Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 26.11.2021
Rosenkohl (Brássica olerácea var. gemmífera)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Sprossenkohl, Brüsseler Kohl, Rosenwirsing, Wirsingkohl
Gattung: Brássica
Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Rosenkohl ist ein Gemüsekohl, der erstmals im 16. Jh. in Belgien angebaut wurde. Heute wird er in weiten teilen Europas angebaut. Die Pflanze zählt zu den Starkzehrern und bevorzugt nährstoffreiche, frische, sandige Lehmböden in sonniger Lage.

Erscheinung:
Die Pflanze bildet einen etwa 70 cm hohen kräftigen Stängel, an dem relativ große elliptisch bis kreis-rund geformte Blätter wachsen. In den Blattachseln entstehen im Herbst etwa walnuss-große Triebknospen, aus denen im kommenden Jahr nach der Überwinterung Sprossen wachsen, die dann im Sommer die gelben Blüten tragen.

Vermehrung:
Nach der Bestäubung durch Insekten oder nach Selbstbestäubung entstehen Schoten, die kleine runde, bräunlich gefärbte Samen enthalten.

Verwendung der Pflanze

Die Röschen, aus denen im darauffolgenden Jahr die Blüten wachsen, können ab September (Haupterntezeit ist November bis Dezember) von unten nach oben geerntet werden. Sie sind reich an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen und können als Gemüse zubereitet werden.

Typ der Pflanze:Zwei-Jährig
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 80 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Mäßig feucht, Feucht
 Nährreich

Aussaat:Apr - Mai
Blüte:Mai - Sep
Blütenstand:Traube
Blütenform:4 Kronblätter
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Sep
Fruchtform:Öffnungsfrucht: Schote

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Bluthochdruck, Erhöhter Cholesterinspiegel, Magenbeschwerden, Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Stuhl-Verstopfung, Erkältung, Nervosität, Erregungszustände, Krebs, Verschlackung, Abwehrschwäche

Rosenkohl beruhigt die Nerven, stärkt die Abwehrkräfte und hilft bei Verstopfungen und Sodbrennen. Außerdem senkt er den Blutdruck und wirkt sich positiv auf die Cholesterinwerte aus. Aufgrund seiner entgiftigenden Wirkung wird das Krebsrisiko durch den Verzehr von Rosenkohl gesenkt.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin A (Retinal, Retinol, Retinsäuren)0.052 mgØ 0.431 mg0.9 mg
Vitamin B1 (Thiamin)0.09 mgØ 0.165 mg1.2 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.12 mgØ 0.102 mg1.5 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)0.3 mgØ 0.46 mg6 mg
Vitamin B6 (Pyridoxin)0.2 mgØ 0.188 mg1.7 mg
Vitamin B7 (Biotin)0.3 µgØ 5.147 µg60 µg
Vitamin B9 (Folsäure)28 µgØ 39.332 µg200 µg
Vitamin C (Ascorbinsäure)85 mgØ 59.908 mg100 mg

Mineralstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Calcium27 mgØ 59.235 mg1000 mg
Eisen0.8 mgØ 2.311 mg13 mg
Fluor0.01 mgØ 0.048 mg2.5 mg
Jod1 µgØ 3.559 µg200 µg
Kalium0.288 gØ 0.343 g3 g
Magnesium18 mgØ 56.051 mg350 mg
Natrium5.2 mgØ 15.273 mg2000 mg
Phosphor76 mgØ 114.339 mg800 mg

Weitere Vitalstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Proteine3.8 gØ 5.223 g55 g
Kohlenhydrate2.9 gØ 16.812 g300 g
Ballaststoffe4 gØ 4.591 g30 g



Harmonie mit anderen Pflanzen:
Echter Spinat
(Spinácia olerácea)
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Familie: Chenopodiáceae (Gänsefußgewächse)
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(Lactúca satíva var. capitáta)
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Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
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Familie: Labiátae (Lippenblütler)
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Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Porree
(Állium pórrum)
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Familie: Liliáceae (Liliengewächse)

© BotBln, Wikimedia Commons
Knollen-Sellerie
(Ápium gravéolens var. rapáceum)
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Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)

© Rasbak, Wikimedia Commons
Garten-Dill
(Anéthum gravéolens var. hortórum)
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(Anéthum gravéolens var. hortórum)
Familie: Umbellíferae (Doldengewächse)

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 0
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 1
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Gemeine Pelzbiene
(Anthophora plumipes)
Gemeine Pelzbiene, Anthophora plumipesGemeine Pelzbiene
(Anthophora plumipes)