Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 10.05.2021
Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatórium cannabínum)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Kunigundenkraut, Wasserhanf
Gattung: Eupatórium
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Gewöhnliche Wasserdost ist in Europa verbreitet und wächst in Waldlichtungen, an Waldrändern, auf feuchten Wiesen oder an Ufern von Bächen und bevorzugt feuchte, meist kalkhaltige, nährstoffreiche Böden.

Erscheinung:
Die Pflanze besitzt einen reich beblätterten Stängel, der häufig rötlich überlaufen ist. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet und handförmig gefiedert. Der Blattrand ist zumeist grob gesägt.

Blüte:
Der schirmrispige Blütenstand besteht aus zahlreichen körbchenförmigen Teilblütenständen. Jedes Blütenkörbchen besitzt 4-6 weißlich rosafarbene Röhrenblüten. Die Narben reichen deutlich erkennbar aus den Blüten heraus. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, insbesondere durch Schmetterlinge und Schwebfliegen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Achänen. Der Pappus besteht aus vielen Haaren.

Verwendung der Pflanze

Wasserdost kann zum Gelbfärben von Stoffen verwendet werden.

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 200 cm
Eigenschaften:Heilpflanze
 Schnecken resistent
 Färberpflanze
 Stickstoff-Zeiger
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide
 Insb. Honigbienen-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht, Feucht
 Basisch, Nährreich

Blüte:Jul - Sep
Blütenstand:Dolden-Rispe
Pollen / Nektar:Mäßig / Viel
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne

Blattform:Handförmig geteilt
Blattrand:Gesägt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Erhöhter Cholesterinspiegel, Nieren-Beschwerden, Blasen-Beschwerden, Leber-Beschwerden, Milz-Beschwerden, Akne, Wund-Infektion, Husten, Erkältung, Grippaler Infekt, Atemwegs-Beschwerden, Heuschnupfen, Infekt, Gelenk-Entzündung, Verschlackung, Entzündung, Abwehrschwäche, Wasseransammlung

Aus dem Kraut der Pflanze kann eine Tinktur, ein Kaltauszug oder Tee zubereitet werden. Die Pflanze stärkt das Immunsystem und hilft dadurch, Erkältungen, Grippe und Infektionen vorzubeugen. Außerdem kann sie zur Linderung von Heuschnupfen-Beschwerden beitragen. Desweiteren wirkt die Pflanze entzündungshemmend und unterstützt bei der Blutreinigung, indem sie Leber, Milz und Galle anregt. Auch auf Niere und Blase wirkt sie anregend und hilft so bei Wassersucht. Eine Wasserdost-Wein-Kur hilft dabei, den Cholesterin-Gehalt im Blut zu senken.
Äußerlich angewendet kann Wasserdost in Form von Salbe oder als Breiauflage bei Hautproblemen, Wunden und Geschwüren helfen.
Die Pflanze sollte nicht dauerhaft eingenommen werden, da sie im Verdacht steht, die Leber zu schädigen. Bei einer Überdosierung droht Brechreiz.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Gerbstoffe


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 17
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 3
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 1
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Schmetterlinge

Admiral
(Vanessa atalanta)
Admiral, Vanessa atalantaAdmiral
(Vanessa atalanta)
Blauäugiger Waldportier
(Minois dryas)
Blauäugiger Waldportier, Minois dryasBlauäugiger Waldportier
(Minois dryas)

© Böhringer Friedrich, Wikimedia Commons
Brauner Waldvogel
(Aphantopus hyperantus)
Brauner Waldvogel, Aphantopus hyperantusBrauner Waldvogel
(Aphantopus hyperantus)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
C-Falter
(Polygonia c-album)
C-Falter, Polygonia c-albumC-Falter
(Polygonia c-album)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
Distelfalter
(Vanessa cardui)
Distelfalter, Vanessa carduiDistelfalter
(Vanessa cardui)
Großes Ochsenauge
(Maniola jurtina)
Großes Ochsenauge, Maniola jurtinaGroßes Ochsenauge
(Maniola jurtina)
Kaisermantel
(Argynnis paphia)
Kaisermantel, Argynnis paphiaKaisermantel
(Argynnis paphia)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
Kleiner Fuchs
(Aglais urticae)
Kleiner Fuchs, Aglais urticaeKleiner Fuchs
(Aglais urticae)

© Lilly M, Wikimedia Commons
Landkärtchen
(Araschnia levana)
Landkärtchen, Araschnia levanaLandkärtchen
(Araschnia levana)

© Guido Gerding, Wikimedia Commons
Tagpfauenauge
(Aglais io)
Tagpfauenauge, Aglais ioTagpfauenauge
(Aglais io)
Graubindiger Mohrenfalter
(Erebia aethiops)
Graubindiger Mohrenfalter, Erebia aethiopsGraubindiger Mohrenfalter
(Erebia aethiops)

© Philipp Weigell, Wikimedia Commons
Kleines Wiesenvögelchen
(Coenonympha pamphilus)
Kleines Wiesenvögelchen, Coenonympha pamphilusKleines Wiesenvögelchen
(Coenonympha pamphilus)
Brauner Feuerfalter
(Lycaena tityrus)
Brauner Feuerfalter, Lycaena tityrusBrauner Feuerfalter
(Lycaena tityrus)
Faulbaum-Bläuling
(Celastrina argiolus)
Faulbaum-Bläuling, Celastrina argiolusFaulbaum-Bläuling
(Celastrina argiolus)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
Kleiner Feuerfalter
(Lycaena phlaeas)
Kleiner Feuerfalter, Lycaena phlaeasKleiner Feuerfalter
(Lycaena phlaeas)
Rapsweißling
(Pieris napi)
Rapsweißling, Pieris napiRapsweißling
(Pieris napi)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
Russischer Bär
(Euplagia quadripunctaria)
Russischer Bär, Euplagia quadripunctariaRussischer Bär
(Euplagia quadripunctaria)

© Jean-Pol Grandmont, Wikimedia Commons

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Auen-Blutbiene
(Sphecodes albilabris)
Auen-Blutbiene, Sphecodes albilabrisAuen-Blutbiene
(Sphecodes albilabris)
Auen-Schenkelbiene
(Macropis europaea)
Auen-Schenkelbiene, Macropis europaeaAuen-Schenkelbiene
(Macropis europaea)

© Teppo Mutanen, Wikimedia Commons
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)

Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen

Gemeine Sumpfschwebfliege
(Helophilus pendulus)
Gemeine Sumpfschwebfliege, Helophilus pendulusGemeine Sumpfschwebfliege
(Helophilus pendulus)