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Letzte Änderung: 23.05.2019
Erdbauhummel (Bombus subterraneus)  
Weitere Bezeichnungen: Unterirdische Hummel, Kurzhaarige Hummel
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Echte Bienen (Apidae)
Unterfamilie: Apinae
Gattung: Hummeln (Bombus)
Heimat: Europa, Asien
Vorkommen: Bestand bedroht
Gefährdung (Rote Liste): Vom Aussterben bedroht (1)

Allgemeine Informationen

Hummeln (Bombus)

Hummeln sind Hautflügler, die zu den Echten Bienen (Apidae) gehören und gut an kühle Klimazonen angepasst sind. Abhängig vom Sozialverhalten wird zwischen sozialen, Staaten bildenden Hummeln und sozialparasitischen Kuckuckshummeln unterschieden. Ein Hummelvolk lebt in der Regel nur einen Sommer lang.
Im Frühjahr bildet eine befruchtete Königin einen Staat. Ihre einzige Aufgabe ist es, Eier abzulegen und die ersten schlüpfenden Larven mit Nahrung zu versorgen. Die sich daraufhin entwickelnden Weibchen (Arbeiterinnen) sind für die Versorgung der Larven und der Königin, für das Sammeln von Nahrung und für die Nestverteidigung zuständig. Weibliche Hummeln verfügen über einen Wehrstachel, den sie zur Verteidigung oder zur Abwehr von Brutparasiten einsetzen können. Im Sommer beginnt die Königin, zusätzlich unbefruchtete Eier zu legen, aus denen sich männliche Hummeln (Drohnen) entwickeln. Aus befruchteten Eiern entwickeln sich nun besonders große, begattungsfähige Weibchen (Königinnen), die sich verpaaren und überwintern.
Hummeln fallen durch ihre pelzige und zumeist farbige Behaarung auf. Ihr Körperbau ist kräftig und rundlich oval. Er untergliedert sich in Kopf, Rumpf (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Männliche und weibliche sozial lebende Hummeln lassen sich in der Regel dadurch unterscheiden, dass die Weibchen an den Hinterbeinen Körbchen für den Pollentransport besitzen.

Erdbauhummel (Bombus subterraneus)

Die Erdbauhummel ist in Europa sowie in Teilen Asiens beheimatet. Sie lebt in strukturreichem, offenem Gelände und auf artenreichen Wiesen.
Ihr Nest legt die Erdbauhummel bis zu 2 Meter tief im Boden in verlassenen Nestern von Kleinsäugetieren wie z.B. Mäusen und Maulwürfen an. Ein Volk kann etwa 100 Individuen umfassen. Die überwinternde Königin begibt sich ab Mai auf Nestsuche. Arbeiterinnen können in der Zeit zwischen Juni und September beobachtet werden, Jungköniginnen und Drohnen zwischen August und Ende September.
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Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Bild: © James Lindsey at Ecology of Commanster, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0

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Merkmale

Königinnen können eine Körperlänge zwischen 18 und 20 mm erreichen, Arbeiterinnen 13-15 mm und Drohnen 13-15 mm. Auf dem an sich schwarzen Thorax befinden sich zwei gelblich-braune Querbinden, eine in Kopfnähe, die andere angrenzend an den Hinterleib (Abdomen). Das Abdomen ist in der Grundfarbe schwarz. Zwischen dem 1. und dem 3. Tergiten besitzt die Erdbauhummel zumeist eine schwach hellbraune Behaarung, beim Drohn ist es in der Regel das erste Tergit. Die Tergite 3 bis 6 sind gräulich-weiß gefärbt, mit dunklen Unterbrechungen. Der Kopf ist verhältnismäßig kurz, der Rüssel relativ lang (etwa 10 mm Länge).
Max. Größe (♀): 20 mm
Max. Größe (♂): 15 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Staaten bildend
Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In (vorhandenen) Hohlräumen nistend
Die Erdbauhummel hat keine Vorliebe für bestimmte Pflanzenfamilien (polylektisch). Es wurde jedoch beobachtet, dass der Pollen von Rotem Klee besonders anziehend auf diese Hummelart wirkt. Ebenso anziehend wirkt Beinwell, der viel Pollen und Nektar spendet.
Flugzeit: Mai - Sep

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