Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 26.09.2022
Salbei-Gamander (Teucrium scorodónia)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Wald-Gamander
Gattung: Teucrium
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordafrika / Orient
Häufigkeit: Selten


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Salbei-Gamander ist im Mittelmeergebiet und in West- und Mitteleuropa beheimatet. Er wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern oder in Heidelandschaften und bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, nährstoffarme, kalkarme, saure, humose, sandig-steinige Lehmböden in halbschattiger bis sonniger Lage.

Erscheinung:
Die krautig wachsende Pflanze bildet unterirdische Ausläufer und breitet sich flächendeckend aus. Der vierkantige Stängel ist häufig stark verzweigt und rau behaart. Die gegenständig am Stängel angeordneten, gestielten, runzeligen Laubblätter sind elliptisch geformt und an der Basis teils herzförmig. Der Blattrand ist gekerbt bis stumpf gezähnt. Beim Zerreiben der Pflanze verbreitet diese einen unangenehmen Geruch.

Blüte:
Die Blüten erscheinen einseitswendig in traubigen Blütenständen. Sie sind gelblich-grün gefärbt und besitzen eine stark ausgeprägte Unterlippe. Die Oberlippe fehlt. Der fünfzipfelige Kelch ist rau behaart, ebenso wie die Kronblätter. Die Blüten sind reich an Nektar und eine beliebte Nahrungsquelle für Insekten wie z.B. Hummeln.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Klausenfrüchte, die den Winter über erhalten bleiben. Die langlebigen Samen zählen zu den Lichtkeimern. Vegetativ vermehrt sich die Pflanze durch ihre Ausläufer.


Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht, Kriechpflanze
Wuchshöhe:max. 60 cm
Eigenschaften:Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Sauer, Mager, Humos

Blüte: Jun - Aug
Blütenstand:Traube
Blütenform:Zygomorph
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Sep
Fruchttyp:Zerfallfrucht: Klausenfrucht

Blattform:Eiförmig, Elliptisch, Herzförmig
Blattrand:Gekerbt, Gezähnt
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Appetitlosigkeit, Wund-Infektion, Husten, Bronchitis, Atemwegs-Beschwerden, Verschlackung, Entzündung, Verkrampfung

Das blühende Kraut wirkt krampflösend, Auswurf fördernd, Appetit anregend, Blut reinigend und entzündungshemmend. Äußerlich angewendet kann die Pflanze bei der Wundheilung unterstützen.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Blätter, Blüten

Nutzen für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 0
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 4
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0
Anzahl Heuschrecken: 0

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Große Wollbiene
(Anthidium manicatum)
Große Wollbiene, Anthidium manicatumGroße Wollbiene
(Anthidium manicatum)
Stahlblaue Mauerbiene
(Osmia caerulescens)
Stahlblaue Mauerbiene, Osmia caerulescensStahlblaue Mauerbiene
(Osmia caerulescens)

© Line Sabroe from Denmark, Wikimedia Commons
Grashummel
(Bombus ruderarius)
Grashummel, Bombus ruderariusGrashummel
(Bombus ruderarius)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
Wald-Pelzbiene
(Anthophora furcata)
Wald-Pelzbiene, Anthophora furcataWald-Pelzbiene
(Anthophora furcata)

© Andreas Haselböck, www.naturspaziergang.de