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Letzte Änderung: 26.09.2018
Zaun-Wicke (Vícia sépium)Zur Druckansicht
Gattung: Vícia
Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Zaun-Wicke ist in Europa in Höhen von bis zu 2100 Metern sowie im mittleren und zentralen Asien beheimatet. Die Pflanze wächst auf Ruderalflächen, auf Wiesen, an Weg- und Waldrändern sowie in lichten Wäldern und bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, lockere, humose, basische, nährstoffreiche Böden an möglichst warmen, sonnigen und geschützten Standorten.

Erscheinung:
Die krautig und rankend wachsende Pflanze besitzt einen kantigen, zumeist kahlen, teils rötlich überlaufenen Stängel. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gefiedert und setzen sich aus bis zu acht paarweise sitzenden (teils auch kurz gestielten) Fiederblättchen zusammen. Die einzelnen Blättchen sind elliptisch geformt. Der Blattrand ist glatt und kann kurz und weich behaart sein. An den Enden der Laubblätter befinden sich Ranken. Die an der Basis der Laubblätter erscheinenden kleinen Nebenblätter sind mit bräunlichen Flecken versehen, die als Nektarquelle dienen und häufig von Ameisen besucht werden.

Blüte:
Die Schmetterlingsblüten erscheinen in traubigen Blütenständen. Sie setzen sich aus rötlich-violetten, teils bläulichen oder gelblich-weißen Kronblättern (obere Fahne, seitliche Flügel und unteres Schiffchen) zusammen. Der glockenförmige Kelch ist in der Regel dunkel-violett gefärbt und unregelmäßig behaart. Der Nektar kann lediglich von kräftigen Hummeln erreicht werden. Teilweise beißen Insekten (z.B. Erdhummeln) aber auch die Blütenbasis auf und betätigen sich als Nektarräuber. Dadurch wird auch Honigbienen der Weg zum Nektar geebnet.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich länglich schmale, abstehende, dunkelbraun gefärbte Hülsenfrüchte, die bis zu sechs kugelförmige, gefleckte Samen enthalten. Vegetativ lässt sich die Pflanze durch ihre Bodenausläufer vermehren.

Wissenswertes

Die Früchte sind leicht giftig und können nach dem Verzehr zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.

Verwendung der Pflanze

Die Blätter, Blüten und jungen Triebe der Zaun-Wicke sind roh als Salatbeilage essbar.
Die Pflanze ist eine eiweißreiche Futterpflanze.

Zaun-Wicke, , Vicia sepium, Zaunwicke

Bild: © Ivar Leidus, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0

Ecosia-Bildersuche

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht, Kletterpflanze, Kriechpflanze
Wuchshöhe:max. 60 cm
Eigenschaften:Essbar
 Stickstoff-Zeiger
 Bienen-/Hummel-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Basisch, Nährreich, Humos

Aussaat:Feb - Mär
Blüte:Mai - Aug
Blütenstand:Traube
Blütenform:Zygomorph
Pollen / Nektar:Mäßig / Mäßig
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Sep
Fruchtform:Öffnungsfrucht: Hülse

Blattform:Eiförmig, Elliptisch, Zusammengesetzt: Gefiedert, Gefiedert
Blattrand:Glatt, Ganzrandig, Behaart
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


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