Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 26.11.2021
Gurke (Cúcumis satívus)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Einlege-Gurke, Salat-Gurke
Gattung: Cúcumis
Familie: Cucurbitáceae (Kürbisgewächse)
Klimazone(n): Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Wildform der Gurke (Cucumis sativus var. hardwickii) stammt vermutlich aus Indien. Ihre Kulturformen werden heute weltweit angebaut. Die Pflanze wächst bevorzugt auf frischen, nährstoffreichen, humosen, lockeren Böden in warmer, sonniger und windgeschützter Lage. Ein Austrocknen des Bodens sollte vermieden werden. Die Pflanze verträgt keinen Frost.

Erscheinung:
Gurken wachsen niederliegend und kletternd. Sie können bis zu vier Meter in die Länge bzw. Höhe wachsen. Die gesamte Pflanze ist borstig-steif behaart. Die gestielten Blätter sind am Blattgrund herzförmig. Der Blattrand ist fein gezähnt. Aus den Blattachseln wachsen gerollte Ranken.

Blüte:
Die Ursprungsform der Gurke ist getrenntgeschlechtig einhäusig. Die männlichen Blüten wachsen aus den Blattachseln. Die weiblichen Blüten stehen einzeln, zumeist verstreut an einzelnen Knoten. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich innerhalb weniger Wochen die Gurken. Je nach Sorte können die Gurken kurz oder lang, gerade oder gekrümmt, eine höckrig-warzige oder glatte Oberfläche besitzen und grün, gelb oder weiß sein. Bei der Frucht handelt es sich um eine Sonderform der Beere - eine Panzerbeere. Die Früchte haben in der Regel drei Fruchtfächer, die jeweils zweiteilig sind und zahlreiche kleine, weiße, flache Samen enthalten. Reife Früchte sind zumeist gelb gefärbt.

Verwendung der Pflanze

Gurken werden in der Regel vor der Reife geerntet, wenn sie noch grün sind. Sie können roh als Salatbeilage oder als Essig- oder Salzgurken eingelegt werden. Sogenannte "Schälgurken" werden nur im reifen Zustand geerntet. Nachdem sie geschält, entkernt und klein geschnitten wurden, können sie zu Senfgurken verarbeitet werden.

Typ der Pflanze:Ein-Jährig
Wuchsform:Kletterpflanze, Kriechpflanze
Wuchshöhe:max. 3.5 m
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Insb. Honigbienen-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Mäßig feucht, Feucht
 Nährreich, Humos

Aussaat:Apr - Mai
Blüte:Jun - Aug
Blütenstand:Einzelblüte
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Mäßig / Viel
Geschlecht:Ein-Geschlechtig, Ein-Häusig
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Aug
Fruchtform:Schließfrucht: Beere

Blattform:Herzförmig
Blattrand:Gezähnt
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven

Pflanzen-Anbau

Anbau-Typ: Direktsaat, Voranzucht, Pflanzung
Zehrer-Typ: Starkzehrer
Saattiefe: ca. 3.0 cm
Pflanzen-Abstand: 50 cm, Pflanzen/m²: 2
Ertrag/Pflanze: 2.00 kg
Ertrag/m²: 4.00 kg

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Voranzucht
Aussaat
Pflanzung
Wachstum
Ernte

Anmerkungen

Der Standort sollte möglichst warm, sonnig und windgeschützt sein. Die Pflanze verträgt keinen Frost. Die optimale Keimtemperatur beträgt 20 Grad. Während des Wachstums benötigt die Pflanze ausreichend Wasser (allerdings keine Staunässe). Die Kulturdauer beträgt 12-14 Wochen. Etwa 2 Wochen nach der Blüte ist der Erntezeitpunkt. Da Gurken nicht selbstverträglich sind, sollte eine Anbaupause von 4 Jahren eingehalten werden.

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Nieren-Beschwerden, Akne, Schuppenflechte, Furunkel, Wund-Infektion, Haut-Verbrennung, Sonnenbrand, Verschlackung, Diabetes

Gurken wirken entschlackend und Wasser treibend und helfen bei Nierenkrankheiten. Sie senken zudem den Blutzuckerspiegel und sind daher besonders für Diabetiker empfehlenswert.
Äußerlich angewendet können Gurken in Scheiben geschnitten und auf die Haut gelegt werden. Sie wirken dann erfrischend und helfen bei Brandwunden, Sonnenbrand, Geschwüren, schlecht heilenden Wunden und sonstigen Hautkrankheiten.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin A (Retinal, Retinol, Retinsäuren)0.065 mgØ 0.431 mg0.9 mg
Vitamin B1 (Thiamin)0.02 mgØ 0.165 mg1.2 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.03 mgØ 0.102 mg1.5 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)0.24 mgØ 0.46 mg6 mg
Vitamin B6 (Pyridoxin)0.04 mgØ 0.188 mg1.7 mg
Vitamin B7 (Biotin)0.9 µgØ 5.147 µg60 µg
Vitamin B9 (Folsäure)20 µgØ 39.332 µg200 µg
Vitamin C (Ascorbinsäure)8 mgØ 59.908 mg100 mg
Vitamin E (Tocopherol)0.06 mgØ 2.73 mg12 mg

Mineralstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Calcium15 mgØ 59.235 mg1000 mg
Eisen0.5 mgØ 2.311 mg13 mg
Fluor0.02 mgØ 0.048 mg2.5 mg
Jod1.9 µgØ 3.559 µg200 µg
Kalium0.141 gØ 0.343 g3 g
Magnesium8 mgØ 56.051 mg350 mg
Natrium8.4 mgØ 15.273 mg2000 mg
Phosphor23 mgØ 114.339 mg800 mg
Selen1 µgØ 4.171 µg60 µg
Zink0.206 mgØ 0.881 mg13 mg

Weitere Vitalstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Proteine0.6 gØ 5.223 g55 g
Kohlenhydrate2.1 gØ 16.812 g300 g
Ballaststoffe0.54 gØ 4.591 g30 g



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Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 1
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 1
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Dunkle Erdhummel
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Schmetterlinge

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