Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Aufgeblasenes Leimkraut

Siléne vulgáris

Alternative Bezeichnungen: Taubenkropf-Leimkraut, Blasen-Leimkraut
Gattung: Siléne
Familie: Caryophylláceae (Nelkengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien

Aufgeblasenes Leimkraut

Pflanzen-Typ: Staude

Wuchsform: Aufrecht

Wuchshöhe: max. 50 cm

Blüte: Mai - Sep
Fruchtreife: Sep - Okt

Eigenschaften:

Essbar, Tiefwurzler, Pionierpflanze
Nacht-Weide

Standort:

Sonnig

Boden:

Trocken, Basisch, Mager

Allgemeine Informationen

Das Aufgeblasene Leimkraut ist in den gemäßigten Breiten Europas und Westasiens zu finden. Es wächst auf trockenen Wiesen, in Steinbrüchen oder an Wegrändern und bevorzugt trockene, magere, kalkhaltige Böden in sonniger Lage. Die Pflanze zählt zu den Pionierpflanzen.

Aussehen

Die Wurzeln der Pflanze können bis zu einen Meter tief ins Erdreich ragen. Die aufrechten, nicht klebrigen Stängel enden in verzweigten Blütenständen. Die Laubblätter sind bläulich grün und eiförmig bis lanzettlich.

Die gegabelten Blütenstängel sprießen aus Stängelknoten. Die weißen oder hellrosafarbenen Kelchblätter der Blüten wirken aufgeblasen. Die fünf Kronblätter der Blüten sind weiß und tief eingeschnitten. Die Staubblätter und Griffel ragen aus der Blüte heraus. In der Nacht verströmen die Blüten einen kleeartigen Duft. Sie werden von langrüsseligen Bienen und Nachtfaltern besucht, die an den sich tief im Kelch befindenden Nektar gelangen wollen. Hummeln beißen dazu ein Loch in den Kelch.

Vermehrung

Nach der Befruchtung bilden sich kugelige Kapselfrüchte, die nierenförmige graue Samen enthalten. Neben der Vermehrung durch Samen kann sich die Pflanze auch durch Ableger fortpflanzen.

Verwendung

Die jungen Triebe der Pflanze können als Gemüse zubereitet oder roh als Salatbeilage verwendet werden.
Früher wurde aus den Wurzeln Seifenlauge gekocht.