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Letzte Änderung: 14.12.2018
Ysop (Hyssópus officinális)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Heiliges Kraut, Bienenkraut, Eisenkraut, Josefskraut
Gattung: Hyssópus
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Selten


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Ysop ist in Kleinasien, im Mittelmeerraum sowie in Mittel- und Südosteuropa beheimatet und wächst auf Trockenwiesen, an Wegrändern, an Böschungen oder an felsigen Standorten. Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige, durchlässige, nährstoffarme und eher trockene Böden in warmer und sonniger Lage.

Erscheinung:
Die Wurzeln der Pflanze reichen tief ins Erdreich, um auch in kargen und trockenen Gebieten an die notwendigen Nährstoffe zu gelangen. Der aufrechte Stängel ist zum Teil stark verzweigt. An ihm wachsen gegenständig angeordnete, zumeist sitzende, lineal-lanzettliche Blätter, die stark aromatisch duften und an Ober- und Unterseite dicht mit Öldrüsen besetzt sind.

Blüte:
Die blauen bis violetten Blüten wachsen in ährigen Blütenständen. Aus den einzelnen Blüten ragen deutlich sichtbar vier Staubblätter heraus. Bei Insekten wie z.B. Hummeln und Schmetterlingen sind die Blüten sehr beliebt.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich vierteilige Klausenfrüchte, die kleine braune Nüsschen enthalten. Diese verschleimen, sobald sie feucht werden. Bei den Samen handelt es sich um Lichtkeimer. Neben der Vermehrung durch Samen kann die Pflanze auch durch Teilung vermehrt werden.

Verwendung der Pflanze

Ysop wird bereits seit dem Mittelalter als Gewürz und Heilmittel verwendet.
Frische, junge Blätter können als Salat- und Gemüsebeigabe verwendet werden. Auch getrocknete Blätter lassen sich als Gewürzmittel verwenden.
Außerdem kann die Pflanze als Zutat bei der Kräuterlikör-Herstellung dienen.
Bei Raupen und Schnecken ist die Pflanze weniger beliebt und kann daher zum Schutz anderer Pflanzen beitragen.

Typ der Pflanze:Halbstrauch
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 60 cm
Eigenschaften:Essbar
 Tiefwurzler
 Heilpflanze
 Schnecken resistent
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht
 Basisch, Mager

Aussaat:Apr - Jun
Blüte:Jun - Sep
Blütenstand:Ähre
Blütenform:Zygomorph
Pollen / Nektar:Kaum / Sehr viel
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Länglich schmal
Blattgröße (LxB):ca. 3 x 0.6 cm
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Zahn-Karies, Zahnschmerzen, Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Magenschleimhaut-Entzündung, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Stuhl-Verstopfung, Nieren-Beschwerden, Blasen-Beschwerden, Gallen-Beschwerden, Haut-Ekzem, Haut-Pilz, Wund-Infektion, Trockene Haut, Husten, Erkältung, Bronchitis, Asthma, Atemwegs-Beschwerden, Verschlackung, Entzündung, Verkrampfung

Ysop kann als Tee zubereitet werden und hilft bei Verschleimungen der Atemwege sowie bei Husten und Asthma. Das Kraut wirkt Krampf lösend, entzündungshemmend, Keim tötend, antiseptisch, Schweiß und Harn treibend und reinigend. Außerdem hilft es bei Entzündungen der Harnwege, bei Problemen mit der Gallenblase sowie bei Verdauungsbeschwerden wie z.B. Verstopfung und Blähungen. Auch als Mittel für Mund- und Rachenspülungen kann das Kraut verwendet werden.
Äußerlich angewendet unterstützt ein Aufguss aus der Pflanze die Wundheilung und hilft bei Ekzemen und trockener, rissiger Haut.
Innerlich sollte die Pflanze nicht in zu hohen Dosen verwendet werden, da sie Halluzinationen und auch Krämpfe verursachen kann.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin C (Ascorbinsäure)Menge unbekanntØ 62.737 mg100 mg

Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Braunfühler-Schmalbiene
(Lasioglossum fulvicorne)
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