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Letzte Änderung: 16.10.2018
Sommer-Linde (Tília platyphýllos)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Bastholz, Früh-Linde, Großblättrige Linde
Gattung: Tília
Familie: Tiliáceae (Lindengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Sommer-Linde ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Westasien beheimatet. Sie wächst in Schlucht- und Bergwäldern, an Waldrändern oder auf Feldern und bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige, lehmige Böden in warmer, halbschattiger bis sonniger Lage. Linden können bis zu 1000 Jahre alt werden.

Erscheinung:
Der Baum bildet eine tief ins Erdreich ragende Pfahlwurzel und reagiert empfindlich auf Bodenverdichtungen. Die Baumkrone beginnt schon im unteren Bereich des Baumes und entwickelt sich mit zunehmendem Alter zu einer imposanten breit-eiförmigen bis runden Form. Die Borke ist dunkelbraun und grob-rissig. Der Baumstamm kann einen Durchmesser von über 9 Meter erreichen. Die Zweige wachsen steil ansteigend. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind von runder Form und am Ende abrupt zugespitzt. An ihrer Basis sind die Blätter herzförmig. Der Blattstiel ist dicht mit feinen Härchen besetzt.

Blüte:
Die Blüten wachsen als Trugdolden und besitzen ein weißlich grünes Hochblatt. Sie sind hellgelb gefärbt und duften nach Honig. Die zahlreichen Staubblätter sind häufig in Bündeln zusammengefasst und ragen deutlich aus der Blüte heraus. Die Bestäubung erfolgt in erster Linie durch Insekten wie z.B. Bienen, Hummeln und Schwebfliegen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich länglich-kugelige, 5-rippige Nussfrüchte, die dicht behaart sind. Die Samen werden hauptsächlich durch den Wind verbreitet. Neben der Vermehrung durch Samen kann sich die Linde auch vegetativ durch Stockausschlag und Wurzelbrut fortpflanzen.

Verwendung der Pflanze

Junge zarte Linden-Blätter können in Salaten verwendet werden, während Linden-Blüten als Aroma in Speisen oder als Lindenblüten-Tee Verwendung finden.
Das helle Holz der Linde kommt häufig in der Bildhauerei, der Schnitzerei und der Drechslerei zum Einsatz. Außerdem können die Fasern (Bast) des weichen Lindenholzes zur Herstellung von Seilen, Matten, Taschen und Kleidung verwendet werden.

Typ der Pflanze:Baum
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 40 m
Eigenschaften:Essbar
 Tiefwurzler
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Nährreich

Blüte:Jun - Jul
Blütenstand:Dolde
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Kaum / Sehr viel
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Nuss

Blattform:Kreisförmig, Rund
Blattrand:Gesägt
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Husten, Erkältung, Grippaler Infekt, Heiserkeit, Atemwegs-Beschwerden, Nervosität, Erregungszustände, Abwehrschwäche

Lindenblüten-Tee hilft bei Erkältung und grippalen Infekten, stärkt die Abwehrkräfte und wirkt Schweiß treibend, beruhigend und Reiz lindernd. Die enthaltenen Schleimstoffe helfen zudem bei trockenem Reizhusten.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)