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Letzte Änderung: 19.09.2019
Rainfarn-Seidenbiene (Colletes similis)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Colletidae
Gattung: Seidenbienen (Colletes)
Heimat: Europa
Vorkommen: Selten

Allgemeine Informationen

Colletidae

Colletidae ist eine sehr ursprüngliche Familie der Wildbienen. Sie gehören zu den Solitärbienen. Einige Arten dieser Familie besitzen keine äußeren Pollensammeleinrichtungen. Sie sammeln den Pollen im Kropf und werden daher als Kropfsammler oder gelegentlich auch als Kropfbienen bezeichnet. Die Weibchen der anderen Arten dieser Familie sammeln den Pollen an den Hinterbeinen. Kennzeichnend für diese Familie ist die kurze, breite Zunge, die am Vorderende verbreitert und zweispaltig ist. Ein weiteres besonderes Merkmal dieser Bienenfamilie ist, dass die Bienen ihre Brutzellen pergamentartig auskleiden.

Seidenbienen (Colletes)

Seidenbienen können zumeist im Sommer in den Monaten Juli und August beobachtet werden. Die einzige Ausnahme bildet die Frühlings-Seidenbiene (C. cunicularius), die sich bereits ab März mit dem Beginn der Weidenblüte zeigt. Drohnen schlüpfen vor den Weibchen und fallen dadurch auf, dass sie auf der Suche nach Weibchen nahe am Boden in einer Höhe von etwa 10-30 cm umher fliegen. Die Paarung geschieht häufig direkt nach dem ein Weibchen geschlüpft ist.
Obwohl die Seidenbiene solitär lebt, legen die Weibchen ihr Nest in der Regel in größeren Gruppen an. Das Nest wird in ebenem oder geneigtem Boden oder in Steilwänden selbst gegraben. Die Brutzellen werden mit Hilfe von Sekreten seidig ausgekleidet. Außerdem werden die Wände mit einem Sekret bedeckt, das vor Pilz- und Bakterienbefall schützt. In die Brutzellen wird ein Pollen-Nektar-Gemisch als Futterbrei eingetragen. Das Ei wird in der Nähe des halbflüssigen Futterbreis an der Decke platziert. Jede Brutzelle wird mit einem zuvor vorbereiteten Deckel verschlossen.
Optisch können die Weibchen der Seidenbienen am spitz zulaufenden, dunkel gefärbten Hinterleibsende erkannt werden. Zum Pollensammeln dienen vor allem Haarbürsten an den Tibien sowie Körbchen auf der Unterseite der Femora der Hinterbeine. Seidenbienen besitzen eine kurze, verhältnismäßig breite, zweilappige Zunge. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu anderen Bienenarten ist die Zahl und Größe der Cubitalzellen der Flügel.
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Weitere Informationen: www.wildbienen.de

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