Smagy — Das Pflanzen-Portal zum Mitmachen

Letzte Änderung: 17.05.2018
Gewöhnliches Ferkelkraut (Hypochaeris radicáta)Zur Druckansicht
Gattung: Hypochaeris
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Das Gewöhnliche Ferkelkraut ist in Europa, in Nordafrika sowie im westlichen Asien beheimatet. Es ist jedoch auf der gesamten Nordhalbkugel zu finden. Die Pflanze wächst auf Magerwiesen, auf Weiden oder an Waldrändern und bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, eher kalkarme, sandige Lehmböden in warmer und möglichst sonniger Lage.

Erscheinung:
Die krautig wachsende Pflanze wächst rosettenartig und führt Milchsaft. Ihre Pfahlwurzel reicht tief ins Erdreich und dient als Überdauerungsorgan. Der längs gerillte Stängel ist bläulich-grün gefärbt und zumeist verzweigt. Die grundständigen, häufig am Boden liegenden Laubblätter sind länglich schmal bis elliptisch geformt und teils borstig behaart. Der Blattrand ist buchtig gezähnt bis fiederspaltig.

Blüte:
Die Blüten erscheinen als Körbchen am Ende von zumeist verzweigten Stängeln in Schirmtraubenform. Die Körbchen enthalten ausschließlich gelbe Zungenblüten und sind von länglich schmalen, teils borstig behaarten Hüllblättern umgeben. Die Blüten sind nur Vormittags und bei sonnigem Wetter geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Wildbienen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Achänen. Diese sind lang geschnäbelt und in doppelter Reihe angeordnet. Lediglich die inneren Früchte sind mit gefiedertem Pappus versehen. Die Verbreitung erfolgt durch den Wind.

Verwendung der Pflanze

Die im Frühjahr gesammelten Blätter sowie die Knospen und Blüten sind essbar und mild im Geschmack.

Gewöhnliches Ferkelkraut, , Hypochaeris radicata

Bild: © John Tann from Sydney, Australia, Wikimedia Commons

Ecosia-Bildersuche

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Rosettenartig
Wuchshöhe:max. 70 cm
Eigenschaften:Essbar
 Tiefwurzler
 Bienen-/Hummel-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Basisch

Blüte:Jun - Okt
Blütenstand:Dolden-Traube, Körbchen
Pollen / Nektar:Mäßig / Mäßig
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne

Blattform:Länglich schmal, Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Gezähnt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Gelbbindige Furchenbiene
(Halictus scabiosae)
Gelbbindige Furchenbiene, Halictus scabiosaeGelbbindige Furchenbiene
(Halictus scabiosae)

© Alvesgaspar, Wikimedia Commons
Sporn-Zottelbiene
(Panurgus calcaratus)
Sporn-Zottelbiene, Panurgus calcaratusSporn-Zottelbiene
(Panurgus calcaratus)

© gbohne from Berlin, Germany, Wikimedia Commons