Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 20.05.2024
Schöllkraut (Chelidónium május)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Warzenkraut
Gattung: Chelidónium
Familie: Papaveráceae (Mohngewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Sehr häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Ursprünglich stammt das Schöllkraut aus den wärmeren Gebieten Europas und Asiens sowie dem Mittelmeerraum. Die Pflanze ist häufig an Wegrändern, in Gebüschen, Wäldern oder Mauerspalten zu finden. Sie bevorzugt humose, stickstoffhaltige Böden.

Blüte:
Die Blüten werden von Insekten bestäubt, denen der Blütenstaub als Nahrung dient. Es wird kein Nektar produziert.

Vermehrung:
Nach der Blüte werden Kapseln gebildet, die kleine schwarze Samenkörner enthalten. Diesen Körnern haftet ein nahrhafter Ölkörper an, den Ameisen mögen und dadurch zur Verbreitung beitragen.

Wissenswertes

Sobald Teile der Pflanze verletzt werden, tritt eine gelb-orange Flüssigkeit aus, die die Haut reizen kann. Beim Trocknen verlieren die Pflanzenteile allmählich ihre Giftigkeit.

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    Ecosia-Bildersuche

    Typ der Pflanze:Staude
    Wuchsform:Aufrecht
    Wuchshöhe:max. 70 cm
    Eigenschaften:Giftig
     Heilpflanze
     Stickstoff-Zeiger
     Bienen-/Hummel-Weide

    Licht-Verhältnisse:Halb-Schatten, Schatten
    Boden:Mäßig feucht
     Nährreich, Humos

    Blüte: Mai - Sep
    Blütenstand:Dolde
    Blütenform:4 Kronblätter
    Pollen / Nektar:Mäßig / Kaum
    Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
    Frucht-/ Samenzeit:    Jun - Okt
    Fruchttyp:Öffnungsfrucht: Kapselfrucht

    Blattform:Zusammengesetzt: Gefiedert
    Blattrand:Gebuchtet
    Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven

    Heilwirkungen der Pflanze

    Stichwörter:
    Magenbeschwerden, Reiz-Magen, Gallen-Beschwerden, Leber-Beschwerden, Gelbsucht, Warzen, Haut-Ekzem, Akne, Gelenk-Rheumatismus, Gicht

    Schöllkraut ist eine Giftpflanze, die beim Verzehr größerer Mengen zu Krämpfen und Reizungen des Magen-Darm-Traktes bis hin zu Kreislaufversagen und toxischen Leberschäden führen kann.
    Richtig angewendet kann die Pflanze hingegen auch Krämpfe im Bereich der Gallenwege, der Leber und des Magen-Darm-Trakts lindern sowie bei Gelbsucht, Gallensteinen, Rheuma oder Gicht helfen. Dazu wird in der Regel Presssaft oder eine Tinktur aus dem blühenden Kraut verwendet. Das getrocknete Kraut kann auch als Tee getrunken werden.
    Äußerlich angewendet kann der aus Verletzungen der Pflanze austretende gelb-orange Saft bei Warzen, Hühneraugen, Ekzemen oder Schwielen helfen. Er sollte jedoch aufgrund der ätzenden Wirkung nicht mit gesunder Haut in Berührung kommen.

    Nutzen für folgende Insektenarten

    Anzahl Schmetterlinge: 0
    Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 5
    Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
    Anzahl Käfer: 0
    Anzahl Schnabelkerfe: 0
    Anzahl Heuschrecken: 0

    Hautflügler, z.B. Wildbienen

    Ackerhummel
    (Bombus pascuorum)
    Ackerhummel, Bombus pascuorumAckerhummel
    (Bombus pascuorum)
    Dunkle Erdhummel
    (Bombus terrestris)
    Dunkle Erdhummel, Bombus terrestrisDunkle Erdhummel
    (Bombus terrestris)
    Wiesenhummel
    (Bombus pratorum)
    Wiesenhummel, Bombus pratorumWiesenhummel
    (Bombus pratorum)

    © Ivar Leidus, Wikimedia Commons
    Braunfühler-Schmalbiene
    (Lasioglossum fulvicorne)
    Braunfühler-Schmalbiene, Lasioglossum fulvicorneBraunfühler-Schmalbiene
    (Lasioglossum fulvicorne)

    © James Lindsey, Wikimedia Commons
    Spargel-Schmalbiene
    (Lasioglossum sexnotatum)
    Spargel-Schmalbiene, Lasioglossum sexnotatumSpargel-Schmalbiene
    (Lasioglossum sexnotatum)

    © Paul van de laak, GBIF