Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 01.01.2022
Echter Thymian (Thýmus vulgáris)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Römischer Quendel, Kuttelkraut
Gattung: Thýmus
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Echte Thymian stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum. Er wächst auf felsigen Hängen, an Wegrändern oder auf Trockenrasen und bevorzugt eher trockene, nährstoffarme, sandige Böden an sonnigen und warmen Standorten.

Erscheinung:
Die Pflanze wächst niederliegend bis aufrecht. Sie besitzt vierkantige behaarte Stängel, die mit der Zeit verholzen und Wurzeln bilden.

Blüte:
Die Blüten sind weiß bis rosa gefärbt und wachsen ährenartig in Scheinquirlen. Sie werden gern von Bienen besucht.

Vermehrung:
Nach der Bestäubung bilden sich eiförmige Nüsschen, die runde Samen enthalten. Neben der Vermehrung durch Samen verbreitet sich Thymian durch Wurzel bildende Seitentriebe oder Stecklinge. Die Samen zählen zu den Lichtkeimern.

Wissenswertes

Thymian verbreitet einen aromatischen Duft, um vornehmlich bestäubende Insekten anzulocken und Schädlinge abzuwehren.

Verwendung der Pflanze

Die frisch geernteten oder getrockneten Blätter und Triebspitzen sind ein beliebtes Küchengwürz und gehören zu den "Kräutern der Provence".

Typ der Pflanze:Halbstrauch
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 40 cm
Eigenschaften:Immergrün
 Essbar
 Heilpflanze
 Dachbegrünung
 Bienen-/Hummel-Weide
 Nacht-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht
 Mager

Blüte:Mai - Okt
Blütenstand:Ähre
Blütenform:Zygomorph
Pollen / Nektar:Kaum / Viel
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Nuss

Blattform:Länglich schmal
Blattrand:Glatt, Ganzrandig

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Druck- und Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Blähungen, Akne, Haut-Ekzem, Haut-Pilz, Wund-Infektion, Warzen, Husten, Erkältung, Heiserkeit, Bronchitis, Asthma, Atemwegs-Beschwerden, Infekt, Nervosität, Erregungszustände, Schlafstörungen, Gelenk-Entzündung, Gelenk-Rheumatismus, Verstauchung, Quetschung, Wechseljahres-Beschwerden, Verschlackung, Entzündung, Abwehrschwäche, Verkrampfung, Stoffwechsel-Störung

Aus den Blättern des Thymians kann ein Aufguss zubereitet werden, der auswurffördernd, beruhigend, entzündungshemmend, schleimlösend, krampflösend und antimikrobiell wirkt und daher zumeist bei Erkältungen, Husten und Bronchitis, Keuchhusten oder Asthma zum Einsatz kommt.
Außerdem fördert er die Durchblutung und senkt den Blutdruck, wirkt Blut reinigend, kräftigt das Immunsystem, belebt den Stoffwechsel, hilft bei Blähungen und reguliert die Magen- und Darmtätigkeit.
Äußerlich angewendet hemmt die Pflanze Entzündungen und hilft bei Hautunreinheiten, Ekzemen, Akne, schlecht heilenden Wunden und Warzen. Auch bei Verstauchungen, Quetschungen oder rheumatischen Gelenkbeschwerden kann das Einreiben mit einer Tinktur helfen.
Das Inhalieren der konzentrierten ätherischen Öle ist mit Vorsicht zu genießen und kann bei Asthmatikern einen Asthmaanfall auslösen.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Blätter

Für eine Tee-Zubereitung das Kraut mit kaltem Wasser übergießen und kurz aufkochen lassen. Abschließend abseihen.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 1
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 2
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Schmetterlinge

Goldzünsler
(Pyrausta aurata)
Goldzünsler, Pyrausta aurataGoldzünsler
(Pyrausta aurata)

© Zirpe, Wikimedia Commons

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Steinhummel
(Bombus lapidarius)
Steinhummel, Bombus lapidariusSteinhummel
(Bombus lapidarius)
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)