Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 20.05.2024
Wiesen-Labkraut (Gálium mollúgo)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Gemeines Labkraut, Grasstern
Gattung: Gálium
Familie: Rubiáceae (Rötegewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Das Wiesen-Labkraut ist in Mittel-Europa, in Teilen Asiens sowie in Nord-Afrika beheimatet und wächst auf Wiesen und Weiden, an Weg- und Waldrändern oder in lichten Wäldern. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, nährstoffreiche, humose, sandig-lehmige Böden in möglichst sonniger Lage.

Erscheinung:
Die krautig wachsende Pflanze besitzt einen vierkantigen Stängel, der teils rötlich überlaufen ist. Die Blätter sind quirlförmig entlang des Stängels angeordnet. Die Einzelblätter sind länglich schmal, ganzrandig, teils mit sehr feinen Stacheln besetzt und am äußeren Ende mit deutlichem Stachel versehen.

Blüte:
Die Blüten erscheinen in breiten und lockeren, traubigen Blütenständen. Die Einzelblüten besitzen vier weiße Kronblätter. Nach der Blüte stehen die Blütenstiele zumeist sparrig ab. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Hummeln.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Spaltfrüchte, die aus zwei kugelförmigen Teilfrüchten bestehen. Vegetativ vermehrt sich die Pflanze durch Ausläufer.

Verwendung der Pflanze

Junge Triebspitzen und Blüten sind essbar und können als Salatbeilage oder zum Garnieren von Speisen verwendet werden.
Die Pflanze enthält Labferment und kann Milch zum Gerinnen bringen. Daher eignet sie sich zur Herstellung von Käse.
Die Wurzel kann zum Färben von Textilien genutzt werden und verleiht diesen eine rote Farbe.

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    Ecosia-Bildersuche

    Typ der Pflanze:Staude
    Wuchsform:Aufrecht, Kriechpflanze
    Wuchshöhe:max. 100 cm
    Eigenschaften:Essbar
     Färberpflanze

    Licht-Verhältnisse:Sonnig
    Boden:Mäßig feucht
     Nährreich, Humos

    Blüte: Mai - Sep
    Blütenstand:Traube
    Blütenform:4 Kronblätter
    Pollen / Nektar:Kaum / Kaum
    Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Sep
    Fruchttyp:Schließfrucht: Spaltfrucht

    Blattform:Länglich schmal, Zusammengesetzt: Quirlförmig
    Blattrand:Glatt, Ganzrandig
    Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


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    Nutzen für folgende Insektenarten

    Anzahl Schmetterlinge: 2
    Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 2
    Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 1
    Anzahl Käfer: 0
    Anzahl Schnabelkerfe: 0
    Anzahl Heuschrecken: 0

    Hautflügler, z.B. Wildbienen

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    © James Lindsey at Ecology of Commanster, Wikimedia Commons

    Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen

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    Schmetterlinge

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    © jean-pierre Hamon, Wikimedia Commons