Smagy — Das Pflanzen-Portal zum Mitmachen

Letzte Änderung: 16.10.2018
Gewöhnlicher Wundklee (Anthýllis vulnerária)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Tannen-Klee
Gattung: Anthýllis
Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Selten


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Gewöhnliche Wundklee ist in Europa und Nordafrika (Atlas-Gebirge) zu finden. Er wächst auf mageren Rasen und Weiden, an Wegrändern, an Böschungen, in Steinbrüchen oder in Küstendünen und bevorzugt kalkhaltige, magere, mäßig trockene Böden in warmen Lagen.

Erscheinung:
Der Wundklee ist eine Pionierpflanze und ein wichtiger Rohbodenfestiger. Er besitzt ein kurzes, vielköpfiges Rhizom und gehört zu den Tiefwurzlern. Zusammen mit Knöllchenbakterien ist die Pflanze in der Lage, Luftstickstoff zu binden. Die Laubblätter sind grundständig und gefiedert. An aufrechten Stängeln können sich ebenfalls mehrere Blättchenpaare befinden. Die einzelnen Blättchen sind länglich bis elliptisch geformt.

Blüte:
Die Blüten wachsen in vielblütigen traubenartigen Blütenköpfen, die sich am Ende aufrechter Stängel befinden. Sie sind von handförmig geteilten Blättern umgeben. Der weißzottig behaarte Kelch ist nach der Blütezeit aufgeblasen. Die einzelnen Blüten sind meist goldgelb gefärbt und besitzen häufig rötliche Spitzen. Je intensiver die Sonneneinstrahlung ist, desto rötlicher die Blütenfärbung. Die Staubblätter sind zu einer Röhre verwachsen. Der Nektar kann nur von langrüsseligen Insekten wie Hummeln oder Schmetterlingen erreicht werden.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich ein- bis zweisamige Nüsse, die vor allem durch den Wind verbreitet werden.

Verwendung der Pflanze

Echter Wundklee ist eine gute Futterpflanze.

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 40 cm
Eigenschaften:Tiefwurzler
 Heilpflanze
 Grün-Dünger

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht
 Basisch, Mager

Blüte:Mai - Aug
Blütenstand:Traube
Blütenform:Zygomorph
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Nuss

Blattform:Zusammengesetzt: Gefiedert
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Magenbeschwerden, Wund-Infektion, Husten, Verschlackung

Aus den getrockneten Blüten der Pflanze kann ein Tee zubereitet werden, der bei Husten hilft, Harn treibend und Blut reinigend wirkt und den Magen stärkt.
Äußerlich angewendet unterstützt der Wundklee die Wundheilung und stillt Blutungen.

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Baumhummel
(Bombus hypnorum)
Baumhummel, Bombus hypnorumBaumhummel
(Bombus hypnorum)

© André Karwath aka Aka, Wikimedia Commons
Deichhummel
(Bombus distinguendus)
Deichhummel, Bombus distinguendusDeichhummel
(Bombus distinguendus)

© Frode Odegaard/Norsk institutt for naturforskning, Wikimedia Commons
Distelfalter
(Vanessa cardui)
Distelfalter, Vanessa carduiDistelfalter
(Vanessa cardui)

© Jörg Hempel, Wikimedia Commons
Gartenhummel
(Bombus hortorum)
Gartenhummel, Bombus hortorumGartenhummel
(Bombus hortorum)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
Grüner Zipfelfalter
(Callophrys rubi)
Grüner Zipfelfalter, Callophrys rubiGrüner Zipfelfalter
(Callophrys rubi)

© Harald Süpfle, Wikimedia Commons
Hellgelbe Erdhummel
(Bombus lucorum)
Hellgelbe Erdhummel, Bombus lucorumHellgelbe Erdhummel
(Bombus lucorum)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
Mai-Langhornbiene
(Eucera nigrescens)
Mai-Langhornbiene, Eucera nigrescensMai-Langhornbiene
(Eucera nigrescens)

© Alvesgaspar, Wikimedia Commons
Mooshummel
(Bombus muscorum)
Mooshummel, Bombus muscorumMooshummel
(Bombus muscorum)

© S. Rae from Scotland, UK, Wikimedia Commons
Rote Schneckenhaus-Mauerbiene
(Osmia aurulenta)
Rote Schneckenhaus-Mauerbiene, Osmia aurulentaRote Schneckenhaus-Mauerbiene
(Osmia aurulenta)

© gailhampshire from Cradley, Malvern, U.K., Wikimedia Commons
Veränderliche Hummel
(Bombus humilis)
Veränderliche Hummel, Bombus humilisVeränderliche Hummel
(Bombus humilis)

© Arnstein Staverlokk/Norsk institutt for naturforskning, Wikimedia Commons