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Echter Kümmel (Cárum cárvi)    Zur Druckansicht   
Alternative Bezeichnungen: Wiesen-Kümmel
Gattung: Cárum
Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


 

Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Echte Kümmel ist in Vorderasien sowie im Mittelmeergebiet beheimatet. Er gehört zu den ältesten Gewürz- und Heilpflanzen Europas und wächst auf Wiesen oder an Wegrändern. Die Pflanze bevorzugt durchlässige, mäßig feuchte, nährstoffreiche Lehm- oder Tonböden an möglichst sonnigen Standorten.

Erscheinung:
Der Echte Kümmel ist eine Halbrosettenpflanze, die im ersten Jahr zunächst als Blattrosette erscheint. Erst im zweiten Jahr wächst er in die Höhe und bildet einen kahlen, längs gerillten, verzweigten, bis zu einem Meter hohen Stängel. Die Wurzel ist rübenartig. Die Laubblätter der Pflanze sind zwei- bis dreifach gefiedert. Die Teilblättchen sind deutlich zugespitzt.

Blüte:
Die Blüten erscheinen als Doppeldolden. Die herzförmigen Kronblätter der Einzelblüten sind weiß bis rosafarben. In der Mitte befinden sich blass gelb gefärbte Staubblätter. Die intensiv duftenden Blüten werden von Insekten wie z.B. Fliegen oder Käfern sowie durch Wind bestäubt.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Spaltfrüchte, die bereits in unreifem Zustand nach dem Zerreiben aromatisch duften. Die beiden Einzelfrüchte sind leicht sichelförmig gebogen und deutlich sichtbar längs gerippt. Sie sind abwechselnd hell und dunkelbraun gefärbt.
Zum Keimen benötigen die Samen Temperaturen zwischen 5 und 20 Grad. Da die Pflanze zu den Lichtkeimern gehört, sollten die Samen nur ein wenig mit Erde bedeckt sein.

Wissenswertes

Da die Kümmelpflanze anderen, teils sehr giftigen Doldenblütlern sehr ähnlich ist, ist beim Sammeln der Pflanze Vorsicht geboten.

Verwendung der Pflanze:

Die Samen der Pflanze (Kümmel) sind ein beliebtes Küchengewürz, das häufig schwer verdaulichen Speisen oder auch Brot hinzugefügt wird. Auch für Tee oder Spirituosen ist die Verwendung von Kümmel verbreitet.
Die Blätter sind ebenfalls essbar und besitzen einen milden Geschmack. Sie können z.B. in Salaten oder Suppen verwendet werden. Nach dem Erscheinen der Blüten werden sie in der Regel jedoch nicht mehr geerntet.
Im Herbst geerntete Wurzeln können nach dem Kochen verzehrt werden und erinnern im Geschmack an Möhren.

Echter Kümmel, Wiesen-Kümmel, Carum carvi, Wiesenkümmel

Bild: © H. Zell, Wikimedia Commons
Ecosia-Bildersuche
Typ der Pflanze:Zwei-Jährig
Wuchsform:Aufrecht, Rosettenartig
Wuchshöhe:max. 100 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Nährreich

Aussaat:Mär - Aug
Blüte:Mai - Jul
Blütenstand:Dolde, Zusammengesetzte Dolde
Blütenform:5 Kronblätter
Frucht-/Samenzeit:    Jun - Aug
Fruchtform:Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Zusammengesetzt: Gefiedert


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Druck- und Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Blähungen, Gallen-Beschwerden, Husten, Atemwegs-Beschwerden, Verkrampfung, Schmerzen

Die reifen Früchte sowie aus den Samen gewonnenes Öl besitzen Heilwirkungen. Als Tee wird Kümmel häufig zusammen mit Fenchel und Anis zubereitet. Kümmel regt die Verdauung an und hilft bei Verdauungsproblemen (z.B. Blähungen, Völlegefühl) sowie bei Krämpfen im Magen-, Darm- und Gallenbereich. Außerdem wirkt Kümmel antimikrobiell, antiseptisch und Schmerz lindernd. Kümmel hilft auch bei Husten und regt den Auswurf von Hustenschleim an.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe


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