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Letzte Änderung: 25.09.2018
Wiesen-Kerbel (Anthríscus sylvéstris)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Hasengras, Heustängel, Leiternkraut
Gattung: Anthríscus
Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Wiesen-Kerbel ist in Europa, in Nordafrika sowie in Teilen Asiens (Sibirien, Kaukasus) beheimatet und wächst auf Wiesen oder an Weg- und Waldrändern. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, tiefgründige, nährstoffreiche Böden in halbschattiger bis sonniger Lage.

Erscheinung:
Die krautig wachsende Pflanze gehört zu den Halbrosettenpflanzen und besitzt einen hohlen, längs gerillten, teils fein behaarten Stängel. Die Laubblätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und von dreieckiger Grundform. Die Fiederblättchen sind tief eingeschnitten bis grob gesägt.

Blüte:
Die Blüten erscheinen in doppeldoldigen Blütenständen. Sie besitzen fünf weiße, elliptisch geformte bis leicht herzförmige Kronblätter. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Käfer.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Doppelachänen, deren glatte Spaltfrüchte länglich schmal und schnabelförmig sind. Bei Reife sind die Früchte dunkelbraun glänzend gefärbt und öffnen sich am unteren Ende.

Wissenswertes

Wiesen-Kerbel wirkt phototoxisch und kann bei Berührung Hautreizungen verursachen.

Verwendung der Pflanze

Die Pflanze ist essbar und herb im Geschmack. Sie kann zum Würzen von Salat, Quark oder Suppen verwendet werden. Junge Blätter können als Gemüse zubereitet und verzehrt werden.
Der Wiesen-Kerbel ist eine Färberpflanze und kann zum Gelbfärben von Naturfasern wie z.B. Wolle oder Leinen verwendet werden.

Wiesen-Kerbel, Hasengras, Heustängel, Leiternkraut, Anthriscus sylvestris, Wiesenkerbel

Bild: © Qwert1234, Wikimedia Commons

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Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht, Rosettenartig
Wuchshöhe:max. 150 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Stickstoff-Zeiger
 Bienen-/Hummel-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Nährreich

Blüte:Apr - Aug
Blütenstand:Dolde, Zusammengesetzte Dolde
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Mäßig / Mäßig
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Sep
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne

Blattform:Zusammengesetzt: Gefiedert, Gefiedert
Blattrand:Gesägt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Augenentzündung, Schwindel-Zustände, Verdauungsbeschwerden, Verschlackung, Entzündung

Die Pflanze wirkt entzündungshemmend, Harn treibend und reinigend. Sie hilft zudem bei Verdauungsbeschwerden und Kreislaufproblemen.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Blätter, Blüten

Das blühende Kraut kann getrocknet und als Tee zubereitet werden.

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