Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Weg-Malve

Málva neglécta

Alternative Bezeichnungen: Feld-Malve, Gänse-Malve, Gänsepappel, Hasenpappel, Käsepappel, Übersehene Malve
Gattung: Málva
Familie: Malváceae (Malvengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient

Weg-Malve

Pflanzen-Typ: Ein-Jährig, Zwei-Jährig

Wuchsform: Aufrecht, Kriechpflanze

Wuchshöhe: max. 50 cm

Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jun - Okt
Fruchtreife: Jul - Nov

Eigenschaften:

Essbar, Heilpflanze, Schnecken resistent
Stickstoff-Zeiger, Schmetterlings-Weide

Standort:

Sonnig

Boden:

Mäßig feucht, Nährreich, Humos

Allgemeine Informationen

Die Weg-Malve ist in Europa, in Nordafrika sowie im westlichen Asien beheimatet und wächst an Weg- und Feldrändern, auf Ruderalflächen oder in Gartenanlagen. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, nährstoffreiche, humose Böden in sonniger und warmer Lage.

Aussehen

Die krautige Pflanze wächst niederliegend und bildet bogig aufsteigende Stängel, die an ihrer Basis verzweigt sind. Das Wurzelsystem ist kurz und faserig. Die wechselständig angeordneten, lang gestielten Laubblätter sind kreisrund und nierenförmig eingeschnitten. Der Blattrand ist gekerbt bis gezähnt und fein behaart.

Die Blüten erscheinen in der Regel einzeln oder zu mehreren aus den Blattachseln. Sie besitzen fünf weißlich-rosafarbene Kronblätter, die durch mehrere dunkle, rosaviolette Längslinien gekennzeichnet sind. Der äußere Rand der Kronblätter ist herzförmig eingebuchtet. Der Kelch ist zerstreut behaart und deutlich kürzer als die Kronblätter. Die Bestäubung erfolgt durch die Pflanze selbst oder durch Insekten wie z.B. Bienen oder Fliegen.

Vermehrung

Nach der Befruchtung bilden sich runde Spaltfrüchte, die bis zu 15 behaarte Teilfrüchte mit jeweils einem braunen Samen enthalten.

Verwendung

Junge Blätter können roh als Salat und gekocht ähnlich wie Spinat zubereitet werden. Auch die Blüten sowie die unreifen Früchte können gegessen werden.

Gut zu wissen

Raupen verschiedener Schmetterlingsarten ernähren sich von der Pflanze.

Heilwirkungen

Stichwörter:
Mundschleimhaut-Entzündung, Oxidativer Stress, Hämorrhoiden, Magenbeschwerden, Reiz-Magen, Magenschleimhaut-Entzündung, Magen-Geschwür, Verdauungsbeschwerden, Wund-Infektion, Haut-Ekzem, Erkältung, Grippaler Infekt, Heiserkeit, Bronchitis, Atemwegs-Beschwerden, Husten, Entzündung


Die Pflanze wirkt antioxidativ, durchblutungsfördernd und entzündungshemmend. Sie hilft bei Husten sowie bei Reizungen der Mund-, Rachen- und Magenschleimhaut.
Äußerlich angewendet kann sie in Form von Breiumschlägen die Wundheilung unterstützen, bei Ekzemen und entzündlichen Geschwüren helfen sowie die Beschwerden durch Hämorrhoiden lindern.


Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Blätter, Blüten

Für eine Teezubereitung frische fein geschnittene Blätter und Blüten kurz aufkochen oder mit kochendem Wasser übergießen und für 5-10 Minuten ziehen lassen, danach abseihen.

Vitalstoffe

Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin C (Ascorbinsäure)Menge unbekanntØ 59.484 mg100 mg

Sonstige Inhaltsstoffe
Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe