt. Die Blüten sind eine beliebte Nahrungsquelle für Insekten wie z.B. Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung werden eiförmige Nüsschen gebildet. Vegetativ kann die Pflanze durch Teilung oder im Frühsommer durch Kopfstecklinge vermehrt werden.

Verwendung der Pflanze

In Gärten kann der Sand-Thymian als Bodendecker verwendet werden.
In der Küche kann die Pflanze zum Würzen von Gemüse wie z.B. Kartoffeln oder von Salaten genutzt werden. Wenn die Pflanze getrocknet werden soll, sollte sie möglichst kurz vor oder während der Blüte und um die Mittagszeit herum geerntet werden.

  • 1 / 1

    Ecosia-Bildersuche

    Typ der Pflanze:Halbstrauch
    Wuchsform:Kriechpflanze
    Wuchshöhe:max. 10 cm
    Eigenschaften:Immergrün
     Essbar
     Heilpflanze
     Dachbegrünung
     Bienen-/Hummel-Weide
     Schmetterlings-Weide

    Licht-Verhältnisse:Sonnig
    Boden:Trocken, Mäßig feucht
     Mager

    Blüte: Jun - Aug
    Blütenstand:Dolde
    Blütenform:Zygomorph
    Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
    Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Sep
    Fruchttyp:Schließfrucht: Nuss

    Blattform:Länglich schmal, Eiförmig, Elliptisch
    Blattrand:Glatt, Ganzrandig
    Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

    Heilwirkungen der Pflanze

    Stichwörter:
    Magenbeschwerden, Blähungen, Darmbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Wund-Infektion, Atemwegs-Beschwerden, Asthma, Bronchitis, Heiserkeit, Erkältung, Husten, Schlafstörungen, Erregungszustände, Nervosität, Prellung, Quetschung, Menstruations-Störungen, Entzündung, Verkrampfung

    Die Pflanze wirkt Schleim lösend, antibakteriell, entzündungshemmend, entkrampfend, Blut stillend und Schweiß treibend. Sie kann bei Erkrankungen der Atmungsorgane (z.B. Husten, Reizhusten, Bronchitis, Asthma) und bei einer Erkältung helfen. Außerdem regt sie die Verdauung an und hilft bei Magen-Darm-Beschwerden wie z.B. Blähungen und Sodbrennen. Aufgrund seiner beruhigenden Wirkung kann der Sand-Thymian auch bei Einschlafproblemen, Beschwerden des Nervensystems oder Epilepsie genutzt werden.
    Äußerlich kann die Pflanze als Tinktur angewendet werden. Sie hilft bei Wunden, Quetschungen und Prellungen sowie bei Hautentzündungen.
    Während der Schwangerschaft sollte auf die Verwendung der Pflanze weitestgehend verzichtet werden.

    Anwendung
    Verwendbare Pflanzenteile:
    Blätter, Blüten

    Für eine Tee-Zubereitung das Kraut mit heißem Wasser übergießen und 5-7 Minuten ziehen lassen, danach abseihen.

    Pflanzen-Inhaltsstoffe


    Sonstige Inhaltsstoffe
    Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe


    Nutzen für folgende Insektenarten

    Anzahl Schmetterlinge: 4
    Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 10
    Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
    Anzahl Käfer: 0
    Anzahl Schnabelkerfe: 0
    Anzahl Heuschrecken: 0

    Hautflügler, z.B. Wildbienen

    Auen-Blutbiene
    (Sphecodes albilabris)
    Auen-Blutbiene, Sphecodes albilabrisAuen-Blutbiene
    (Sphecodes albilabris)
    Braunfühler-Schmalbiene
    (Lasioglossum fulvicorne)
    Braunfühler-Schmalbiene, Lasioglossum fulvicorneBraunfühler-Schmalbiene
    (Lasioglossum fulvicorne)

    © James Lindsey, Wikimedia Commons
    Dunkelgrüne Schmalbiene
    (Lasioglossum morio)
    Dunkelgrüne Schmalbiene, Lasioglossum morioDunkelgrüne Schmalbiene
    (Lasioglossum morio)

    © gailhampshire from Cradley, Malvern, U.K.
    Gewöhnliche Goldfurchenbiene
    (Halictus tumulorum)
    Gewöhnliche Goldfurchenbiene, Halictus tumulorumGewöhnliche Goldfurchenbiene
    (Halictus tumulorum)

    © Aiwok, Wikimedia Commons
    Goldglänzende Furchenbiene
    (Halictus subauratus)
    Goldglänzende Furchenbiene, Halictus subauratusGoldglänzende Furchenbiene
    (Halictus subauratus)
    Dünen-Blattschneiderbiene
    (Megachile leachella)
    Dünen-Blattschneiderbiene, Megachile leachellaDünen-Blattschneiderbiene
    (Megachile leachella)

    © Luc Verhelst, Wikimedia Commons
    Dunkle Zweizahnbiene
    (Dioxys tridentata)
    Dunkle Zweizahnbiene, Dioxys tridentataDunkle Zweizahnbiene
    (Dioxys tridentata)

    © Andreas Müller, Entomologie/Botanik, ETH Zürich
    Erzfarbene Sandbiene
    (Andrena nigroaenea)
    Erzfarbene Sandbiene, Andrena nigroaeneaErzfarbene Sandbiene
    (Andrena nigroaenea)

    © gailhampshire, Wikimedia Commons
    Sandgängerbiene
    (Ammobates punctatus)
    Sandgängerbiene, Ammobates punctatusSandgängerbiene
    (Ammobates punctatus)

    © Andreas Müller, Entomologie/Botanik, ETH Zürich
    Steppenglanzbiene
    (Ammobatoides abdominalis)
    Steppenglanzbiene, Ammobatoides abdominalisSteppenglanzbiene
    (Ammobatoides abdominalis)

    © Albert Krebs, Entomologie/Botanik, ETH Zürich

    Schmetterlinge

    Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter
    (Thymelicus sylvestris)
    Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter, Thymelicus sylvestrisBraunkolbiger Braun-Dickkopffalter
    (Thymelicus sylvestris)

    © Aiwok, Wikimedia Commons
    Brauner Feuerfalter
    (Lycaena tityrus)
    Brauner Feuerfalter, Lycaena tityrusBrauner Feuerfalter
    (Lycaena tityrus)
    Großer Wundklee-Bläuling
    (Polyommatus dorylas)
    Großer Wundklee-Bläuling, Polyommatus dorylasGroßer Wundklee-Bläuling
    (Polyommatus dorylas)

    © www.invertebradosdehuesca.com, Wikimedia Commons
    Rotbraunes Ochsenauge
    (Pyronia tithonus)
    Rotbraunes Ochsenauge, Pyronia tithonusRotbraunes Ochsenauge
    (Pyronia tithonus)

    © Lancellin, Wikimedia Commons