Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Gewöhnliche Robinie

Robínia pseudoacácia

Alternative Bezeichnungen: Falsche Akazie, Silberregen, Scheinakazie
Gattung: Robínia
Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Nordamerika

Gewöhnliche Robinie

Pflanzen-Typ: Baum

Wuchsform: Aufrecht

Wuchshöhe: max. 25 m

Blüte: Mai - Jun
Fruchtreife: Sep - Okt

Eigenschaften:

Giftig, Stark giftig, Tiefwurzler, Heilpflanze, Pionierpflanze, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide

Standort:

Sonnig, Halb-Schatten

Boden:

Mäßig feucht

Allgemeine Informationen

Die Gewöhnliche Robinie ist ursprünglich im atlantischen Nordamerika beheimatet. Mittlerweile ist sie jedoch auch in Europa, Nordafrika sowie in West- und Ostasien zu finden. Der Baum zählt zu den Pionierpflanzen in Laubmischwäldern und trägt zur Waldregeneration nach Waldbränden oder Kahlschlägen bei. Er festigt den Boden und reichert ihn mit Stickstoff an. Ansonsten ist der Baum recht anspruchslos und wächst bevorzugt auf mäßig nährstoffreichen Sand- und Lehmböden.

Aussehen

Die Robinie weist eine rundliche oder locker schirmartige Krone auf. Ihre Borke ist graubraun bis dunkelbraun und tief gefurcht. Die Laubblätter sind wechselständig und unpaarig gefiedert. Die Einzelblätter sind eiförmig.

Die weißen, duftenden Blüten erscheinen in langen, hängenden traubigen Blütenständen. Sie sind reich an Nektar und werden daher gern von Insekten (z.B. Bienen) besucht.

Vermehrung

Nach der Befruchtung bilden sich stark abgeflachte Hülsenfrüchte, die bis zu 12 braune, glatte und sehr hartschalige Samen enthalten können. Die Früchte können bis zum nächsten Frühjahr am Baum vorhanden sein. Die Samen werden durch den Wind verbreitet und sind sehr lange keimfähig (bis zu 30 Jahre). Zur Keimung benötigen sie sehr viel Sonnenlicht. Auch vegetativ kann sich der Baum durch Wurzelausläufer vermehren.

Verwendung

Das Holz der Robinie ist sehr widerstandsfähig, biegsam, fest und äußerst hart. Es wird vor allem im Schiff- und Möbelbau verwendet und dient als Alternative zu Tropenhölzern.

Die Blüten der Robinie sind nicht giftig. Sie können zu Saft oder Sirup verarbeitet werden.

Gut zu wissen

Die Robinie ist stark giftig, vor allem die Rinde, die Wurzel und die Früchte. Nach dem Verzehr können Vergiftungserscheinungen wie z.B. Übelkeit und Brechreiz, Magenschmerzen, Durchfall, Krämpfe, Schwindel und Schlafsucht auftreten. Der Verzehr der Samen und das Kauen der Wurzeln kann sogar tödlich enden. Selbst das Einatmen des Holzstaubes bei der Holzverarbeitung kann zu Vergiftungserscheinungen führen.

Bei Tieren wie z.B. Pferden, Rindern, Hunden und Katzen kann der Verzehr ebenfalls zum Tode führen.

Heilwirkungen

Stichwörter:
Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Erbrechen, Sodbrennen, Trockene Haut


Aus frischen und getrockneten Blüten kann ein Tee zubereitet werden. Dieser hilft bei Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Übelkeit und Brechreiz. Außerdem können die Blüten zu einer Salbe verarbeitet werden, die bei trockener, spröder und rissiger Haut hilft.


Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Blüten