Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Gewöhnlicher Frauenmantel

Alchemílla vulgáris

Alternative Bezeichnungen: Spitzlappiger Frauenmantel
Gattung: Alchemílla
Familie: Rosáceae (Rosengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa

Gewöhnlicher Frauenmantel

Pflanzen-Typ: Staude

Wuchsform: Aufrecht

Wuchshöhe: max. 50 cm

Blüte: Mai - Okt
Fruchtreife: Sep - Nov

Eigenschaften:

Heilpflanze, Schnecken resistent

Standort:

Sonnig, Halb-Schatten

Boden:

Mäßig feucht, Feucht, Basisch, Nährreich, Humos

Allgemeine Informationen

Der Gewöhnliche Frauenmantel ist in Mittel- und Nordeuropa beheimatet. Er ist häufig in den Mittelgebirgen zu finden und wächst auf sumpfigen Wiesen, in lichten Wäldern, an Ufern, an Böschungen oder in Gebüschen. Die Pflanze bevorzugt eher basische, frische, humose, nährstoffreiche Lehmböden.

Aussehen

Der Gewöhnliche Frauenmantel zählt zu den Halbrosetten-Pflanzen. Im Frühjahr wachsen aus dem Rhizom mehrere Stängel mit runden, teils nierenförmigen, gefalteten, gelappten Blättern, deren Blattrand gesägt ist. Über Nacht scheiden sie über kleine Poren Wasser aus, das am Morgen auf den Blättern in Form von Tropfen zu sehen ist.

Die Blütenstände sind rispenähnlich. Die kleinen unscheinbaren Blüten sind gelblich grün. Sie besitzen keine Kronblätter und werden von Insekten wie z.B. Käfern oder Fliegen besucht.

Vermehrung

Nach der Befruchtung bilden sich Nüsschen. Die Samen, die hauptsächlich durch Anhaftung verbreitet werden, sind Frost- und Lichtkeimer.

Verwendung

Die Blüten verströmen ein intensives Honigaroma und eignen sich gut als Zutat für Getränke wie Tee, Limonade, Sirup oder für Tinkturen.

Heilwirkungen

Stichwörter:
Kopfschmerzen, Migräne, Herz-Schwäche, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Durchfall, Furunkel, Haut-Ekzem, Husten, Erkältung, Atemwegs-Beschwerden, Schlafstörungen, Menstruations-Störungen, Wechseljahres-Beschwerden


Der Frauenmantel findet vorrangig in der Frauenheilkunde Verwendung. Ein Tee, zubereitet aus dem Kraut, hilft bei Menstruationsstörungen, Wechseljahresbeschwerden, Durchfall, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Auch Beschwerden der Atmungsorgane (z.B. bei Husten und Erkältung) oder bei der Verdauung können gelindert werden. Zudem wirkt der Tee Herz stärkend und sorgt für elastischere Blutgefäße.
Äußerlich angewendet hilft die Pflanze bei Geschwüren, Haut-Juckreiz und Ekzemen und unterstützt die Wundheilung.

Vitalstoffe

Sonstige Inhaltsstoffe
Gerbstoffe