Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Lorbeer-Kirsche

Prúnus laurocérasus

Alternative Bezeichnungen: Kirschlorbeer, Pontische Lorbeerkirsche
Gattung: Prúnus
Familie: Rosáceae (Rosengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien

Lorbeer-Kirsche

Pflanzen-Typ: Strauch, Baum

Wuchsform: Aufrecht

Wuchshöhe: max. 14 m

Blüte: Apr - Mai
Fruchtreife: Sep - Okt

Eigenschaften:

Immergrün, Giftig, Tiefwurzler, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide

Standort:

Sonnig, Halb-Schatten, Schatten

Boden:

Mäßig feucht, Nährreich, Humos

Allgemeine Informationen

Die Lorbeer-Kirsche ist in Südost-Europa sowie in Teilen Asiens (z.B. Kaukasusgebiet, Kleinasien) beheimatet und wächst dort in lichten Wäldern, entlang der Küste oder in Gebüschen. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, tiefgründige, humose, nährstoffreiche Lehmböden in möglichst halbschattiger und geschützter Lage.

Aussehen

Der immergrüne Baum wird in Europa häufig als Strauch kultiviert und erreicht hier in der Regel Wuchshöhen von bis zu 6 Metern. Er gehört zu den Herzwurzlern und bildet eine glatte, gräulich-braune Rinde. Die wechselständig angeordneten und kurz gestielten Laubblätter sind derb-ledrig und elliptisch geformt. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite eher matt und hellgrün. Der Blattrand ist überwiegend glatt, teils gesägt.

Die Blüten erscheinen in aufrechten, traubigen Blütenständen. Sie besitzen fünf weiße Kronblätter.

Vermehrung

Nach der Befruchtung bilden sich Steinfrüchte, die zunächst grün, bei Reife schwarz gefärbt sind. Die Samen zählen zu den Kaltkeimern. Ihre Verbreitung geschieht häufig durch Vögel wie z.B. Drosseln oder auch durch Mäuse. Vegetativ kann die Pflanze im Sommer durch Stecklinge vermehrt werden.

Verwendung

Die Samen der Früchte sind giftig, insbesondere, wenn sie zerkaut werden, da dann im Magen Blausäure entsteht. Werden die Früchte hingegen gekocht, kann aus dem Fruchtfleisch Marmelade oder Gelee hergestellt werden.

Gut zu wissen

Sämtliche Teile der Pflanze (mit Ausnahme des Fruchtfleisches) sind giftig. Nach dem Verzehr von Blättern oder zerkauten Samen kann es zu Vergiftungserscheinungen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Kopfschmerzen, Atemproblemen und Krämpfen kommen. Mehr als zehn zerkaute Samen können bei Kindern zum Tod durch Herz- oder Atemstillstand führen.