Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 21.02.2021
Gewöhnliches Ferkelkraut (Hypochaeris radicáta)Zur Druckansicht
Gattung: Hypochaeris
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Das Gewöhnliche Ferkelkraut ist in Europa, in Nordafrika sowie im westlichen Asien beheimatet. Es ist jedoch auf der gesamten Nordhalbkugel zu finden. Die Pflanze wächst auf Magerwiesen, auf Weiden oder an Waldrändern und bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, eher kalkarme, sandige Lehmböden in warmer und möglichst sonniger Lage.

Erscheinung:
Die krautig wachsende Pflanze wächst rosettenartig und führt Milchsaft. Ihre Pfahlwurzel reicht tief ins Erdreich und dient als Überdauerungsorgan. Der längs gerillte Stängel ist bläulich-grün gefärbt und zumeist verzweigt. Die grundständigen, häufig am Boden liegenden Laubblätter sind länglich schmal bis elliptisch geformt und teils borstig behaart. Der Blattrand ist buchtig gezähnt bis fiederspaltig.

Blüte:
Die Blüten erscheinen als Körbchen am Ende von zumeist verzweigten Stängeln in Schirmtraubenform. Die Körbchen enthalten ausschließlich gelbe Zungenblüten und sind von länglich schmalen, teils borstig behaarten Hüllblättern umgeben. Die Blüten sind nur Vormittags und bei sonnigem Wetter geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Wildbienen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Achänen. Diese sind lang geschnäbelt und in doppelter Reihe angeordnet. Lediglich die inneren Früchte sind mit gefiedertem Pappus versehen. Die Verbreitung erfolgt durch den Wind.

Verwendung der Pflanze

Die im Frühjahr gesammelten Blätter sowie die Knospen und Blüten sind essbar und mild im Geschmack.

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Rosettenartig
Wuchshöhe:max. 70 cm
Eigenschaften:Essbar
 Tiefwurzler
 Bienen-/Hummel-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Basisch

Blüte:Jun - Okt
Blütenstand:Dolden-Traube, Körbchen
Pollen / Nektar:Mäßig / Mäßig
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne

Blattform:Länglich schmal, Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Gezähnt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 0
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 20
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 2
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Acker-Schmalbiene
(Lasioglossum pauxillum)
Acker-Schmalbiene, Lasioglossum pauxillumAcker-Schmalbiene
(Lasioglossum pauxillum)

© Dick Belgers, Wikimedia Commons
Feldweg-Schmalbiene
(Lasioglossum malachurum)
Feldweg-Schmalbiene, Lasioglossum malachurumFeldweg-Schmalbiene
(Lasioglossum malachurum)

© Gideon Pisanty, Wikimedia Commons
Gelbbindige Furchenbiene
(Halictus scabiosae)
Gelbbindige Furchenbiene, Halictus scabiosaeGelbbindige Furchenbiene
(Halictus scabiosae)
Gewöhnliche Goldfurchenbiene
(Halictus tumulorum)
Gewöhnliche Goldfurchenbiene, Halictus tumulorumGewöhnliche Goldfurchenbiene
(Halictus tumulorum)

© Aiwok, Wikimedia Commons
Goldglänzende Furchenbiene
(Halictus subauratus)
Goldglänzende Furchenbiene, Halictus subauratusGoldglänzende Furchenbiene
(Halictus subauratus)
Rotbeinige Furchenbiene
(Halictus rubicundus)
Rotbeinige Furchenbiene, Halictus rubicundusRotbeinige Furchenbiene
(Halictus rubicundus)

© Teppo Mutanen, Wikimedia Commons
Gemeine Furchenbiene
(Lasioglossum calceatum)
Gemeine Furchenbiene, Lasioglossum calceatumGemeine Furchenbiene
(Lasioglossum calceatum)

© gailhampshire, Wikimedia Commons
Vierbindige Furchenbiene
(Halictus quadricinctus)
Vierbindige Furchenbiene, Halictus quadricinctusVierbindige Furchenbiene
(Halictus quadricinctus)

© Gideon Pisanty (Gidip), Wikimedia Commons
Weißbeinige Schmalbiene
(Lasioglossum albipes)
Kein Bild verfügbar
Weißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)
Weißbinden-Schmalbiene, Lasioglossum leucozoniumWeißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)

© USGS Native Bee Inventory and Monitoring Laboratory, Wikimedia Commons
Zottige Schmalbiene
(Lasioglossum villosulum)
Zottige Schmalbiene, Lasioglossum villosulumZottige Schmalbiene
(Lasioglossum villosulum)

© James Lindsey, Wikimedia Commons
Bärtige Sandbiene
(Andrena Barbilabris)
Bärtige Sandbiene, Andrena BarbilabrisBärtige Sandbiene
(Andrena Barbilabris)

© James Lindsey at Ecology of Commanster, Wikimedia Commons
Gewöhnliche Dörnchensandbiene
(Andrena humilis)
Gewöhnliche Dörnchensandbiene, Andrena humilisGewöhnliche Dörnchensandbiene
(Andrena humilis)

© Dick Belgers, Wikimedia Commons
Rote Ehrenpreis-Sandbiene
(Andrena labiata)
Rote Ehrenpreis-Sandbiene, Andrena labiataRote Ehrenpreis-Sandbiene
(Andrena labiata)

© Dick Belgers, Wikimedia Commons
Gemeine Sandbiene
(Andrena flavipes)
Gemeine Sandbiene, Andrena flavipesGemeine Sandbiene
(Andrena flavipes)

© Fritz Geller-Grimm, Wikimedia Commons
Stumpfzähnige Zottelbiene
(Panurgus calcaratus)
Stumpfzähnige Zottelbiene, Panurgus calcaratusStumpfzähnige Zottelbiene
(Panurgus calcaratus)
Zweifarbige Sandbiene
(Andrena bicolor)
Zweifarbige Sandbiene, Andrena bicolorZweifarbige Sandbiene
(Andrena bicolor)

© Ramona Körner
Braunbürstige Hosenbiene
(Dasypoda hirtipes)
Braunbürstige Hosenbiene, Dasypoda hirtipesBraunbürstige Hosenbiene
(Dasypoda hirtipes)
Dünen-Pelzbiene
(Anthophora bimaculata)
Dünen-Pelzbiene, Anthophora bimaculataDünen-Pelzbiene
(Anthophora bimaculata)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
Gemeine Löcherbiene
(Heriades truncorum)
Gemeine Löcherbiene, Heriades truncorumGemeine Löcherbiene
(Heriades truncorum)

© Gideon Pisanty (Gidip), Wikimedia Commons

Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen

Gemeine Feldschwebfliege
(Eupeodes corollae)
Gemeine Feldschwebfliege, Eupeodes corollaeGemeine Feldschwebfliege
(Eupeodes corollae)
Gemeine Narzissenschwebfliege
(Merodon equestris)
Gemeine Narzissenschwebfliege, Merodon equestrisGemeine Narzissenschwebfliege
(Merodon equestris)

© Sandy Rae, Wikimedia Commons