Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 07.04.2021
Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Andrenidae
Gattung: Sandbienen (Andrena)
Heimat: Europa, Nord-Afrika / Orient
Vorkommen: Bestand bedroht
Gefährdung (Rote Liste): Gefährdet (3)

Allgemeine Informationen

Andrenidae

Andrenidae sind eine Bienenfamilie, deren Arten klein oder mittelgroß sind und zumeist solitär leben. Sie zählen zu den Bienen, die den an Blüten gesammelten, verklumpten Pollen an den Hinterbeinen transportieren (Beinsammler). Ihre Nester legen sie in der Regel im Boden an.

Sandbienen (Andrena)

Die Gattung Andrena umfasst über 1000 Arten, in Deutschland sind mehr als 100 Arten bekannt. Im Aussehen ähneln viele Sandbienenarten der Honigbiene. Sie zählen zu den Bienenarten, die Blütenpollen mit einer Haarbürste an ihren Beinen (Hinterschiene) einsammeln. Auffallend bei den Weibchen dieser Gattung ist eine samtartig behaarte flache Grube im Gesicht neben den Augen. Außerdem besitzen sie ein dichtes Haarbüschel am Schenkelring. Der Körper ist häufig durch eine dunkle, bei manchen Arten metallisch glänzende Grundfarbe gekennzeichnet. Die meisten Arten besitzen drei Cubitalzellen im Vorderflügel, wobei die erste am größten und die mittlere am kleinsten ist.
Männliche Sandbienen schlüpfen etwas zeitiger im Frühjahr und versuchen möglichst schnell, Weibchen zu begatten. Nach der Paarung graben Weibchen bis zu 60 cm tiefe Gänge in den Boden oder nutzen bereits vorhandene Gänge. Das herausgetragene Erdreich wird in Form von kleinen Klümpchen neben den Eingängen angehäuft. Die Nester besitzen in der Regel zahlreiche Seitengänge, die in Brutzellen enden. Diese werden mit einem Nahrungsgemisch aus Pollen und Nektar befüllt sowie einem darauf abgelegtem Ei. Nach der Verpuppung schlüpfen die Imagines (geschlechtsreife Insekten) im Spätsommer, verbleiben jedoch den Winter über bis zum Frühjahr in den Brutzellen.

Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana)

Die Knautien-Sandbiene ist die Wildbiene des Jahres 2017. Sie ist in Europa sowie im Mittelmeergebiet beheimatet und lebt auf Magerrasen, auf Wiesen, auf Weideflächen, an Waldrändern sowie an Böschungen.
Für ihr Nest bevorzugt die Knautien-Sandbiene vegetationsarme ebene oder leicht geneigte Bodenstellen. Dort gräbt sie Hohlräume, die aus einem Hauptgang und mehreren Seitengängen bestehen. Die Brutzellen befinden sich am Ende der Seitengänge in etwa 20 cm Tiefe. Der Nesteingang ist in der Regel eher unauffällig und kann unter Pflanzenblättern versteckt sein.
Die Flugzeit reicht von Mai bis August.
Bezug zu folgenden Pflanzen
Ähnliche Insektenarten / Bezug zu anderen Insektenarten

Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Merkmale

Weibchen und Männchen sind in etwa gleich groß (14-16 mm). Die Körperfärbung ist überwiegend schwarz. Die ersten beiden Tergite des Hinterleibs sind häufig orange-rot gefärbt. Bei Männchen kann der Hinterleib auch komplett schwarz sein. Die Tergite sind durch schmale, hell-behaarte Querbinden getrennt. Die schlankeren Männchen besitzen zudem ein weißes Kopfschild. Außerdem ist ihr Thorax bräunlich behaart.
Max. Größe (♀): 16 mm
Max. Größe (♂): 16 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Solitär lebend
Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In geneigtem Erdboden (z.B. in Böschungen) nistend
Die Knautien-Sandbiene lebt oligolektisch und ist auf Pflanzen der Familie der Kardengewächse spezialisiert.
Flugzeit: Mai - Aug

Bezug zu folgenden Pflanzen

Nickende Distel
(Cárduus nútans)
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Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Skabiosen-Flockenblume
(Centauréa scabiósa)
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Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Acker-Kratzdistel
(Círsium arvénse)
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Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Jakobs-Greiskraut
(Senécio jacobaea)
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Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Kleinköpfiger Pippau
(Crépis capilláris)
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Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Gewöhnlicher Teufelsabbiss
(Succísa praténsis)
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Familie: Dipsacáceae (Kardengewächse)

© Stefan.lefnaer, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-4.0
Tauben-Skabiose
(Scabiósa columbária)
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Familie: Dipsacáceae (Kardengewächse)

© David J. Stang, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-4.0
Wiesen-Witwenblume
(Knautia arvénsis)
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Familie: Dipsacáceae (Kardengewächse)
Gelbe Skabiose
(Scabiósa ochroleuca)
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Familie: Dipsacáceae (Kardengewächse)
Echtes Tausendgüldenkraut
(Centaurium erythraea)
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Familie: Gentianáceae (Enziangewächse)

© Olivier Pichard, Wikimedia Commons
Weißklee
(Trifólium répens)
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Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Wiesen-Bärenklau
(Heracléum sphondýlium)
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Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)

© Christian Fischer, Wikimedia Commons
Hecken-Kälberkropf
(Chaerophýllum témulum)
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(Chaerophýllum témulum)
Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)

© Philipendula, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0
Echter Pastinak
(Pastináca satíva)
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(Pastináca satíva)
Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)
Gewöhnlicher Giersch
(Aegopódium podagrária)
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(Aegopódium podagrária)
Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)

Ähnliche Insekten

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Kleine Skabiosen-Sandbiene
(Andrena marginata)
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