Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 26.11.2021
Echter Spinat (Spinácia olerácea)Zur Druckansicht
Gattung: Spinácia
Familie: Chenopodiáceae (Gänsefußgewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Echte Spinat ist eine Kulturpflanze, die ursprünglich vermutlich aus Südwestasien stammt. Die Pflanze wächst bevorzugt auf humosen, tiefgründigen, durchlässigen Böden in halbschattiger bis sonniger Lage. Spinat trägt zur Auflockerung der Bodenstruktur bei.

Erscheinung:
Die Pflanze besitzt eine Pfahlwurzel, die bis zu 1,40 Meter in den Boden reichen kann. Sie bildet einen aufrechten Stängel, der in der Regel nicht verzweigt ist. Die Laubblätter sind lang gestielt und wechselständig angeordnet. Sie wachsen zunächst rosettenartig. Zum oberen Bereich der Pflanze hin werden die Blätter kleiner und sitzen am Stängel.

Blüte:
Spinat gehört zu den Langtagpflanzen. Erst wenn die Tageslichtzeit eine bestimmte Grenze überschritten hat, werden Blüten gebildet. Spinat ist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die knäueligen männlichen Blüten wachsen in endständigen, scheinährigen Gesamtblütenständen. Die weiblichen Blüten wachsen aus den Blattachseln. Ihr Fruchtknoten trägt lange, fadenförmige Narben.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich kleine abgeflachte Früchte, die von verhärteten, rundlich-eiförmigen Vorblättern umgeben sind. Diese können spitze Anhängsel besitzen, die das Anhaften an Tieren und dadurch die Verbreitung erleichtern.

Wissenswertes

Spinat dient Raupen von zahlreichen Schmetterlingsarten als Nahrung.

Verwendung der Pflanze

Junge Spinatblätter können roh als Salatzutat gegessen werden. In der Regel wird Spinat jedoch gekocht als Gemüse verzehrt. Die Stängel und dicke Blattrippen sollten aufgrund des hohen Nitratgehaltes nicht verwendet werden.
Auch die Samen können roh, gekocht oder in gekeimter Form als Sprossen gegessen werden.
Spinat wird häufig auch als grüner Lebensmittelfarbstoff eingesetzt.

Typ der Pflanze:Ein-Jährig
Wuchsform:Rosettenartig
Wuchshöhe:max. 100 cm
Eigenschaften:Immergrün
 Essbar
 Tiefwurzler
 Heilpflanze
 Schmetterlings-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Humos

Aussaat:Mär - Mai
Blüte:Jun - Sep
Geschlecht:Ein-Geschlechtig, Zwei-Häusig
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

Pflanzen-Anbau

Anbau-Typ: Direktsaat, Voranzucht, Pflanzung
Zehrer-Typ: Schwachzehrer
Saattiefe: ca. 2.0 cm
Pflanzen-Abstand: 10 cm, Pflanzen/m²: 100
Ertrag/m²: 1.00 kg

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Voranzucht
Aussaat
Pflanzung
Wachstum
Ernte

Anmerkungen

Spinat gedeiht am besten in humosen, tiefgründigen und durchlässigen Böden an einem sonnigen oder halbschattigen Standort. Er ist eine sehr gute Vor- und Nachkultur für anderes Gemüse. Die Kulturdauer beträgt etwa 10-12 Wochen.

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Herzinfarkt, Anämie, Erhöhter Cholesterinspiegel, Blähungen, Entzündung, Abwehrschwäche, Schlaganfall-Vorbeugung

Spinat tut den Muskeln gut, da das Gemüse die Mitochondrien in den Muskelzellen nährt. Und das wiederum hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem, den Blutdruck und den Zellstoffwechsel. Außerdem senkt Spinat den Cholesterinspiegel, stärkt das Herz-Kreislaufsystem und schützt vor Schlaganfall und Herzinfarkt. Spinat hilft zudem bei Blähungen und wirkt entzündungshemmend und Wasser treibend. Die Samen gelten als Abführmittel.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin A (Retinal, Retinol, Retinsäuren)0.7 mgØ 0.431 mg0.9 mg
Vitamin B1 (Thiamin)0.08 mgØ 0.165 mg1.2 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.16 mgØ 0.102 mg1.5 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)0.17 mgØ 0.46 mg6 mg
Vitamin B6 (Pyridoxin)0.13 mgØ 0.188 mg1.7 mg
Vitamin B7 (Biotin)2 µgØ 5.147 µg60 µg
Vitamin B9 (Folsäure)19 µgØ 39.332 µg200 µg
Vitamin C (Ascorbinsäure)29 mgØ 59.908 mg100 mg

Mineralstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Calcium126 mgØ 59.235 mg1000 mg
Eisen2.9 mgØ 2.311 mg13 mg
Kalium0.324 gØ 0.343 g3 g
Magnesium46 mgØ 56.051 mg350 mg
Natrium46 mgØ 15.273 mg2000 mg
Phosphor41 mgØ 114.339 mg800 mg
Zink0.25 mgØ 0.881 mg13 mg

Weitere Vitalstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Proteine2.4 gØ 5.223 g55 g
Kohlenhydrate0.5 gØ 16.812 g300 g
Ballaststoffe2 gØ 4.591 g30 g



Harmonie mit anderen Pflanzen:
Kopf-Salat
(Lactúca satíva var. capitáta)
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Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Schwarzer Rettich
(Ráphanus satívus var. níger)
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Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)

© Goldlocki, Wikimedia Commons
Kohlrabi
(Brássica olerácea var. gongylódes)
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Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)

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Garten-Kresse
(Lepídium satívum)
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Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)

© Corinna John, Wikimedia Commons
Radieschen
(Ráphanus satívus var. satívus)
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Gurke
(Cúcumis satívus)
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Familie: Cucurbitáceae (Kürbisgewächse)
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(Cucúrbita pépo convar. giromontiina)
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Familie: Cucurbitáceae (Kürbisgewächse)
Zuckererbse
(Písum satívum convar. axíphium)
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Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Buschbohne
(Phaséolus vulgáris var. nánus)
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Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Stangenbohne
(Phaséolus vulgáris var. vulgáris)
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Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Porree
(Állium pórrum)
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Familie: Liliáceae (Liliengewächse)

© BotBln, Wikimedia Commons
Zwiebel
(Állium cépa)
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Gemeiner Rhabarber
(Rhéum rhapónticum)
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Familie: Polygonáceae (Knöterichgewächse)
Garten-Erdbeere
(Fragária ananássa)
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Familie: Rosáceae (Rosengewächse)
Aubergine
(Solánum melóngena)
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Familie: Solanáceae (Nachtschattengewächse)

© Ranjith Siji, Wikimedia Commons
Kultur-Tomate
(Lycopérsicon esculéntum var. esculéntum)
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Familie: Solanáceae (Nachtschattengewächse)
Kartoffel
(Solánum tuberósum)
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Familie: Solanáceae (Nachtschattengewächse)
Knollen-Sellerie
(Ápium gravéolens var. rapáceum)
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Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)

© Rasbak, Wikimedia Commons
Mohrrübe
(Daucus caróta ssp. satívus)
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Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)
Echter Pastinak
(Pastináca satíva)
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(Pastináca satíva)
Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)