Gewöhnlicher Wasserdost
Eupatórium cannabínum
Alternative Bezeichnungen: Kunigundenkraut, WasserhanfGattung: Eupatórium
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 200 cm
Blüte: 
Jul - Sep
Fruchtreife: Sep - Okt
Eigenschaften:
Heilpflanze, Schnecken resistent, FärberpflanzeStickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide
Standort:
Sonnig, Halb-SchattenBoden:
Mäßig feucht, Feucht, Basisch, NährreichAllgemeine Informationen
Der Gewöhnliche Wasserdost ist in Europa verbreitet und wächst in Waldlichtungen, an Waldrändern, auf feuchten Wiesen oder an Ufern von Bächen und bevorzugt feuchte, meist kalkhaltige, nährstoffreiche Böden.Aussehen
Die Pflanze besitzt einen reich beblätterten Stängel, der häufig rötlich überlaufen ist. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet und handförmig gefiedert. Der Blattrand ist zumeist grob gesägt.
Der schirmrispige Blütenstand besteht aus zahlreichen körbchenförmigen Teilblütenständen. Jedes Blütenkörbchen besitzt 4-6 weißlich rosafarbene Röhrenblüten. Die Narben reichen deutlich erkennbar aus den Blüten heraus. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, insbesondere durch Schmetterlinge und Schwebfliegen.
Vermehrung
Nach der Befruchtung bilden sich Achänen. Der Pappus besteht aus vielen Haaren.
Verwendung
Wasserdost kann zum Gelbfärben von Stoffen verwendet werden.
Heilwirkungen
Stichwörter:
Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Erhöhter Cholesterinspiegel, Milz-Beschwerden, Leber-Beschwerden, Blasen-Beschwerden, Nieren-Beschwerden, Akne, Wund-Infektion, Heuschnupfen, Atemwegs-Beschwerden, Grippaler Infekt, Erkältung, Husten, Infekt, Gelenk-Entzündung, Verschlackung, Entzündung, Abwehrschwäche, Wasseransammlung
Aus dem Kraut der Pflanze kann eine Tinktur, ein Kaltauszug oder Tee zubereitet werden. Die Pflanze stärkt das Immunsystem und hilft dadurch, Erkältungen, Grippe und Infektionen vorzubeugen. Außerdem kann sie zur Linderung von Heuschnupfen-Beschwerden beitragen. Desweiteren wirkt die Pflanze entzündungshemmend und unterstützt bei der Blutreinigung, indem sie Leber, Milz und Galle anregt. Auch auf Niere und Blase wirkt sie anregend und hilft so bei Wassersucht. Eine Wasserdost-Wein-Kur hilft dabei, den Cholesterin-Gehalt im Blut zu senken.
Äußerlich angewendet kann Wasserdost in Form von Salbe oder als Breiauflage bei Hautproblemen, Wunden und Geschwüren helfen.
Die Pflanze sollte nicht dauerhaft eingenommen werden, da sie im Verdacht steht, die Leber zu schädigen. Bei einer Überdosierung droht Brechreiz.
Vitalstoffe
Sonstige InhaltsstoffeÄtherische Öle, Gerbstoffe
