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Echter Wermut (Artemísia absínthium)    Zur Druckansicht   
Alternative Bezeichnungen: Absinth, Wermutkraut, Bitterer Beifuß, Alsem
Gattung: Artemísia
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Selten


 

Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Echter Wermut ist in Südeuropa, Asien sowie in Nordafrika beheimatet. Er wächst an Wegrändern, auf Weiden, auf Ödland oder in Küstengebieten und bevorzugt mäßig trockene, karge, sandig-tonige Böden an sonnigen Standorten.

Erscheinung:
Wermut besitzt ein waagerecht wachsendes Rhizom. Die aus diesem hervorgehenden dicht beblätterten und stark verzweigten Sprosse verholzen zum Teil. Die Sprosse weisen sehr kleine punktförmige Öldrüsen auf. Die gesamte Pflanze ist silbergrau filzig behaart und riecht stark würzig. Die Blätter sind 2- bis 3-fach fiederspaltig. Die Blattoberseiten sind dicht behaart. Die Blätter im unteren Bereich der Pflanze sind lang gestielt, während die Blätter im oberen Bereich nahezu am Stängel sitzend sind.

Blüte:
Die gelben Blüten wachsen in hängenden, kugeligen Körbchen, die wiederum in rispenartigen Blütenständen erscheinen. Die Körbchen enthalten ausschließlich Röhrenblüten. Die Blüten am äußeren Rand sind weiblich und die Blüten im Inneren zwittrig.

Wissenswertes

Nach der Befruchtung bilden sich eiförmige bis zylindrische Achänen.

Verwendung der Pflanze:

Wermut kann als verdauungsförderndes Gewürz zu fetten Speisen verwendet werden.
Die Pflanze ist zudem ein Bestandteil des Absinth (alkoholisches Getränk).

Echter Wermut, Absinth, Wermutkraut, Bitterer Beifuß, Alsem, Artemisia absinthium

Bild: © H. Zell, Wikimedia Commons
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Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 120 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht
 Mager

Blüte:Jul - Sep
Blütenstand:Körbchen
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne

Blattform:Zusammengesetzt: Gefiedert
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Kopfschmerzen, Migräne, Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Magenschleimhaut-Entzündung, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Blähungen, Gallen-Beschwerden, Leber-Beschwerden, Wund-Infektion, Gelenk-Entzündung, Gelenk-Rheumatismus, Menstruations-Störungen, Entzündung, Verkrampfung

Aus dem Wermutkraut kann ein Tee zubereitet werden, der sehr bitter schmeckt. Dazu verwendet man möglichst zur Blütezeit die oberen zarten Teile der Pflanze und trocknet sie. Der Tee hilft bei Verdauungsschwäche, Gastritis, Darmkoliken oder Blähungen. Er sollte nicht bei Magen- und Darmgeschwüren eingenommen werden. Außerdem regt der Tee die Leberfunktion an und stärkt die Gallenblase. Bei Frauen fördert er die Menstruation.
Das ätherische Öl des Wermuts ist leicht giftig. Daher sollte Wermut nicht in großen Mengen und nicht über einen langen Zeitraum eingenommen werden.
Äußerlich angewendet können Magenkrämpfe durch Wermut-Umschläge auf dem Bauch gelindert werden. Auch Kopfschmerzen lassen sich durch solche Umschläge lindern. Des Weiteren können sie zur Wundheilung beitragen.
Wermutsalbe wirkt entzündungshemmend und hilft bei Arthritis, Arthrose und Gelenkrheuma.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe