Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 19.06.2024
Besenheide (Callúna vulgáris)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Heidekraut, Sommerheide, Herbstheide
Gattung: Callúna (Besenheide)
Familie: Ericáceae (Heidekrautgewächse)
Klimazone(n): Boreales Klima, Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Besenheide ist in Mittel- und Nordeuropa sowie im westlichen Asien in Höhen von bis zu 2700 Metern beheimatet. Sie ist eine typische Pflanzenart der Heidelandschaft, aber auch auf mageren Weiden, in lichten Wäldern oder in Mooren zu finden. Die Pflanze wächst bevorzugt auf trockenen bis mäßig feuchten, durchlässigen, nährstoffarmen, sauren, humosen, sandig-torfigen Böden in sonniger, teils halbschattiger Lage. Sie kann ein Alter von etwa 40 Jahren erreichen.

Erscheinung:
Die Besenheide wächst als verholzender, stark verzweigter Zwergstrauch mit tief reichenden Wurzeln. Ihre gegenständig angeordneten, ledrigen Blätter liegen schuppenförmig an. Sie sind länglich schmal geformt und nur wenige Millimeter groß.

Blüte:
Die Blüten erscheinen nickend in traubigen Blütenständen. Sie besitzen vier weißlich-rosa bis purpurfarbene Kronblätter sowie vier Kelchblätter, die ebenso gefärbt sind. Die Kronblätter sind glockenförmig miteinander verwachsen und kleiner als die Kelchblätter. Blüten bilden sich erst ab einem Alter von vier Jahren. Sie sind reich an Pollen und Nektar und eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten wie z.B. Bienen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich im Frühjahr des Folgejahres Kapselfrüchte, die zahlreiche winzige, braune Samen enthalten. Die Samen zählen zu den Lichtkeimern und werden durch den Wind verbreitet. Vegetativ vermehrt sich die Pflanze durch niederliegende, sich bewurzelnde Zweige. Typisch ist auch die Vermehrung durch Stecklinge im Spätsommer.

Verwendung der Pflanze

Die Triebe der Pflanze können als Besen oder aufgrund ihrer Witterungsbeständigkeit als Dachbedeckung (Heidefirst) verwendet werden.
Heidekraut ist auch eine Färberpflanze. Gelbe und grüne Farbtöne lassen sich mit ihr erzielen (grün durch Hinzugabe von Eisensulfat).

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    Ecosia-Bildersuche

    Typ der Pflanze:Strauch
    Wuchsform:Aufrecht
    Wuchshöhe:max. 100 cm
    Eigenschaften:Immergrün
     Tiefwurzler
     Heilpflanze
     Färberpflanze
     Schnittverträglich
     Bienen-/Hummel-Weide
     Schmetterlings-Weide
     Insb. Honigbienen-Weide
     Nacht-Weide

    Licht-Verhältnisse:Sonnig
    Boden:Trocken, Mäßig feucht
     Sauer, Mager, Humos

    Aussaat:Mär - Apr
    Blüte: Aug - Okt
    Blütenstand:Traube
    Blütenform:4 Kronblätter, Glocke
    Pollen / Nektar:Viel / Viel
    Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
    Frucht-/ Samenzeit:    Mär - Apr
    Fruchttyp:Öffnungsfrucht: Kapselfrucht

    Blattform:Länglich schmal
    Blattrand:Glatt, Ganzrandig

    Heilwirkungen der Pflanze

    Stichwörter:
    Arterienverkalkung, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Durchfall, Nieren-Beschwerden, Nierensteine, Blasen-Beschwerden, Prostata-Leiden, Haut-Ekzem, Infekt, Schlafstörungen, Gelenk-Rheumatismus, Gicht, Verschlackung, Verkrampfung, Wasseransammlung, Fuß-Schweiß, Nacht-Schweiß

    Heidekraut wirkt zusammenziehend, antibakteriell, antiseptisch, Krampf lösend, Blut reinigend sowie Schweiß und Harn treibend. Es hilft bei Infektionen der Harnwege, bei Nierensteinen, bei Gicht und Rheuma, bei Schlaflosigkeit sowie bei Verdauungsbeschwerden (Durchfall).
    Äußerlich angewendet hilft eine Kompresse bei Hautproblemen wie z.B. Ekzemen.

