Smagy — Das Pflanzen-Portal zum Mitmachen

Letzte Änderung: 12.08.2018
Rote Spornblume (Centránthus rúber)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Roter Baldrian
Gattung: Centránthus
Familie: Valerianáceae (Baldriangewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Selten


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Rote Spornblume ist im Mittelmeergebiet sowie in Kleinasien beheimatet. Sie wächst in Fels- und Mauerspalten, an Wegrändern oder auf Ruderalflächen und bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, karge, sandig-lehmige Böden an warmen und sonnigen Standorten. Ansonsten ist die Pflanze relativ anspruchslos.

Erscheinung:
Die krautig und horstartig wachsende Pflanze bildet einen kräftigen Wurzelstock und kann an ihrer Basis leicht verholzen. Ihre gegenständig angeordneten, am Stängel sitzenden Laubblätter sind länglich schmal bis elliptisch geformt und spitz zulaufend. Der Blattrand ist glatt. Die Grundblätter sind gestielt.

Blüte:
Die zahlreichen Blüten erscheinen in doldigen Blütenständen. Die rosa- bis purpurfarbenen Einzelblüten sind zygomorph und besitzen fünf Kronblätter, die zu einer langen, dünnen Röhre miteinander verwachsen sind. An der Basis der Kronröhre befindet sich ein Sporn. Jede Einzelblüte besitzt lediglich ein Staubblatt und einen Griffel mit zwei- bis dreiteiliger Narbe, die jeweils weit aus der Blüte herausragen. Die Blüten sind reich an Nektar und werden vor allem von langrüsseligen Insekten wie z.B. Schmetterlingen besucht.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Achänen ähnliche, einsamige Schließfrüchte mit fiederigen Borsten. Die Verbreitung der Früchte erfolgt durch den Wind. Vegetativ kann die Pflanze im Frühjahr durch Teilung des Wurzelstocks oder durch Stecklinge vermehrt werden.

Verwendung der Pflanze

Junge Blätter der Pflanze können als Salatbeilage gegessen werden. Auch die Wurzel ist essbar, nachdem sie gekocht wurde.

Rote Spornblume, Roter Baldrian, Centranthus ruber

Bild: © Jamain, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0

Ecosia-Bildersuche

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 80 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Schmetterlings-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht

Aussaat:Mär - Mai
Blüte:Apr - Okt
Blütenstand:Dolde
Blütenform:5 Kronblätter, Zygomorph
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Nov
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne, Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Länglich schmal, Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Angst-Zustände, Nervosität, Erregungszustände, Schlafstörungen

In der Wurzel der Pflanze sind Valepotriate enthalten, die beruhigend und ausgleichend wirken und bei Gereiztheit und Angstzuständen helfen.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Wurzel

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Admiral
(Vanessa atalanta)
Admiral, Vanessa atalantaAdmiral
(Vanessa atalanta)
Distelfalter
(Vanessa cardui)
Distelfalter, Vanessa carduiDistelfalter
(Vanessa cardui)

© Jörg Hempel, Wikimedia Commons
Dunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Dunkle Erdhummel, Bombus terrestrisDunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
Hummelschwärmer
(Hemaris fuciformis)
Hummelschwärmer, Hemaris fuciformisHummelschwärmer
(Hemaris fuciformis)

© jean-pierre Hamon, Wikimedia Commons
Rotbraunes Ochsenauge
(Pyronia tithonus)
Rotbraunes Ochsenauge, Pyronia tithonusRotbraunes Ochsenauge
(Pyronia tithonus)

© Lancellin, Wikimedia Commons
Wolfsmilchschwärmer
(Hyles euphorbiae)
Wolfsmilchschwärmer, Hyles euphorbiaeWolfsmilchschwärmer
(Hyles euphorbiae)

© jean-pierre Hamon, Wikimedia Commons