Hohler Lerchensporn

Corýdalis cáva

Weitere Bezeichnungen: Hohlknolliger Lerchensporn
Gattung: Corýdalis
Familie: Papaveráceae (Mohngewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa

Hohler Lerchensporn
Bild: © Björn S., Wikimedia Commons

Pflanzen-Typ: Staude

Wuchsform: Aufrecht

Wuchshöhe: max. 30 cm

Aussaat: Mai - Feb
Blüte: Mär - Mai
Fruchtreife: Mai - Jun

Eigenschaften:

Giftig
Stickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide

Standort:

Halb-Schatten, Schatten

Boden:

Mäßig feucht, Basisch, Nährreich, Humos

Allgemeine Informationen

Der Hohle Lerchensporn ist in Süd- und Mitteleuropa beheimatet und wächst vor allem in Laubwäldern, in Auenwäldern sowie in Gebüschen. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte bis feuchte, humose, kalkhaltige, nährstoffreiche Lehmböden in halbschattiger bis schattiger Lage.

Aussehen

Die krautig wachsende Pflanze bildet einen kugeligen, knolligen, hohlen Wurzelstock, in dem sich mit zunehmendem Alter Tochterknollen bilden. Die unterirdische Wurzelknolle dient als Überdauerungsorgan. Der aufrechte, runde, kahle Stängel ist unverzweigt und besitzt lang gestielte, wechselständig angeordnete Laubblätter. Diese sind doppelt dreiteilig und fiederschnittig. Die Blattoberseite ist bläulich-grün gefärbt, die Unterseite weißlich-grün.

Die zahlreichen gespornten Blüten erscheinen in einem traubigen Blütenstand, allerdings erst ab dem vierten Lebensjahr. Sie entwickeln zwei äußere und zwei innere Kronblätter. Die inneren Kronblätter sind weißlich bis hell-violett und miteinander verwachsen. Die violetten, teils auch weißen äußeren Kronblätter sind die Ober- und Unterlippe der zygomorphen Blüte. Sie sind teils nach außen gebogen und zumeist tief eingeschnitten. Unterhalb der Blüten befindet sich ein elliptisch geformtes, ganzrandiges Tragblatt, ein Unterscheidungsmerkmal zum Gefingerten Lerchensporn. Der Sporn enthält reichlich Nektar, wodurch vor allem langrüsselige Insekten wie z.B. verschiedene Wildbienenarten angelockt werden. Kurzrüsselige Insekten gelangen ebenfalls an den Nektar, indem sie den Sporn anbeißen.

Vermehrung

Nach der Befruchtung bilden sich schotenförmige Kapselfrüchte, die kugelförmige, schwarz glänzende Samen enthalten. Die Samen sind mit einem weißlichen Anhängsel versehen, durch das Ameisen angelockt werden und für die Verbreitung sorgen. Sie zählen zu den Kaltkeimern. Im Boden reifen die Samen nach, bevor aus ihnen ein einzelnes Keimblatt entsprießt. Vegetativ vermehrt sich die Pflanze durch ihre Tochterknollen.

Gut zu wissen

Die Raupen des Schwarzen Apollofalters sind auf die Blätter der Pflanze als Hauptnahrungsquelle angewiesen.
Sämtliche Pflanzenteile, insbesondere die Wurzelknolle, sind giftig. Durch Aufnahme der in der Pflanze enthaltenen Alkaloide können unter anderem Lähmungserscheinungen der Muskulatur und Krämpfe auftreten.