    Anwendung
    Verwendbare Pflanzenteile:
    Blätter, Blüten

    Heidekraut-Tee lässt sich aus Blüten und frischen Trieben zubereiten. Dazu die Mischung mit kochendem Wasser übergießen, etwa 10 Minuten ziehen lassen und abschließend abseihen.

    Pflanzen-Inhaltsstoffe


    Sonstige Inhaltsstoffe
    Flavonoide, Gerbstoffe


    Nutzen für folgende Insektenarten

    Anzahl Schmetterlinge: 13
    Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 21
    Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 1
    Anzahl Käfer: 0
    Anzahl Schnabelkerfe: 0
    Anzahl Heuschrecken: 0

    Schmetterlinge

    Admiral
    (Vanessa atalanta)
    Admiral, Vanessa atalantaAdmiral
    (Vanessa atalanta)
    C-Falter
    (Polygonia c-album)
    C-Falter, Polygonia c-albumC-Falter
    (Polygonia c-album)

    © Andreas Eichler, Wikimedia Commons
    Brauner Feuerfalter
    (Lycaena tityrus)
    Brauner Feuerfalter, Lycaena tityrusBrauner Feuerfalter
    (Lycaena tityrus)
    Faulbaum-Bläuling
    (Celastrina argiolus)
    Faulbaum-Bläuling, Celastrina argiolusFaulbaum-Bläuling
    (Celastrina argiolus)

    © Andreas Eichler, Wikimedia Commons
    Kleiner Feuerfalter
    (Lycaena phlaeas)
    Kleiner Feuerfalter, Lycaena phlaeasKleiner Feuerfalter
    (Lycaena phlaeas)
    Lungenenzian-Ameisenbläuling
    (Phengaris alcon)
    Lungenenzian-Ameisenbläuling, Phengaris alconLungenenzian-Ameisenbläuling
    (Phengaris alcon)

    © Svdmolen, Wikimedia Commons
    Eichenspinner
    (Lasiocampa quercus)
    Eichenspinner, Lasiocampa quercusEichenspinner
    (Lasiocampa quercus)

    © entomart, Wikimedia Commons
    Gebänderter Heidekraut-Blütenspanner
    (Eupithecia nanata)
    Gebänderter Heidekraut-Blütenspanner, Eupithecia nanataGebänderter Heidekraut-Blütenspanner
    (Eupithecia nanata)

    © Olei, Wikimedia Commons
    Heidespanner
    (Ematurga atomaria)
    Heidespanner, Ematurga atomariaHeidespanner
    (Ematurga atomaria)

    © Ivar Leidus, Wikimedia Commons
    Schlehenspanner
    (Angerona prunaria)
    Schlehenspanner, Angerona prunariaSchlehenspanner
    (Angerona prunaria)

    © Patrick Clement, Wikimedia Commons
    Heidekraut-Bunteule
    (Anarta myrtilli)
    Heidekraut-Bunteule, Anarta myrtilliHeidekraut-Bunteule
    (Anarta myrtilli)

    © Ben Sale, Wikimedia Commons
    Hochmoorgelbling
    (Colias palaeno)
    Hochmoorgelbling, Colias palaenoHochmoorgelbling
    (Colias palaeno)

    © Gilles San Martin, Wikimedia Commons
    Kleines Nachtpfauenauge
    (Saturnia pavonia)
    Kleines Nachtpfauenauge, Saturnia pavoniaKleines Nachtpfauenauge
    (Saturnia pavonia)

    © jean-pierre Hamon, Wikimedia Commons

    Hautflügler, z.B. Wildbienen

    Auen-Blutbiene
    (Sphecodes albilabris)
    Auen-Blutbiene, Sphecodes albilabrisAuen-Blutbiene
    (Sphecodes albilabris)
    Braunfühler-Schmalbiene
    (Lasioglossum fulvicorne)
    Braunfühler-Schmalbiene, Lasioglossum fulvicorneBraunfühler-Schmalbiene
    (Lasioglossum fulvicorne)

    © James Lindsey, Wikimedia Commons
    Buckel-Blutbiene
    (Sphecodes gibbus)
    Buckel-Blutbiene, Sphecodes gibbusBuckel-Blutbiene
    (Sphecodes gibbus)

