Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 21.02.2021
Jakobs-Greiskraut (Senécio jacobaea)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Jakobs-Kreuzkraut
Gattung: Senécio (Greiskräuter)
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Das Jakobs-Greiskraut ist in Europa und Westasien heimisch. Es ist an Feldrändern, auf Wiesen und Weiden, auf Ödland, an Böschungen sowie an Waldrändern zu finden. Die Pflanze bevorzugt mäßig frische humose Lehm- und Sandböden, ist ansonsten aber recht anspruchslos.

Erscheinung:
Im ersten Jahr wächst die Pflanze in einer Grundrosette.

Blüte:
Eine aufrechte Sprossachse mit den Blütenständen entwickelt sich erst im zweiten Jahr. Die zahlreichen Blütenkörbchen wachsen in einer Schirmrispe. Die einzelnen Körbchen enthalten in der Regel zwischen 12 und 15 Zungenblüten, die strahlenförmig abstehen, und zahlreiche Röhrenblüten in der Mitte.

Wissenswertes

Die Pflanze ist bei den Raupen des Jakobskrautbären (Schmetterlingsart) beliebt, der sich auf diese Pflanze spezialisiert hat und durch Aufnahme der Giftstoffe für Fressfeinde ungenießbar ist. Für Weidetiere ist die Pflanze hingegen äußerst giftig. Sie kann Leberschäden verursachen und wird in der Regel auch gemieden. Auch für Menschen ist die Pflanze giftig. Schon allein durch häufigen Hautkontakt können sich giftige Pyrrolizidin-Alkaloide in der Leber ansammeln und diese im Laufe der Zeit nachhaltig schädigen.

Typ der Pflanze:Zwei-Jährig
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 100 cm
Eigenschaften:Giftig
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Basisch, Mager, Humos

Blüte:Jun - Sep
Blütenstand:Dolden-Rispe
Pollen / Nektar:Mäßig / Mäßig
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne

Blattform:Zusammengesetzt: Gefiedert
Blattrand:Gebuchtet
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 5
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 18
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Auen-Blutbiene
(Sphecodes albilabris)
Auen-Blutbiene, Sphecodes albilabrisAuen-Blutbiene
(Sphecodes albilabris)
Feldweg-Schmalbiene
(Lasioglossum malachurum)
Feldweg-Schmalbiene, Lasioglossum malachurumFeldweg-Schmalbiene
(Lasioglossum malachurum)

© Gideon Pisanty, Wikimedia Commons
Gemeine Furchenbiene
(Lasioglossum calceatum)
Gemeine Furchenbiene, Lasioglossum calceatumGemeine Furchenbiene
(Lasioglossum calceatum)

© gailhampshire, Wikimedia Commons
Weißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)
Weißbinden-Schmalbiene, Lasioglossum leucozoniumWeißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)

© USGS Native Bee Inventory and Monitoring Laboratory, Wikimedia Commons
Zottige Schmalbiene
(Lasioglossum villosulum)
Zottige Schmalbiene, Lasioglossum villosulumZottige Schmalbiene
(Lasioglossum villosulum)

© James Lindsey, Wikimedia Commons
Braunbürstige Hosenbiene
(Dasypoda hirtipes)
Braunbürstige Hosenbiene, Dasypoda hirtipesBraunbürstige Hosenbiene
(Dasypoda hirtipes)
Filzbindige Seidenbiene
(Colletes fodiens)
Filzbindige Seidenbiene, Colletes fodiensFilzbindige Seidenbiene
(Colletes fodiens)
Kurzfühler-Maskenbiene
(Hylaeus brevicornis)
Kurzfühler-Maskenbiene, Hylaeus brevicornisKurzfühler-Maskenbiene
(Hylaeus brevicornis)

© Dick Belgers, Wikimedia Commons
Gemeine Seidenbiene
(Colletes daviesanus)
Gemeine Seidenbiene, Colletes daviesanusGemeine Seidenbiene
(Colletes daviesanus)
Bedornte Schneckenhausbiene
(Osmia spinulosa)
Bedornte Schneckenhausbiene, Osmia spinulosaBedornte Schneckenhausbiene
(Osmia spinulosa)

© Arnstein Staverlokk, Wikimedia Commons
Gemeine Löcherbiene
(Heriades truncorum)
Gemeine Löcherbiene, Heriades truncorumGemeine Löcherbiene
(Heriades truncorum)

© Gideon Pisanty (Gidip), Wikimedia Commons
Gewöhnliche Filzbiene
(Epeolus variegatus)
Gewöhnliche Filzbiene, Epeolus variegatusGewöhnliche Filzbiene
(Epeolus variegatus)

© Fritz Geller-Grimm, Wikimedia Commons
Greiskraut-Wespenbiene
(Nomada flavopicta)
Greiskraut-Wespenbiene, Nomada flavopictaGreiskraut-Wespenbiene
(Nomada flavopicta)

© Martin Andersson, Wikimedia Commons
Große Erdhummel
(Bombus magnus)
Große Erdhummel, Bombus magnusGroße Erdhummel
(Bombus magnus)

© Rasbak, Wikimedia Commons
Waldhummel
(Bombus sylvarum)
Waldhummel, Bombus sylvarumWaldhummel
(Bombus sylvarum)
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Knautien-Sandbiene
(Andrena hattorfiana)
Knautien-Sandbiene, Andrena hattorfianaKnautien-Sandbiene
(Andrena hattorfiana)

© Frank Vassen from Brussels, Belgium, Wikimedia Commons
Gemeine Sandbiene
(Andrena flavipes)
Gemeine Sandbiene, Andrena flavipesGemeine Sandbiene
(Andrena flavipes)

© Fritz Geller-Grimm, Wikimedia Commons

Schmetterlinge

Brauner Waldvogel
(Aphantopus hyperantus)
Brauner Waldvogel, Aphantopus hyperantusBrauner Waldvogel
(Aphantopus hyperantus)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
Tagpfauenauge
(Aglais io)
Tagpfauenauge, Aglais ioTagpfauenauge
(Aglais io)
Kleiner Feuerfalter
(Lycaena phlaeas)
Kleiner Feuerfalter, Lycaena phlaeasKleiner Feuerfalter
(Lycaena phlaeas)
Großer Kohlweißling
(Pieris brassicae)
Großer Kohlweißling, Pieris brassicaeGroßer Kohlweißling
(Pieris brassicae)
Rapsweißling
(Pieris napi)
Rapsweißling, Pieris napiRapsweißling
(Pieris napi)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons