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Letzte Änderung: 03.08.2020
Rainfarn-Seidenbiene (Colletes similis)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Colletidae
Gattung: Seidenbienen (Colletes)
Heimat: Europa
Vorkommen: Mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): Vorwarnliste (V)

Allgemeine Informationen

Colletidae

Colletidae ist eine sehr ursprüngliche Familie der Wildbienen. Sie gehören zu den Solitärbienen. Einige Arten dieser Familie besitzen keine äußeren Pollensammeleinrichtungen. Sie sammeln den Pollen im Kropf und werden daher als Kropfsammler oder gelegentlich auch als Kropfbienen bezeichnet. Die Weibchen der anderen Arten dieser Familie sammeln den Pollen an den Hinterbeinen. Kennzeichnend für diese Familie ist die kurze, breite Zunge, die am Vorderende verbreitert und zweispaltig ist. Ein weiteres besonderes Merkmal dieser Bienenfamilie ist, dass die Bienen ihre Brutzellen pergamentartig auskleiden.

Seidenbienen (Colletes)

Seidenbienen können zumeist im Sommer in den Monaten Juli und August beobachtet werden. Die einzige Ausnahme bildet die Frühlings-Seidenbiene (C. cunicularius), die sich bereits ab März mit dem Beginn der Weidenblüte zeigt. Drohnen schlüpfen vor den Weibchen und fallen dadurch auf, dass sie auf der Suche nach Weibchen nahe am Boden in einer Höhe von etwa 10-30 cm umher fliegen. Die Paarung geschieht häufig direkt nach dem ein Weibchen geschlüpft ist.
Obwohl die Seidenbiene solitär lebt, legen die Weibchen ihr Nest in der Regel in größeren Gruppen an. Das Nest wird in ebenem oder geneigtem Boden oder in Steilwänden selbst gegraben. Die Brutzellen werden mit Hilfe von Sekreten seidig ausgekleidet. Außerdem werden die Wände mit einem Sekret bedeckt, das vor Pilz- und Bakterienbefall schützt. In die Brutzellen wird ein Pollen-Nektar-Gemisch als Futterbrei eingetragen. Das Ei wird in der Nähe des halbflüssigen Futterbreis an der Decke platziert. Jede Brutzelle wird mit einem zuvor vorbereiteten Deckel verschlossen.
Optisch können die Weibchen der Seidenbienen am spitz zulaufenden, dunkel gefärbten Hinterleibsende erkannt werden. Zum Pollensammeln dienen vor allem Haarbürsten an den Tibien sowie Körbchen auf der Unterseite der Femora der Hinterbeine. Seidenbienen besitzen eine kurze, verhältnismäßig breite, zweilappige Zunge. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu anderen Bienenarten ist die Zahl und Größe der Cubitalzellen der Flügel.

Rainfarn-Seidenbiene (Colletes similis)

Die Rainfarn-Seidenbiene ist in Europa beheimatet und lebt auf Ruderalflächen, auf Dämmen sowie in Sand- und Lehmgruben. Ihr Nest gräbt sie selbst in Steilwänden sowie an vegetationsarmen Stellen in ebenem oder geneigtem Boden.
Die Flugzeit startet im Juni und endet im September.
Bezug zu folgenden Pflanzen
Ähnliche Insektenarten / Bezug zu anderen Insektenarten

Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Merkmale

Die Rainfarn-Seidenbiene erreicht eine maximale Körperlänge von 9-11 mm (Weibchen) bzw. 7-10 mm (Männchen). Der Thorax ist dicht rötlich-braun, an den Seiten weißlich behaart, ein Unterschied zur Gemeinen Seidenbiene (Colletes daviesanus), bei der die Thoraxmitte nahezu unbehaart ist. Der Hinterleib ist mattschwarz gefärbt, verhältnismäßig grob punktiert und mit weißen Querbinden versehen, wobei die Binde des ersten Tergites in der Regel mittig unterbrochen ist.
Max. Größe (♀): 11 mm
Max. Größe (♂): 10 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Solitär lebend, Oligolektisch (Pflanzenart-Spezialisierung)
Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In geneigtem Erdboden (z.B. in Böschungen) nistend, In vertikalen Steilwänden (z.B. Lößwand) nistend
Die Rainfarn-Seidenbiene lebt oligolektisch und ist auf Korbblütengewächse spezialisiert.
Flugzeit: Jun - Sep

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