Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 31.05.2020
Stachelbeere (Ríbes úva-críspa)Zur Druckansicht
Gattung: Ríbes
Familie: Saxifragáceae (Steinbrechgewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Stachelbeere ist in Mitteleuropa und Teilen Asiens recht häufig zu finden. Sie wächst bevorzugt auf mäßig feuchten bis feuchten, nährstoffreichen, lockeren, kalkhaltigen Lehmböden in mäßig sonniger und windgeschützter Lage, verträgt jedoch auch Schatten. Die Pflanze kommt in Hecken, Auen und Laubwäldern vor.

Erscheinung:
Die Laubblätter sind dreifach eingeschnitten und haben einen gekerbten Rand.

Blüte:
Die Blüten sind eher unscheinbar und sitzen in den Blattachseln. Die Kelchblätter am Rand sind rötlich oder gelbgrün. In der Mitte ist die Blüte eher grün. Die Blüten sind selbstbefruchtend, werden aber auch von Hummeln, Wespen oder Fliegen besucht.

Vermehrung:
Die Beerenfrüchte gibt es in den Farbvarianten weiß, gelb, grün und rot. Sie werden gern von Vögeln gefressen, die dadurch auch zur Verbreitung der Samen beitragen. Die Vermehrung erfolgt jedoch hauptsächlich vegetativ durch Absenker und Ausläufer des Wurzelstocks.

Verwendung der Pflanze

Die Früchte sind essbar und schmecken recht sauer. Sie sollten nur in reifer Form gegessen werden. Der Verzehr größerer Mengen unreifer Früchte kann durchaus tödlich enden.

Typ der Pflanze:Strauch
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 200 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Vogel-Weide
 Insb. Honigbienen-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht, Feucht
 Basisch, Nährreich

Blüte:Apr - Mai
Blütenstand:Einzelblüte
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Kaum / Viel
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Aug
Fruchtform:Schließfrucht: Beere

Blattform:Handförmig geteilt
Blattrand:Gebuchtet
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Stuhl-Verstopfung, Verschlackung, Abwehrschwäche

Die Stachelbeere ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und stärkt daher die körpereigene Abwehr. Aufgrund ihres hohen Siliziumgehaltes ist sie gut für das Bindegewebe. Außerdem wirkt die Stachelbeere entgiftend, Blut reinigend, Appetit anregend, entwässernd und Darm reinigend. Sie regt die Verdauung an.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin A (Retinal, Retinol, Retinsäuren)0.018 mgØ 0.353 mg0.9 mg
Vitamin B1 (Thiamin)0.02 mgØ 0.165 mg1.2 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.02 mgØ 0.102 mg1.5 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)0.2 mgØ 0.46 mg6 mg
Vitamin B6 (Pyridoxin)0.01 mgØ 0.188 mg1.7 mg
Vitamin B7 (Biotin)0.5 µgØ 5.147 µg60 µg
Vitamin B9 (Folsäure)19 µgØ 39.332 µg200 µg
Vitamin C (Ascorbinsäure)35 mgØ 57.214 mg100 mg
Vitamin E (Tocopherol)0.62 mgØ 2.737 mg12 mg

Mineralstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Calcium29 mgØ 59.235 mg1000 mg
Eisen0.63 mgØ 2.311 mg13 mg
Fluor0.011 mgØ 0.048 mg2.5 mg
Jod0.92 µgØ 3.559 µg200 µg
Kalium0.203 gØ 0.343 g3 g
Magnesium15 mgØ 56.051 mg350 mg
Natrium1.6 mgØ 15.273 mg2000 mg
Phosphor30 mgØ 114.339 mg800 mg
Selen1.3 µgØ 4.171 µg60 µg
Zink0.15 mgØ 0.881 mg13 mg

Weitere Vitalstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Proteine0.8 gØ 5.223 g55 g
Kohlenhydrate8.5 gØ 16.812 g300 g
Ballaststoffe3 gØ 4.591 g30 g



Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 2
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 9
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 1

Schmetterlinge

C-Falter
(Polygonia c-album)
C-Falter, Polygonia c-albumC-Falter
(Polygonia c-album)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
Schlehenspanner
(Angerona prunaria)
Schlehenspanner, Angerona prunariaSchlehenspanner
(Angerona prunaria)

© Patrick Clement, Wikimedia Commons

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Dunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Dunkle Erdhummel, Bombus terrestrisDunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Hellgelbe Erdhummel
(Bombus lucorum)
Hellgelbe Erdhummel, Bombus lucorumHellgelbe Erdhummel
(Bombus lucorum)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
Rotfühler-Wespenbiene
(Nomada ruficornis)
Rotfühler-Wespenbiene, Nomada ruficornisRotfühler-Wespenbiene
(Nomada ruficornis)

© gailhampshire, Wikimedia Commons
Steinhummel
(Bombus lapidarius)
Steinhummel, Bombus lapidariusSteinhummel
(Bombus lapidarius)
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Wiesenhummel
(Bombus pratorum)
Wiesenhummel, Bombus pratorumWiesenhummel
(Bombus pratorum)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
Rotpelzige Sandbiene
(Andrena fulva)
Rotpelzige Sandbiene, Andrena fulvaRotpelzige Sandbiene
(Andrena fulva)

© Pauln, Wikimedia Commons
Rotfransen-Erdbiene
(Andrena haemorrhoa)
Rotfransen-Erdbiene, Andrena haemorrhoaRotfransen-Erdbiene
(Andrena haemorrhoa)

© Fritz Geller-Grimm, Wikimedia Commons
Gemeine Furchenbiene
(Lasioglossum calceatum)
Gemeine Furchenbiene, Lasioglossum calceatumGemeine Furchenbiene
(Lasioglossum calceatum)

© gailhampshire, Wikimedia Commons

Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen

Mistbiene
(Eristalis tenax)
Mistbiene, Eristalis tenaxMistbiene
(Eristalis tenax)