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Letzte Änderung: 17.01.2019
Heidehummel (Bombus jonellus)  
Weitere Bezeichnungen: Sandhummel
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Echte Bienen (Apidae)
Unterfamilie: Apinae
Gattung: Hummeln (Bombus)
Heimat: Europa, Asien
Vorkommen: Selten
Gefährdung (Rote Liste): Gefährdet (3)

Allgemeine Informationen

Hummeln (Bombus)

Hummeln sind Hautflügler, die zu den Echten Bienen (Apidae) gehören und gut an kühle Klimazonen angepasst sind. Abhängig vom Sozialverhalten wird zwischen sozialen, Staaten bildenden Hummeln und sozialparasitischen Kuckuckshummeln unterschieden. Ein Hummelvolk lebt in der Regel nur einen Sommer lang.
Im Frühjahr bildet eine befruchtete Königin einen Staat. Ihre einzige Aufgabe ist es, Eier abzulegen und die ersten schlüpfenden Larven mit Nahrung zu versorgen. Die sich daraufhin entwickelnden Weibchen (Arbeiterinnen) sind für die Versorgung der Larven und der Königin, für das Sammeln von Nahrung und für die Nestverteidigung zuständig. Weibliche Hummeln verfügen über einen Wehrstachel, den sie zur Verteidigung oder zur Abwehr von Brutparasiten einsetzen können. Im Sommer beginnt die Königin, zusätzlich unbefruchtete Eier zu legen, aus denen sich männliche Hummeln (Drohnen) entwickeln. Aus befruchteten Eiern entwickeln sich nun besonders große, begattungsfähige Weibchen (Königinnen), die sich verpaaren und überwintern.
Hummeln fallen durch ihre pelzige und zumeist farbige Behaarung auf. Ihr Körperbau ist kräftig und rundlich oval. Er untergliedert sich in Kopf, Rumpf (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Männliche und weibliche sozial lebende Hummeln lassen sich in der Regel dadurch unterscheiden, dass die Weibchen an den Hinterbeinen Körbchen für den Pollentransport besitzen.
Die Heidehummel ist in Europa sowie in Teilen Asiens beheimatet. Sie lebt vor allem in offenem Gelände wie z.B. in Heidelandschaften und in Moorgebieten, aber auch in Gebirgen und in Waldnähe.
Ihr Nest baut die Heidehummel sowohl ober- als auch unterirdisch (z.B. in verlassenen Mäuse- und Vogelnestern oder inmitten von Moos- und Laubhaufen). Die überwinternde Königin beginnt ab Ende März mit der Nestsuche. Arbeiterinnen können nach der Eiablage in der Zeit zwischen April und Anfang September beobachtet werden. Junge Königinnen und Drohnen fliegen in der Zeit zwischen Juli und Mitte September. Ein Nest ist verhältnismäßig klein und umfasst zumeist nicht mehr als 50 Individuen.
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Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Bild: © Ivar Leidus, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-4.0

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Merkmale

Königinnen können eine Körperlänge zwischen 15 und 18 mm erreichen, Arbeiterinnen 9-14 mm und Drohnen 11-14 mm. Die Grundfarbe der Heidehummel ist schwarz. Sie besitzt drei gelblich-braune Querbinden, zwei auf dem Thorax in Kopfnähe und angrenzend an den Hinterleib (Abdomen) sowie eine auf dem ersten Tergit des Abdomens. Das Hinterleibsende (Tergite 4-6) sind gräulich-weiß behaart. Der Kopf ist kurz, ebenso wie der Rüssel.
Größe (♀): 18 mm
Größe (♂): 14 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Staaten bildend
Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In (vorhandenen) Hohlräumen nistend, Oberirdisch in Bodennähe (z.B. in Grasbüscheln oder unter Moos)
Die Heidehummel ist häufig auf Pflanzen aus der Familie der Heidekrautgewächse zu finden. Sie ist jedoch nicht auf eine bestimmte Pflanzenfamilie beschränkt (polylektisch).
Flugzeit: Mär - Sep

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