Sonntag, 24. September 2017   Kontakt Login



Der Boden und sein Nutzen

Gefahren für den Boden

Humus-Boden – So geht's


Der Boden ist weltweit in Gefahr

Weltweit gehen jährlich etwa 24 Milliarden Tonnen fruchtbarer Boden verloren. Das passiert zehn- bis hundertmal schneller als er sich neu bilden kann. Die Neubildungsrate von fruchtbarem Boden beträgt je nach regionalen Bedingungen zwischen ein und zweieinhalb Zentimeter pro Jahrhundert.
In Deutschland verlieren täglich 77 Hektar Boden ganz oder teilweise ihre Funktion. Das entspricht mehr als 100 Fußballfeldern. Was sind die Ursachen dafür?

  • Durch die Ausbreitung von Städten und den Ausbau des Straßennetzes wird fruchtbarer Boden versiegelt. Da der Bedarf an Ackerland jedoch gleichzeitig stetig steigt, werden weltweit Wälder und Savannen in Ackerland umgewandelt. Dadurch kommt es zur Ausbreitung von Wüsten und klimaschädliche Gase, die über Jahrtausende im Boden gespeichert waren, werden freigesetzt.
  • Bei der industriellen Landwirtschaft wird durch den Einsatz von schweren Maschinen der Boden verdichtet. Dadurch wird der Lebensraum der im Boden lebenden Organismen gestört. Außerdem wird der Boden in seiner Funktion als Wasserspeicher und bei der Wasseraufnahme und -reinigung beeinträchtigt.
    Die Überdüngung der Felder mit synthetischem Stickstoff und Gülle führt dazu, dass der natürliche Prozess der Boden-Neubildung aus dem Gleichgewicht gerät, da das Leben im Boden abstirbt. Gleichzeitig gelangen überschüssige Nitrate in Flüsse und Meere und fördern dort das Algenwachstum, was zum Absterben des Unterwasserlebens führt.
  • Durch Wind- und Wassererosion werden fruchtbare Schichten von freiliegendem Boden weggeweht bzw. weggeschwemmt. Beim Bergbau werden Bodenschichten abgetragen und ganze Regionen unfruchtbar hinterlassen.

Weitere Informationen können dem von der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. herausgegebenen Bodenatlas entnommen werden.