Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 15.07.2024
Tauben-Skabiose (Scabiósa columbária)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Tauben-Grindkraut
Gattung: Scabiósa
Familie: Dipsacáceae (Kardengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Bestand bedroht


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Tauben-Skabiose ist in Europa sowie in Teilen Asiens (z.B. Kaukasus-Region) beheimatet und wächst auf Magerrasen, an Wegrändern oder in Moorgebieten. Die Pflanze bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, durchlässige, tiefgründige, magere, humose, kalkhaltige Lehmböden in sonniger Lage.

Erscheinung:
Die krautig und horstartig wachsende Pflanze zählt zu den Halbrosettenpflanzen und besitzt ein Wurzelsystem, das bis zu 1,50 Meter tief ins Erdreich reicht. Die verzweigten, runden Stängel sind kahl, teils zerstreut rau behaart. Die gegenständig angeordneten Stängelblätter sind ein- bis zweifach gefiedert und behaart. Die grundständigen Blätter sind eher elliptisch geformt und deutlich kräftiger als die filigranen oberen Stängelblätter.

Blüte:
Die Blüten erscheinen in verzweigten, köpfchenförmigen Blütenständen. Die Einzelblüten besitzen fünf bläulich-violette Kronblätter, die zu einer Röhre miteinander verwachsen sind. Die äußeren Blüten sind deutlich größer als die inneren. Auch ihre Kronblätter vergrößern sich zum Rand hin. Der Außenkelch besteht aus schmalen, zugespitzten, behaarten Hüllblättern. Es gibt sowohl Pflanzen mit zwittrigen Blüten als auch rein weibliche Pflanzen. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Schmetterlinge und Bienen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich kugelförmige Fruchtstände, die zahlreiche Achänen mit schwarzen Kelchborsten enthalten. Vegetativ vermehrt sich die Pflanze durch Wurzelsprosse und kann im Frühjahr geteilt werden.

Wissenswertes

Die Fruchtstände der Pflanze dienen Vögeln als Nahrung.

Verwendung der Pflanze

Frische junge Blätter, die vor der Blütezeit gesammelt wurden, können als Salat gegessen werden.

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    Ecosia-Bildersuche

    Typ der Pflanze:Staude
    Wuchsform:Aufrecht, Kriechpflanze
    Wuchshöhe:max. 70 cm
    Eigenschaften:Essbar
     Tiefwurzler
     Heilpflanze
     Bienen-/Hummel-Weide
     Schmetterlings-Weide
     Vogel-Weide

    Licht-Verhältnisse:Sonnig
    Boden:Trocken, Mäßig feucht
     Basisch, Mager, Humos

    Aussaat:Mär - Apr
    Blüte: Jun - Okt
    Blütenstand:Körbchen, Dolde
    Blütenform:5 Kronblätter
    Pollen / Nektar:Mäßig / Mäßig
    Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
    Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
    Fruchttyp:Schließfrucht: Achäne

    Blattform:Eiförmig, Elliptisch, Zusammengesetzt: Gefiedert, Gefiedert
    Blattrand:Glatt, Ganzrandig, Gesägt, Behaart
    Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

    Heilwirkungen der Pflanze

    Stichwörter:
    Husten, Heiserkeit, Atemwegs-Beschwerden, Abwehrschwäche, Stoffwechsel-Störung

    Die Pflanze regt den Stoffwechsel an und wirkt belebend. Ihre Wurzel kann bei Atemwegsbeschwerden (z.B. Husten, Heiserkeit) verwendet werden.
    Äußerlich angewendet hilft sie in Form von Umschlägen bei Hautkrankheiten wie z.B. Krätze, da dadurch Parasiten vertrieben werden.

    Anwendung
    Verwendbare Pflanzenteile:
    Wurzel, Blätter

    Pflanzen-Inhaltsstoffe


    Sonstige Inhaltsstoffe
    Ätherische Öle, Flavonoide


    Harmonie mit anderen Pflanzen:
    Aufrechte Trespe
    (Brómus eréctus)
    Aufrechte TrespeAufrechte Trespe
    (Brómus eréctus)
    Familie: Gramíneae (Süßgräser)

    © Petr Filippov, Wikimedia Commons
    Wiesen-Salbei
    (Sálvia praténsis)
    Wiesen-SalbeiWiesen-Salbei
    (Sálvia praténsis)
    Familie: Labiátae (Lippenblütler)
    Gewöhnlicher Hufeisenklee
    (Hippocrépis comósa)
    Gewöhnlicher HufeisenkleeGewöhnlicher Hufeisenklee
    (Hippocrépis comósa)
    Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)

    © manfred.sause, Wikimedia Commons
    Saat-Esparsette
    (Onóbrychis viciifólia)
    Saat-EsparsetteSaat-Esparsette
    (Onóbrychis viciifólia)
    Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)

    Nutzen für folgende Insektenarten

    Anzahl Schmetterlinge: 17
    Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 9
    Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
    Anzahl Käfer: 0
    Anzahl Schnabelkerfe: 0
    Anzahl Heuschrecken: 0

    Schmetterlinge

    Distelfalter
    (Vanessa cardui)
    Distelfalter, Vanessa carduiDistelfalter
    (Vanessa cardui)
    Großes Ochsenauge
    (Maniola jurtina)
    Großes Ochsenauge, Maniola jurtinaGroßes Ochsenauge
    (Maniola jurtina)
    Mittlerer Perlmutterfalter
    (Argynnis niobe)
    Mittlerer Perlmutterfalter, Argynnis niobeMittlerer Perlmutterfalter
    (Argynnis niobe)

