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Letzte Änderung: 11.12.2018
Gemeiner Sanddorn (Hippóphaë rhamnoídes)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Weidendorn, Dünendorn, Korallenbeere, Sandbeere, Haffdorn
Gattung: Hippóphaë
Familie: Elaeagnáceae (Ölweidengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Sanddorn stammt ursprünglich aus Nepal. Inzwischen ist er in Ost- und Westasien sowie in Mitteleuropa verbreitet. Die Pflanze ist eine typische Pionierpflanze und sehr genügsam Sie wächst bevorzugt auf kalkhaltigen Sand- und Kiesböden in sonnigen Lagen.

Erscheinung:
Das Wurzelsystem ist sehr ausgedehnt (sowohl in Tiefe als auch in Breite). Dadurch neigt Sanddorn dazu, Nachbarpflanzen zu verdrängen.

Blüte:
Sanddorn besitzt männliche und weibliche Blüten, die auf verschiedenen Pflanzen wachsen (diözisch). Die männlichen Blüten bilden einen kugeligen Blütenstand, während die weiblichen Blüten in einem kurzen ährenförmigen Blütenstand stehen. Die Bestäubung erfolgt in der Regel durch den Wind.

Vermehrung:
Die Früchte des Sanddorns sind gelbe bis orange-rote Schein-Steinfrüchte, die einen braun gefärbten Samen enthalten. Es dauert bis zu 8 Jahre, ehe Früchte gebildet werden. Sie sind bei Vögeln beliebt, so dass sie nach deren Verzehr zur Verbreitung der Samen beitragen. Die Samen benötigen Licht und Kälte zur Keimung.
Vegetativ vermehrt sich der Sanddorn über Wurzelsprosse.

Verwendung der Pflanze

Die Früchte des Sanddorns enthalten sehr viel Vitamin C und schmecken daher recht sauer. Sie werden zu Marmelade, Fruchtsaft, Obstwein oder Sanddornlikör verarbeitet oder als Nahrungsergänzungsmittel verwendet, um den Vitamingehalt zu erhöhen.
Auch in der Kosmetik finden Sanddornprodukte eine breite Anwendung (z.B. Sanddornöl als Hautpflegeprodukt).
Aufgrund seiner Windbeständigkeit und des ausgedehnten Wurzelsystems wird Sanddorn gern zur Bodenbefestigung sandiger Standorte (z.B. Dünen) verwendet. Zudem bindet er Luftstickstoff und reichert dadurch den Boden mit wertvollem Humus an.

Typ der Pflanze:Strauch
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 6 m
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Mager

Blüte:Mär - Mai
Geschlecht:Ein-Geschlechtig, Zwei-Häusig
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Dez
Fruchtform:Schließfrucht: Steinfrucht

Blattform:Länglich schmal
Blattgröße (LxB):ca. 7 x 0.6 cm
Blattrand:Glatt, Ganzrandig


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Magenbeschwerden, Wund-Infektion, Haut-Verbrennung, Husten, Erkältung, Grippaler Infekt, Heiserkeit, Fieber, Gelenk-Rheumatismus, Gicht, Abwehrschwäche

Aufgrund des hohen Vitamingehalts helfen die Früchte des Sanddorns bei Vitaminmangel. Sie unterstützen die körpereigene Abwehr und können daher verschiedenen Krankheiten wie z.B. Erkältungen vorbeugen. Auch bei der Gesundung hilft der hohe Vitamingehalt. Desweiteren kann Sanddorn bei Fieber, Gicht, Rheuma sowie bei Magenbeschwerden helfen.
Äußerlich angewendet hält Sanddornöl die Haut jung und hilft bei der Heilung von Verbrennungen und Geschwüren. Es wirkt wundverschließend.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin A (Retinal, Retinol, Retinsäuren)Menge unbekanntØ 0.336 mg0.9 mg
Vitamin B12 (Cyanocobalamin, Cobalamin)Menge unbekanntØ 0 µg3 µg
Vitamin C (Ascorbinsäure)900 mgØ 62.737 mg100 mg
Vitamin E (Tocopherol)Menge unbekanntØ 2.77 mg12 mg



Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Deichhummel
(Bombus distinguendus)
Deichhummel, Bombus distinguendusDeichhummel
(Bombus distinguendus)

© Frode Odegaard/Norsk institutt for naturforskning, Wikimedia Commons
Sandhummel
(Bombus veteranus)
Sandhummel, Bombus veteranusSandhummel
(Bombus veteranus)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons