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Letzte Änderung: 14.12.2018
Echter Alant (Ínula helénium)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Helenenkraut, Edelwurz
Gattung: Ínula
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Asien
Häufigkeit: Selten


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Echte Alant ist ursprünglich in Klein- und Zentralasien beheimatet. Er wächst in Ufergebüschen, an Waldrändern oder auf Ödland und bevorzugt tiefgründige, mäßig feuchte, humose Böden in sonniger bis halbschattiger Lage.

Erscheinung:
Im ersten Jahr bildet die Pflanze eine lange, teils verdickte Wurzel mit aromatischem Geruch, aus der zunächst eine Blattrosette wächst. Deren Blätter können bereits bis zu 50 cm lang werden. Auf der Unterseite sind die Blätter mit gräulichem Filz bedeckt. Im zweiten Jahr wächst dann der Stängel mit wechselständig angeordneten Blättern. Die oberen Blätter sind ungestielt und Stängel umfassend.

Blüte:
Die Blütenstängel wachsen aus den Blattachseln. Die Blütenkörbchen wachsen als lockere Doldentrauben. Sie sind leuchtend gelb und besitzen am Rand lange schmale Zungenblüten und in der Mitte kleine Röhrenblüten. Die Blüten werden gern von Insekten wie z.B. Schmetterlingen, Schwebfliegen oder Bienen besucht.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Nussfrüchte mit einfachen Härchen an der Spitze.

Verwendung der Pflanze

Alant war früher ein beliebtes Küchengewürz für Süßspeisen und Magenbitter. Die Wurzel besitzt einen bitteren, harzigen Geschmack.
Außerdem wurde Alant früher auf die Glut von offenen Kaminen getan, um die Zimmerluft zu verbessern. Auch heute noch kann Alant als Räuchermittel erworben werden.
Aus Alant lässt sich Alant-Wein (Weißwein mit Alantwurzel in verschlossenem Glas mehrere Wochen ziehen lassen) oder Likör herstellen.
Die Alantwurzel kann zudem als Färbemittel genutzt werden. Sie ergibt zusammen mit Heidelbeeren und Pottasche eine blaue Färbung.

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Bild: Mit freundl. Unterstützung von Zachau's Pflanzenwelt

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Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 200 cm
Eigenschaften:Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Humos

Aussaat:Mär - Jun
Blüte:Jul - Sep
Blütenstand:Körbchen
Pollen / Nektar:Viel / Mäßig
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Nuss

Blattform:Länglich schmal
Blattrand:Gezähnt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Blähungen, Gallen-Beschwerden, Haut-Ekzem, Haut-Ausschlag, Wund-Infektion, Husten, Bronchitis, Atemwegs-Beschwerden, Infekt, Entzündung, Verkrampfung

Aus der Alantwurzel kann Tee zubereitet werden, der bei Husten, Bronchitis und Erkrankungen der unteren Atemwege hilft. Er wirkt Schleim lösend, Krampf lösend, entzündungshemmend und antibakteriell. Auch bei Verdauungsbeschwerden (Magenschwäche, Blähungen) kann der Tee helfen. Er fördert zudem die Gallensekretion. Auch bei Wurmbefall hilft die Verwendung der Alantwurzel.
Zu beachten ist, dass bei der Einnahme von großen Mengen Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall, Krämpfe oder Lähmungen auftreten können.
Äußerlich angewendet können Beschwerden wie Hautentzündungen, Ekzeme, Geschwüre oder schlecht heilende Wunden durch Umschläge, Bäder oder Waschungen gelindert werden.

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