Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 19.06.2024
Gewöhnlicher Andorn (Marrúbium vulgáre)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Weißer Andorn, Gemeiner Andorn, Helfkraut
Gattung: Marrúbium
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Selten


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Gewöhnliche Andorn ist im Mittelmeergebiet beheimatet. Er wächst auf Ruderalflächen, Ödland oder auf Weiden und bevorzugt eher trockene, durchlässige, nährstoffreiche Ton- und Lehmböden in warmen Gegenden.

Erscheinung:
Die Stängel der Pflanze wachsen aufrecht und sind vor allem im unteren Bereich weißfilzig behaart. Die Blätter sind breit eiförmig bis kreisförmig und ihr Rand ist unregelmäßig gekerbt.

Blüte:
Die Blüten wachsen in Scheinquirlen. Die etwa 4 mm lange Kelchröhre ist mit abstehenden Kelchzähnen versehen. Die Blütenkrone ragt deutlich aus dem Kelch heraus und ist weiß gefärbt.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Klausenfrüchte.

Verwendung der Pflanze

Die Pflanze wurde früher als "Arznei der Lunge" bezeichnet. Sie hat einen angenehmen Geruch und ihre Blätter schmecken scharf und bitter.

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    Ecosia-Bildersuche

    Typ der Pflanze:Staude
    Wuchsform:Aufrecht
    Wuchshöhe:max. 60 cm
    Eigenschaften:Heilpflanze

    Licht-Verhältnisse:Sonnig
    Boden:Trocken, Mäßig feucht
     Nährreich

    Aussaat:Mär - Apr
    Blüte: Jun - Aug
    Blütenform:Zygomorph
    Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
    Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Aug
    Fruchttyp:Zerfallfrucht: Klausenfrucht

    Blattform:Kreisförmig, Rund
    Blattrand:Gekerbt
    Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven

    Heilwirkungen der Pflanze

    Stichwörter:
    Druck- und Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Leber-Beschwerden, Gallen-Beschwerden, Husten, Fieber, Bronchitis, Atemwegs-Beschwerden, Menstruations-Störungen, Verschlackung, Entzündung

    Aus den getrockneten Blättern, Blüten und oberen Stängelteilen kann ein Tee zubereitet werden, der bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden (z.B. Blähungen, Völlegefühl, Durchfall) sowie bei Gallen- und Leberbeschwerden hilft. Er wirkt zudem Schleim lösend und lindert Atemwegsbeschwerden wie Husten und Bronchitis. Auch bei Menstruationsbeschwerden und Fieber hilft die Pflanze. Sie ist zudem ein gutes Blutreinigungsmittel.
    Äußerlich kann die Pflanze bei Ent­zündungen der Haut und Schleimhäute angewendet werden.

    Pflanzen-Inhaltsstoffe


    Sonstige Inhaltsstoffe
    Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe