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Letzte Änderung: 22.06.2018
Winter-Zwiebel (Állium fistulósum)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Winterhecken-Zwiebel, Sibirische Zwiebel, Lauchzwiebel, Frühlingszwiebel, Schnattra
Gattung: Állium
Familie: Liliáceae (Liliengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Winter-Zwiebel ist eine weit verbreitete Kulturpflanze, die vermutlich aus Sibirien und der Region um den Baikalsee stammt. Aber auch im Orient und in China ist sie zu finden und wird dort bereits seit langem angebaut. Die Pflanze wächst bevorzugt auf mäßig feuchten, durchlässigen, tiefgründigen, mäßig nährstoffreichen, humosen Böden in möglichst warmer und sonniger Lage.

Erscheinung:
Die Winter-Zwiebel wächst Horst bildend. Ihre Zwiebel ist weiß und länglich schmal. Im Herbst werden Nebenzwiebeln gebildet. Ihre glatten, kräftigen Laubblätter sind rund und innen hohl.

Blüte:
Die weißen Blüten erscheinen als Scheindolden. Sie besitzen zwei Kreise aus jeweils drei Kronblättern. Die Staubblätter ragen deutlich aus den Blüten hervor. Die drei Fruchtblätter sind zu einem dreifächerigen Fruchtknoten verwachsen. Die Blüten sind reich an Nektar und Pollen und daher eine sehr gute Nahrungsquelle für Insekten wie z.B. Bienen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Kapselfrüchte, die kleine, dunkelbraune, eckige Samen enthalten. Bei ausreichend Wärme keimen die Samen bereits nach wenigen Tagen.
Vegetativ vermehrt sich die Pflanze durch ihre Nebenzwiebeln.

Verwendung der Pflanze

Die Winter-Zwiebel ist relativ mild im Geschmack. Die Blätter hingegen schmecken schärfer als beispielsweise Schnittlauch oder Speisezwiebeln. Sie können roh oder gekocht verzehrt werden. Die Samen lassen sich frisch geerntet als Gewürz verwenden.

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 100 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Mäßig feucht
 Humos

Aussaat:Feb - Apr
Blüte:Jun - Aug
Blütenstand:Dolde
Blütenform:Mehr als 5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Mäßig / Viel
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Sep
Fruchtform:Öffnungsfrucht: Kapselfrucht

Blattform:Länglich schmal
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Blatt-Nerven parallel


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Oxidativer Stress, Appetitlosigkeit, Insekten-Stiche, Husten, Erkältung, Grippaler Infekt, Fieber, Atemwegs-Beschwerden, Infekt, Krebs, Abwehrschwäche, Wasseransammlung

Blätter und Zwiebel können roh gegessen werden und wirken antioxidativ, antibakteriell, antibiotisch, Appetit anregend, Fieber senkend, Harn treibend, Magen stärkend, Schleim lösend und Krebs vorbeugend.
Äußerlich angewendet helfen zerquetschte Zwiebel und Blätter als Umschlag bei Insektenstichen.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Wurzel, Blätter

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin C (Ascorbinsäure)7 mgØ 64.557 mg100 mg

Mineralstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Calcium128 mgØ 59.208 mg1000 mg
Kalium0.13 gØ 0.346 g3 g
Magnesium11 mgØ 56.855 mg350 mg

Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe


Harmonie mit anderen Pflanzen:
Radieschen
(Ráphanus satívus var. satívus)
RadieschenRadieschen
(Ráphanus satívus var. satívus)


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)