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Letzte Änderung: 12.08.2018
Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatórium cannabínum)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Kunigundenkraut, Wasserhanf
Gattung: Eupatórium
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Gewöhnliche Wasserdost ist in Europa verbreitet und wächst in Waldlichtungen, an Waldrändern, auf feuchten Wiesen oder an Ufern von Bächen und bevorzugt feuchte, meist kalkhaltige, nährstoffreiche Böden.

Erscheinung:
Die Pflanze besitzt einen reich beblätterten Stängel, der häufig rötlich überlaufen ist. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet und handförmig gefiedert. Der Blattrand ist zumeist grob gesägt.

Blüte:
Der schirmrispige Blütenstand besteht aus zahlreichen körbchenförmigen Teilblütenständen. Jedes Blütenkörbchen besitzt 4-6 weißlich rosafarbene Röhrenblüten. Die Narben reichen deutlich erkennbar aus den Blüten heraus. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, insbesondere durch Schmetterlinge und Schwebfliegen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Achänen. Der Pappus besteht aus vielen Haaren.

Verwendung der Pflanze

Wasserdost kann zum Gelbfärben von Stoffen verwendet werden.

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 200 cm
Eigenschaften:Heilpflanze
 Schnecken resistent
 Stickstoff-Zeiger
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht, Feucht
 Basisch, Nährreich

Blüte:Jul - Sep
Blütenstand:Dolden-Rispe
Pollen / Nektar:Mäßig / Viel
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne

Blattform:Handförmig geteilt
Blattrand:Gesägt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Erhöhter Cholesterinspiegel, Nieren-Beschwerden, Blasen-Beschwerden, Leber-Beschwerden, Milz-Beschwerden, Akne, Wund-Infektion, Husten, Erkältung, Grippaler Infekt, Atemwegs-Beschwerden, Heuschnupfen, Infekt, Gelenk-Entzündung, Verschlackung, Entzündung, Abwehrschwäche, Wasseransammlung

Aus dem Kraut der Pflanze kann eine Tinktur, ein Kaltauszug oder Tee zubereitet werden. Die Pflanze stärkt das Immunsystem und hilft dadurch, Erkältungen, Grippe und Infektionen vorzubeugen. Außerdem kann sie zur Linderung von Heuschnupfen-Beschwerden beitragen. Desweiteren wirkt die Pflanze entzündungshemmend und unterstützt bei der Blutreinigung, indem sie Leber, Milz und Galle anregt. Auch auf Niere und Blase wirkt sie anregend und hilft so bei Wassersucht. Eine Wasserdost-Wein-Kur hilft dabei, den Cholesterin-Gehalt im Blut zu senken.
Äußerlich angewendet kann Wasserdost in Form von Salbe oder als Breiauflage bei Hautproblemen, Wunden und Geschwüren helfen.
Die Pflanze sollte nicht dauerhaft eingenommen werden, da sie im Verdacht steht, die Leber zu schädigen. Bei einer Überdosierung droht Brechreiz.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Gerbstoffe


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