Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 07.04.2021
Gebuchtete Maskenbiene (Hylaeus sinuatus)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Colletidae
Gattung: Maskenbienen (Hylaeus)
Heimat: Europa, Asien
Vorkommen: Selten
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Colletidae

Colletidae ist eine sehr ursprüngliche Familie der Wildbienen. Sie gehören zu den Solitärbienen. Einige Arten dieser Familie besitzen keine äußeren Pollensammeleinrichtungen. Sie sammeln den Pollen im Kropf und werden daher als Kropfsammler oder gelegentlich auch als Kropfbienen bezeichnet. Die Weibchen der anderen Arten dieser Familie sammeln den Pollen an den Hinterbeinen. Kennzeichnend für diese Familie ist die kurze, breite Zunge, die am Vorderende verbreitert und zweispaltig ist. Ein weiteres besonderes Merkmal dieser Bienenfamilie ist, dass die Bienen ihre Brutzellen pergamentartig auskleiden.

Maskenbienen (Hylaeus)

Maskenbienen gibt es weltweit, in Australien mit der höchsten Artenzahl. Ihren Gattungsnamen verdanken diese Wildbienen den weißen oder gelben Gesichtsflecken, die vor allem bei den männlichen Individuen deutlich zu erkennen sind. Ansonsten sind Maskenbienen nahezu komplett schwarz gefärbt und weisen, wenn überhaupt, nur eine sehr kurze und lockere Behaarung auf. Daher lassen sich die einzelnen Arten nur sehr schwer voneinander unterscheiden.
Ihre Nester legen Maskenbienen in vorhandenen Hohlräumen, in markhaltigen Pflanzenstängeln oder in Schilfgallen von Fliegen an. Der Pollen für den Nahrungsbrei der Larven wird verschluckt und im Kropf transportiert, da Maskenbienen keine äußeren Pollentransportorgane besitzen. Die Überwinterung erfolgt als Larve. Im folgenden Frühjahr verpuppen sie sich ohne Kokon.

Gebuchtete Maskenbiene (Hylaeus sinuatus)

Die Gebuchtete Maskenbiene ist in Europa sowie im westlichen Asien (Kleinasien, Kaukasusgebiet, Russland) beheimatet und lebt auf Waldlichtungen, an Waldrändern, auf Ruderalflächen, in Hecken sowie in Gärten und Parkanlagen.
Ihr Nest legt sie in vorhandenen Hohlräumen (z.B. Käferfraßgänge in Totholz) sowie in hohlen oder markhaltigen Pflanzenstängeln an.
Die Flugzeit reicht von Juni bis August.
Bezug zu folgenden Pflanzen

Weitere Informationen: www.naturspaziergang.de

Merkmale

Die Gebuchtete Maskenbiene erreicht eine maximale Körperlänge von 5-6 mm. Der Körper ist schwarz gefärbt. Das Gesicht der männlichen Individuen ist bis über den Fühleransatz hinaus hell gezeichnet. Außerdem ist der Fühlerschaft am Ansatz gelblich gefärbt. Bei den Weibchen ist die Gesichtszeichnung eher gelblich.
Max. Größe (♀): 6 mm
Max. Größe (♂): 6 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Solitär lebend
Nistplatz: In markhaltigen Stängeln nistend, In (vorhandenen) Hohlräumen nistend, In Totholz nistend
Die Gebuchtete Maskenbiene lebt polylektisch und ist nicht auf Pflanzen bestimmter Familien beschränkt.
Flugzeit: Jun - Aug

Bezug zu folgenden Pflanzen

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© Christian Fischer, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0
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