    © Albert Krebs, Entomologie/Botanik, ETH Zürich
    Dickkopf-Blutbiene
    (Sphecodes monilicornis)
    Dickkopf-Blutbiene, Sphecodes monilicornisDickkopf-Blutbiene
    (Sphecodes monilicornis)

    © James Lindsey, Wikimedia Commons
    Dunkelgrüne Schmalbiene
    (Lasioglossum morio)
    Dunkelgrüne Schmalbiene, Lasioglossum morioDunkelgrüne Schmalbiene
    (Lasioglossum morio)

    © gailhampshire from Cradley, Malvern, U.K.
    Rotbeinige Furchenbiene
    (Halictus rubicundus)
    Rotbeinige Furchenbiene, Halictus rubicundusRotbeinige Furchenbiene
    (Halictus rubicundus)

    © Teppo Mutanen, Wikimedia Commons
    Sand-Goldfurchenbiene
    (Halictus leucaheneus)
    Sand-Goldfurchenbiene, Halictus leucaheneusSand-Goldfurchenbiene
    (Halictus leucaheneus)

    © Albert Krebs, Entomologie/Botanik, ETH Zürich
    Gemeine Furchenbiene
    (Lasioglossum calceatum)
    Gemeine Furchenbiene, Lasioglossum calceatumGemeine Furchenbiene
    (Lasioglossum calceatum)

    © gailhampshire, Wikimedia Commons
    Verkannte Goldfurchenbiene
    (Halictus confusus)
    Verkannte Goldfurchenbiene, Halictus confususVerkannte Goldfurchenbiene
    (Halictus confusus)

    © Yellowstone National Park, Wikimedia Commons
    Distelhummel
    (Bombus soroeensis)
    Distelhummel, Bombus soroeensisDistelhummel
    (Bombus soroeensis)

    © Ivar Leidus, Wikimedia Commons
    Dunkle Erdhummel
    (Bombus terrestris)
    Dunkle Erdhummel, Bombus terrestrisDunkle Erdhummel
    (Bombus terrestris)
    Erdbauhummel
    (Bombus subterraneus)
    Erdbauhummel, Bombus subterraneusErdbauhummel
    (Bombus subterraneus)

    © James Lindsey at Ecology of Commanster, Wikimedia Commons
    Feldhummel
    (Bombus ruderatus)
    Feldhummel, Bombus ruderatusFeldhummel
    (Bombus ruderatus)

    © Hectonichus, Wikimedia Commons
    Große Erdhummel
    (Bombus magnus)
    Große Erdhummel, Bombus magnusGroße Erdhummel
    (Bombus magnus)

    © Rasbak, Wikimedia Commons
    Heidehummel
    (Bombus jonellus)
    Heidehummel, Bombus jonellusHeidehummel
    (Bombus jonellus)

    © Ivar Leidus, Wikimedia Commons
    Hellgelbe Erdhummel
    (Bombus lucorum)
    Hellgelbe Erdhummel, Bombus lucorumHellgelbe Erdhummel
    (Bombus lucorum)
    Mooshummel
    (Bombus muscorum)
    Mooshummel, Bombus muscorumMooshummel
    (Bombus muscorum)

    © S. Rae, Wikimedia Commons
    Veränderliche Hummel
    (Bombus humilis)
    Veränderliche Hummel, Bombus humilisVeränderliche Hummel
    (Bombus humilis)

    © Arnstein Staverlokk/Norsk institutt for naturforskning, Wikimedia Commons
    Westliche Honigbiene
    (Apis mellifera)
    Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
    (Apis mellifera)
    Kleine Gartenblattschneiderbiene
    (Megachile centuncularis)
    Kleine Gartenblattschneiderbiene, Megachile centuncularisKleine Gartenblattschneiderbiene
    (Megachile centuncularis)

    © Bernhard Plank (SiLencer), Wikimedia Commons
    Silber-Sandbiene
    (Andrena argentata)
    Silber-Sandbiene, Andrena argentataSilber-Sandbiene
    (Andrena argentata)

    © Sonja & Lex, gbif.org

    Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen

    Paragus haemorrhous
    , Paragus haemorrhousParagus haemorrhous

    © AfroBrazilian, Wikimedia Commons