Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 04.10.2021
Wiesenknöterich (Polýgonum bistórta)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Schlangen-Knöterich, Hasenohr, Hirschzunge, Mooszäpfchen
Gattung: Polýgonum
Familie: Polygonáceae (Knöterichgewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Selten


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Wiesenknöterich ist in Europa weit verbreitet. Er wächst auf Feuchtwiesen, in Auenwäldern oder in Ufer-Bereichen und zeigt Feuchte an. Die Pflanze bevorzugt feuchte, humose, nährstoffreiche, stickstoffhaltige Böden.

Erscheinung:
Die Pflanze wächst aus einem s-förmig gewundenen Rhizom. Sie gehört zu den Halbrosettenpflanzen. Die Laubblätter sind länglich schmal und dunkelgrün gefärbt (die Unterseite ist bläulich grün).

Blüte:
Der unverzweigte Stängel endet in einer Scheinähre, die zahlreiche rosafarbene, duftende Blüten enthält. Diese werden gern von Insekten (z.B. Schmetterlinge, Bienen) besucht.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Nüsschen, die durch den Wind oder durch Tiere verbreitet werden. Vegetativ vermehrt sich der Wiesenknöterich durch unterirdische Ausläufer.

Verwendung der Pflanze

Frische, junge Blätter der Pflanze können als Salat-Beilage verwendet werden. Sie sollten jedoch in Maßen gegessen werden, da sie Oxalsäure enthalten.
Die Wurzeln können ab Herbst ebenfalls verzehrt werden, nachdem sie gekocht wurden. Aufgrund ihres hohen Stärkegehaltes können sie getrocknet auch als Mehl-Beigabe verwendet werden.

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 100 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide
 Insb. Honigbienen-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Feucht
 Nährreich, Humos

Blüte:Mai - Aug
Blütenstand:Ähre
Pollen / Nektar:Mäßig / Viel
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Nuss

Blattform:Länglich schmal
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Darmbeschwerden, Durchfall, Husten, Atemwegs-Beschwerden, Entzündung

Das Rhizom hilft bei Entzündungen, Atemwegserkrankungen und Durchfall.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin C (Ascorbinsäure)Menge unbekanntØ 59.908 mg100 mg

Sonstige Inhaltsstoffe
Gerbstoffe


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 5
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 2
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Braunfühler-Schmalbiene
(Lasioglossum fulvicorne)
Braunfühler-Schmalbiene, Lasioglossum fulvicorneBraunfühler-Schmalbiene
(Lasioglossum fulvicorne)

© James Lindsey, Wikimedia Commons
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)

Schmetterlinge

Dunkle Knötericheule
(Dypterygia scabriuscula)
Dunkle Knötericheule, Dypterygia scabriusculaDunkle Knötericheule
(Dypterygia scabriuscula)

© Patrick Clement, Wikimedia Commons
Großer Perlmutterfalter
(Argynnis aglaja)
Großer Perlmutterfalter, Argynnis aglajaGroßer Perlmutterfalter
(Argynnis aglaja)

© Zeynel Cebeci, Wikimedia Commons
Randring-Perlmutterfalter
(Boloria eunomia)
Randring-Perlmutterfalter, Boloria eunomiaRandring-Perlmutterfalter
(Boloria eunomia)

© James Lindsey at Ecology of Commanster, Wikimedia Commons
Kleiner Feuerfalter
(Lycaena phlaeas)
Kleiner Feuerfalter, Lycaena phlaeasKleiner Feuerfalter
(Lycaena phlaeas)
Kleines Nachtpfauenauge
(Saturnia pavonia)
Kleines Nachtpfauenauge, Saturnia pavoniaKleines Nachtpfauenauge
(Saturnia pavonia)

© jean-pierre Hamon, Wikimedia Commons