Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 21.02.2021
Ruprechtskraut (Geránium robertiánum)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Stinkender Storchschnabel, Robertskraut
Gattung: Geránium
Familie: Geraniáceae (Storchschnabelgewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Das Ruprechtskraut ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas in Höhen von bis zu 1600 Metern zu finden. Es wächst an Böschungen, in Wäldern, in Hecken, auf Ödflächen oder auf Felsen und bevorzugt nährstoffreiche, eher feuchte Böden an schattigen Standorten.

Erscheinung:
Die Pflanze wächst stark verzweigt und zählt zu den Halbrosettenpflanzen. Sie verbreitet einen intensiven Geruch und verträgt viel Schatten.

Blüte:
Die Blüten sind rosa bis purpurfarben. Je heller der Standort ist, desto dunkler sind die Blüten gefärbt. Sie werden vorrangig von Bienen bestäubt.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich 5-fächrige Spaltfrüchte, die sich bei Reife und Trockenheit sprunghaft verbreiten. Jede der Fruchtklappen enthält einen nussartigen Samen.


Typ der Pflanze:Ein-Jährig
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 50 cm
Eigenschaften:Heilpflanze
 Dachbegrünung

Licht-Verhältnisse:Halb-Schatten, Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Nährreich

Blüte:Mai - Okt
Blütenstand:Einzelblüte
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Mäßig / Mäßig
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Nov
Fruchtform:Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Zusammengesetzt: Gefiedert
Blattrand:Gekerbt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Magenbeschwerden, Magen-Geschwür, Durchfall, Wund-Infektion, Insekten-Stiche, Entzündung, Verkrampfung

Die Blätter und Blüten der Pflanze können als Heilkraut verwendet werden. Sie wirken harntreibend, entzündungshemmend und krampflösend. Außerdem hilft die Pflanze bei Durchfall und Magengeschwüren.
Äußerlich angewendet trägt die Pflanze zur Wundheilung bei, stillt Blutungen, schützt vor Mückenstichen und lindert Hauterkrankungen.

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 0
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 7
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 1
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Baumhummel
(Bombus hypnorum)
Baumhummel, Bombus hypnorumBaumhummel
(Bombus hypnorum)

© André Karwath, Wikimedia Commons
Dunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Dunkle Erdhummel, Bombus terrestrisDunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Steinhummel
(Bombus lapidarius)
Steinhummel, Bombus lapidariusSteinhummel
(Bombus lapidarius)
Feldweg-Schmalbiene
(Lasioglossum malachurum)
Feldweg-Schmalbiene, Lasioglossum malachurumFeldweg-Schmalbiene
(Lasioglossum malachurum)

© Gideon Pisanty, Wikimedia Commons
Gemeine Furchenbiene
(Lasioglossum calceatum)
Gemeine Furchenbiene, Lasioglossum calceatumGemeine Furchenbiene
(Lasioglossum calceatum)

© gailhampshire, Wikimedia Commons
Weißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)
Weißbinden-Schmalbiene, Lasioglossum leucozoniumWeißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)

© USGS Native Bee Inventory and Monitoring Laboratory, Wikimedia Commons
Zweifarbige Sandbiene
(Andrena bicolor)
Zweifarbige Sandbiene, Andrena bicolorZweifarbige Sandbiene
(Andrena bicolor)

© Ramona Körner

Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen

Eulonchus sapphirinus
, Eulonchus sapphirinusEulonchus sapphirinus

© Wsiegmund, Wikimedia Commons