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Letzte Änderung: 22.06.2018
Echte Katzenminze (Népeta catária)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Katzenmelisse, Katzenkraut
Gattung: Népeta
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Echte Katzenminze ist im Mittelmeergebiet sowie in Teilen Asiens beheimatet und wächst an Wegrändern, auf Ruderalflächen oder an Hecken. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, nährstoffreiche, steinige, sandig-lehmige Böden in möglichst warmer und sonniger Lage.

Erscheinung:
Die aufrecht wachsende Pflanze besitzt verzweigte, längs gerillte, hohle, filzig behaarte Stängel. Die matt-grünen, kreuzgegenständig angeordneten Laubblätter sind elliptisch geformt und zum Ende hin spitz zulaufend. Der Blattrand ist gesägt und fein behaart. Die Pflanze verbreitet einen zitronenartigen, Minze ähnlichen Geruch.

Blüte:
Die Pflanze bildet weiße bis bläuliche Lippenblüten, die sich in scheinquirligen, ährenartigen Blütenständen befinden. Die Oberlippe ist zweigeteilt und deutlich kleiner als die Unterlippe. Die Unterlippe ist dreiteilig und purpurn gefleckt. Der glockenförmig verwachsene Kelch ist fünfzähnig zugespitzt. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Bienen und Hummeln.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich vierteilige Klausenfrüchte, die bräunliche Samen enthalten. Vegetativ kann die Pflanze durch Stecklinge oder durch Teilung des Wurzelstocks vermehrt werden.

Wissenswertes

Die Pflanze bildet eine chemische Substanz mit der Bezeichnung Nepetalacton, die auf verschiedene Insektenarten (z.B. Flöhe, Mücken, Kakerlaken) abstoßend wirkt.

Echte Katzenminze, Katzenmelisse, Katzenkraut, Nepeta cataria, Minze, Melisse

Bild: © KENPEI (KENPEI's photo), Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0

Ecosia-Bildersuche

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 120 cm
Eigenschaften:Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Mäßig feucht
 Nährreich

Blüte:Jun - Sep
Blütenstand:Ähre
Blütenform:Zygomorph
Pollen / Nektar:Kaum / Viel
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Gesägt, Behaart
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Zahnschmerzen, Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Husten, Erkältung, Grippaler Infekt, Bronchitis, Atemwegs-Beschwerden, Infekt, Angst-Zustände, Nervosität, Erregungszustände, Schlafstörungen, Verschlackung, Verkrampfung, Schmerzen, Wasseransammlung

Die Pflanze wirkt antibakteriell, entgiftend, beruhigend, Schmerz lindernd, Krampf lösend, Schweiß treibend, Fieber senkend, Harn treibend und Appetit anregend. Sie hilft bei Verdauungsbeschwerden sowie bei Erkältungskrankheiten (z.B. Grippe) und Atemwegsbeschwerden (z.B. Bronchitis).

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Blätter, Blüten

Das oberirdische Kraut kann im Sommer gesammelt, getrocknet und als Tee zubereitet werden. Dazu die Mischung mit heißem Wasser übergießen, etwa 5 Minuten ziehen lassen und abschließend abseihen.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Flavonoide, Linolsäure, Linolensäure


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