    © Kurt Kulac, Wikimedia Commons
    Schachbrett
    (Melanargia galathea)
    Schachbrett, Melanargia galatheaSchachbrett
    (Melanargia galathea)
    Skabiosen-Scheckenfalter
    (Euphydryas aurinia)
    Skabiosen-Scheckenfalter, Euphydryas auriniaSkabiosen-Scheckenfalter
    (Euphydryas aurinia)

    © Charlesjsharp, Wikimedia Commons
    Tagpfauenauge
    (Aglais io)
    Tagpfauenauge, Aglais ioTagpfauenauge
    (Aglais io)
    Graubindiger Mohrenfalter
    (Erebia aethiops)
    Graubindiger Mohrenfalter, Erebia aethiopsGraubindiger Mohrenfalter
    (Erebia aethiops)

    © Philipp Weigell, Wikimedia Commons
    Weißer Waldportier
    (Brintesia circe)
    Weißer Waldportier, Brintesia circeWeißer Waldportier
    (Brintesia circe)

    © Adrian198cm, Wikimedia Commons
    Esparsetten-Widderchen
    (Zygaena carniolica)
    Esparsetten-Widderchen, Zygaena carniolicaEsparsetten-Widderchen
    (Zygaena carniolica)

    © Franz Xaver, Wikimedia Commons
    Heidespanner
    (Ematurga atomaria)
    Heidespanner, Ematurga atomariaHeidespanner
    (Ematurga atomaria)

    © Ivar Leidus, Wikimedia Commons
    Kleiner Feuerfalter
    (Lycaena phlaeas)
    Kleiner Feuerfalter, Lycaena phlaeasKleiner Feuerfalter
    (Lycaena phlaeas)
    Lungenenzian-Ameisenbläuling
    (Phengaris alcon)
    Lungenenzian-Ameisenbläuling, Phengaris alconLungenenzian-Ameisenbläuling
    (Phengaris alcon)

    © Svdmolen, Wikimedia Commons
    Silbergrüner Bläuling
    (Polyommatus coridon)
    Silbergrüner Bläuling, Polyommatus coridonSilbergrüner Bläuling
    (Polyommatus coridon)

    © Rosenzweig, Wikimedia Commons
    Großer Wundklee-Bläuling
    (Polyommatus dorylas)
    Großer Wundklee-Bläuling, Polyommatus dorylasGroßer Wundklee-Bläuling
    (Polyommatus dorylas)

    © www.invertebradosdehuesca.com, Wikimedia Commons
    Rostfarbiger Dickkopffalter
    (Ochlodes sylvanus)
    Rostfarbiger Dickkopffalter, Ochlodes sylvanusRostfarbiger Dickkopffalter
    (Ochlodes sylvanus)

    © Charles J Sharp, Wikimedia Commons
    Roter Apollo
    (Parnassius apollo)
    Roter Apollo, Parnassius apolloRoter Apollo
    (Parnassius apollo)

    © Reinhold Essing, Wikimedia Commons
    Skabiosenschwärmer
    (Hemaris tityus)
    Skabiosenschwärmer, Hemaris tityusSkabiosenschwärmer
    (Hemaris tityus)

    © Bernard DUPONT, Wikimedia Commons

    Hautflügler, z.B. Wildbienen

    Gelbbindige Furchenbiene
    (Halictus scabiosae)
    Gelbbindige Furchenbiene, Halictus scabiosaeGelbbindige Furchenbiene
    (Halictus scabiosae)
    Weißbeinige Schmalbiene
    (Lasioglossum albipes)
    Weißbeinige Schmalbiene, Lasioglossum albipesWeißbeinige Schmalbiene
    (Lasioglossum albipes)

    © gailhampshire, Wikimedia Commons
    Goldsaum-Kegelbiene
    (Coelioxys aurolimbata)
    Goldsaum-Kegelbiene, Coelioxys aurolimbataGoldsaum-Kegelbiene
    (Coelioxys aurolimbata)

    © Jan Bisschop, observation.org
    Mandibel-Kegelbiene
    (Coelioxys mandibularis)
    Mandibel-Kegelbiene, Coelioxys mandibularisMandibel-Kegelbiene
    (Coelioxys mandibularis)

    © Barry Kohne, observation.org
    Greiskraut-Wespenbiene
    (Nomada flavopicta)
    Greiskraut-Wespenbiene, Nomada flavopictaGreiskraut-Wespenbiene
    (Nomada flavopicta)

    © Martin Andersson, Wikimedia Commons
    Gewöhnliche Keulhornbiene
    (Ceratina cyanea)
    Gewöhnliche Keulhornbiene, Ceratina cyaneaGewöhnliche Keulhornbiene
    (Ceratina cyanea)

    © Hectonichus, Wikimedia Commons
    Sandgängerbiene
    (Ammobates punctatus)
    Sandgängerbiene, Ammobates punctatusSandgängerbiene
    (Ammobates punctatus)

    © Andreas Müller, Entomologie/Botanik, ETH Zürich
    Kleine Skabiosen-Sandbiene
    (Andrena marginata)
    Kleine Skabiosen-Sandbiene, Andrena marginataKleine Skabiosen-Sandbiene
    (Andrena marginata)

    © Albert Krebs, Entomologie/Botanik, ETH Zürich
    Knautien-Sandbiene
    (Andrena hattorfiana)
    Knautien-Sandbiene, Andrena hattorfianaKnautien-Sandbiene
    (Andrena hattorfiana)

    © Frank Vassen from Brussels, Belgium, Wikimedia Commons