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Letzte Änderung: 02.10.2019
Stranddistel (Erýngium marítimum)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Meer-Mannstreu, Dünendistel, Seemannstreu, Meerwurzel, Meerbrackdistel
Gattung: Erýngium
Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Bestand bedroht


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Stranddistel ist an den Küsten Nordeuropas sowie an den Küsten des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres beheimatet. Sie wächst auf salzhaltigen, durchlässigen Sandböden in Dünenlandschaften oder zwischen Felsen an sonnigen Standorten.

Erscheinung:
Die krautig und aufrecht wachsende Pflanze besitzt eine kräftige, bis zu 2 Meter tief reichende Pfahlwurzel. Ihre verzweigten Stängel sind hell gefärbt und längs gerillt. Sie bildet zunächst lang gestielte, drei- bis fünf-lappige, am Rand gewellte, ledrige Grundblätter, die mit spitzen Dornen versehen sind. Die Stängelblätter sitzen am Stängel und umfassen diesen in der Regel. Blattrand und Blattnerven sind auffallend weiß gefärbt. Eine helle, bläulich-grüne Wachsschicht schützt die Pflanze vor Verdunstung und vor dem vom Küstenwind aufgewirbelten Sand.

Blüte:
Die Blüten erscheinen in doldigen, kugelförmigen Blütenständen. Die Einzelblüten besitzen fünf bläulich-violette Kronblätter sowie fünf Kelchblätter. Die Spitzen der Kronblätter sind zumeist nach innen gebogen. Zwischen den Kronblättern ragen gelbliche Staubblätter hervor. Direkt unterhalb der Blütenköpfchen befinden sich dornige Hüllblätter. Die Bestäubung erfolgt durch Schmetterlinge und andere Insekten.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich zweiteilige Spaltfrüchte, die durch den Wind verbreitet werden. Vegetativ lässt sich die Pflanze im Frühjahr durch Teilung der Wurzel vermehren.

Verwendung der Pflanze

Die Wurzel, Stängel und Laubblätter sind essbar, nachdem sie gekocht wurden. Die Sprossen galten früher als Delikatesse und wurden ähnlich wie Spargel zubereitet. Die Wurzel ist etwas schleimig und besitzt einen leicht nussartigen Geschmack.

Typ der Pflanze:Zwei-Jährig, Staude
Wuchsform:Aufrecht, Rosettenartig
Wuchshöhe:max. 40 cm
Eigenschaften:Immergrün
 Essbar
 Tiefwurzler
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht

Aussaat:Aug - Okt
Blüte:Jun - Sep
Blütenstand:Körbchen, Dolde
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Nicht vorhanden / Viel
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Kreisförmig, Rund, Handförmig geteilt
Blattrand:Gezähnt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Nieren-Beschwerden, Nierensteine, Blasen-Beschwerden, Prostata-Leiden, Wund-Infektion, Entzündung, Schmerzen

Die Pflanze besitzt eine Schmerz lindernde und entzündungshemmende Wirkung. Außerdem wirkt sie Harn treibend und kann bei Problemen der Harnröhre und Harnblase sowie bei Nierensteinen helfen.
Äußerlich angewendet kann sie in Form einer Salbe beim Entfernen von Splittern oder Stacheln durch ihre ziehende Wirkung unterstützen.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Wurzel

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